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Bienli
Registriert am: 10.08.2005 Beiträge: 300 Wohnort: Kt. AG
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Titel: Psyche - Krebs - Psyche Verfasst am: Mi 23 Jun 2010 23:43 |
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Meine Lieben
Ich weiss gar nicht, wie ich anfangen soll....
Also, 2005 bin ich ja an Lymphdrüsenkrebs erkrankt. Den Krebs habe ich im Griff! Wenigstens das!!!
Vor meiner Krebserkrankung hatte ich mit meiner Psyche schon Probleme. Dann der Krebs und seither ist es mit meiner Psyche immer so ein auf und ab.
Hat jemand auch diese Erfahrung gemacht, d.h. VOR der Krebserkrankung psychisch angeschlagen - dann Krebs - und nachher immer noch mit der Psyche Probleme? Wie geht ihr mit diesem Problem um?
Manchmal schäme ich mich - Krebs im Griff und trotzdem psychisch am Boden.......
Danke für eure Antworten.
Bienli |
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Poison
Registriert am: 18.08.2009 Beiträge: 14 Wohnort: Fricktal
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Titel: Hey=) Verfasst am: Sa 26 Jun 2010 22:56 |
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Hey Bienli =)
Du brauchst dich desswegen nicht zu schämen! Auch wenn der Krebs heilbar ist, er ist eine enorme Belastung für die Psyche!
Ich hatte vor der Diagnose mit einer Postnatelen Depression zu kämpfen. Ich habe im Mai des letzten Jahres die Diagnose MH erhalten. Nun bin ich seit April Tumorfrei, habe aber immernoch extrreme Nebenwirkungen von der Chemo (Übelkeit, Herz, Lunge, Nebennieren funktionieren nicht richtig)
Ich hatte während der Therapie nie die Zeit und Lust mich mit einem Psychoonkologen abzugeben. Das muss ich jetzt aber nachholen. Ich habe den Krebs besiegt, habe aber keinerlei Freude mehr am Leben. Auch meine kleine Tochter, welche mir die Kraft gab, nicht zu sterben ( ich hatte im Dezember ein Multiples Organversagen) kann mir über dieses Tief nicht hinweghelfen.
Schäm dich nicht, das ist nur natürlich, dass es einem an die Psyche geht!
Ich kann dich gut verstehen.. |
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Michele
Registriert am: 29.07.2008 Beiträge: 9
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Titel: Psyche - Krebs - Psyche Verfasst am: So 27 Jun 2010 8:42 |
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Hallo Bienli
Ich möchte mich den Worten von Poison anschliessen. Es ist gut, dass du dir über deine Gefühle bewusst bist und sie zulässt und darüber redes/schreibst. Und dass solche eine schwere Krankheit eine sehr grosse Belastung ist, ist ja wohl klar.
Ich kann nur als 'Angehörige' etwas dazu sagen. Mein Mann hatte im 2007 Hautkrebs und musste operiert werden. Seither ist nichts mehr, wie es wahr! Mein Eindruck ist, dass er sucht - was auch immer - und sich in jenes stürzt (Affäre, neue Ausbildung) und dass es ihm sehr schlecht geht. Leider stellt er sich den Problemen nicht, oder nur, wenn ich ihn darauf anspreche, dadurch bin ich dann der Sündenbock für alles.
Ich denke, dass du anders damit umgehst und das hilft dir und deinem Umfeld bestimmt. Hol dir Hilfe, ich glaube nicht, dass man alles allein lösen kann.
Ich wünsche dir alles Liebe und dass du gut aufgehoben und getragen wirst! Es braucht Zeit, das geht nicht von Heut auf Morgen!
Michèle |
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