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radandi
Registriert am: 04.04.2010 Beiträge: 3 Wohnort: Seetal
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Titel: Endstadium Blasenkrebs Verfasst am: So 4 Apr 2010 18:08 |
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Hallo, ich bin neu hier im Forum. Meinem Vater (heute 75) wurde im Juni 2008 nach einer Bypassoperation eröffnet, dass er Blasenkrebs habe. Nachdem er 3 Auskratzungen über sich ergehen lassen musste, wurde ihm dann die komplette Blase im Frühjahr 2009 entfernt und ein Stoma installiert. Es wurde ihm geraten, dass er eine Chemotherapie absolvieren solle. Doch diese zögerte sich in Folge schlechter Nierenwerten immer wieder weiter hinaus, bis er dann im Nov/Dez 2009 endlich doch eine Chemo tätigen konnte. Befund nach der Chemo ergab, dass die Bildung von Ablegern gestoppt werden konnte. Seine nächste Kontrolle war für März 2010 angesagt.
Am 19. März 2010 hatte er starke Schmerzen im Unterbauch vorauf ich ihn notfallmässig in's Spital brachte wo er für 5 Tag zur Untersuchung war. Es wurden ihm aus dem Bauchraum ca: 2 Liter Wasser entzogen und er wurde am 23. März aus dem Spital entlassen. Am 24. März hatte er einen Termin bei der Onkologin, welche ihm eröffnete dass sich die Ableger rassig vermehrt hatten ohne Heilungschancen. Am 26. März konnte er zu einem weiteren Termin zum Entziehen von Wasser (welches sich dann schon im ganzen Körper angesammelt hatte), knapp 8dl wurden entzogen. Bis dahin konnte er noch selber laufen! Am 30. März hatte er einen weiteren Termin bei der Onkologin bezüglich einer allfälligen Chemo. Doch die Onkologin musste ihm eröffnen, dass es zu spät sei und keinerlei Chancen auf Besserung! Ableger auf der Leber, den Lymphknoten, der Lunge, der Nieren und am Knochen!
Prognose ohne Chemo Tage bis Wochen, mit Chemo evtl 1-2 Monate. Diesen Termin konnte mein Vater nur noch im Rollstuhl warnehmen.
Ihm wurden Schmerzmittel verschrieben um die quälenden Schmerzen in Griff zu kriegen.
Seit diesem 30. März liegt und schläft er nur noch und nimmt keine Nahrung mehr zu sich. Seit dem 2. April kann er keine Medikamente mehr schlucken und trinkt fast nichts mehr. Und seit heute, kann er sich nicht mal mehr im Bett hinsetzen. Er ist auch seit dem 2. April verwirrt und weiss nicht mehr was für ein Tag oder gar Tageszeit ist.
Gemäss Angaben der Spitex drückt das Wasser immer weiter auf die inneren Organe und auch auf die Lunge.
Es ist unglaublich wie schnell sich der Zustand in der vergangen Woche verschlechtert hat.
Und ich hoffe, dass er jetzt schnell von seinen Qualen befreit wird und friedlich einschlafen darf. So schmerzhaft es auch für meine Mutter ist, welche ihn unter Mithilfe der Spitex und der AOP, zu Hause pflegt. Aber ich denke, es ist für alle das Beste (auch traurigste) wenn er schnell einschlafen darf!! |
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radandi
Registriert am: 04.04.2010 Beiträge: 3 Wohnort: Seetal
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Titel: Heute Verfasst am: Mo 5 Apr 2010 14:54 |
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Zustand verschlechtert sich weiter von Stunde zu Stunde. Spitex wollte ihn heute waschen, er klagt über Schmerzen im Arm und am Bein als ihn die Spitexbetreuerin waschen wollte. Sie hatte keine Chance ihm den Schlafanzug aus zu ziehen, immer wieder klagte er über Schmerzen. Der Schlafanzug wurde aufgeschnitten und durch ein Spitalhemd ersetzt.
Bei meiner Mutter und mir regt sich immer mehr die Hoffnung oder gar der Wunsch, dass er endlich ein- und verschlafen darf, damit er von den Qualen erlöst ist! |
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radandi
Registriert am: 04.04.2010 Beiträge: 3 Wohnort: Seetal
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Titel: Abschied :-( Verfasst am: Mi 7 Apr 2010 18:42 |
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Letzte Nacht um 22:13 Uhr durfte mein Vater friedlich einschlafen. Bis zu Letzt machte er einen friedlichen, schmerzfreien Eindruck. Sein sehnlichster Wunsch, schmerzfrei und zufrieden zu Hause im Kreise seiner Liebsten sterben zu dürfen, wurde ihm erfüllt!
07.03.1935 - 06.04.2010
Geliebter Ehemann, treusorgender Vater, hilfsbereiter Schwiegervater und aufgestellter Grossvater!
Ruhe in Frieden, wir werden Dich immer in allerbester Erinnerung behalten! Dein Lachen sowie Dein frohes und aufgestelltes Wesen wird uns immer präsent sein und auf unserem weiteren Lebensweg begleiten! |
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Irma Site Admin
Registriert am: 12.07.2005 Beiträge: 501 Wohnort: Bern
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Titel: Trauer Verfasst am: Do 8 Apr 2010 19:40 |
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Liebe radandi,
Ihr Bericht über den Leidensweg Ihres Vaters hat mich sehr berührt und traurig gemacht. Aber er konnte friedlich einschlafen. Die Erinnerung an ihn wird Sie immer begleiten.
Es tut mir leid, dass Ihnen in dieser Zeit niemand aus dem Forum geantwortet hat, aber vielleicht hat es Ihnen auch einfach geholfen, Ihre Gefühle niederzuschreiben und mitzuteilen, denn gelesen haben Ihre Beiträge viele.
Mit traurigen Grüssen
Irma, Moderatorin |
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