Haarausfall durch Antihormontherapie

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lory
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Haarausfall durch Antihormontherapie

Beitragvon lory » Mo 3 Sep 2018 13:08

Hallo ihr Lieben

Ich habe die Chemo- und Strahlentherapie abgeschlossen und habe das grosse Glück, dass ich meine Kopfhaare mittels Kühlkappe grösstenteils behalten konnte.

Seit knapp drei Monaten bin ich nun in der Antihormontherapie und meine Haare wollen einfach nicht aufhören auszufallen.

Hat vielleicht Jemand Erfahrung damit?

Liebe Grüsse

admin
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Re: Haarausfall durch Antihormontherapie

Beitragvon admin » Mo 24 Sep 2018 14:45

Guten Tag lory

Seit Beginn der Antihormontherapie fallen Ihnen die Haare aus.
Das ist nicht ungewöhnlich. Bei einigen Frauen kann es unter einer Antihormontherapie zu Haarausfall kommen. Dies ist mit dem Wirkmechanismus der antihormonellen Mittel zu erklären. Oft kommt es zu einem ähnlichen Haarausfall wie bei Männern, vor allem im Stirn und Schläfenbereich.
Sprechen Sie Ihren behandelnden Onkologen/Onkologin auf den Haarausfall an.

Freundliche Grüsse
Fabiola
Moderatorin.

Survivor
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Re: Haarausfall durch Antihormontherapie

Beitragvon Survivor » Di 5 Feb 2019 11:59

Guten Tag lory

seit ich Tamoxifen (Antihormone) nehme, beobachte ich auch bei mir etwas vermehrten Haarausfall.
Im Januar 2018 begannen meine Haare (nach Chemo & OP) wieder zu wachsen und ich hatte grosse Freude obwohl sie grau waren!
Seit Frühjahr 2018 bekomme ich alle 3 Wochen Herceptin Antikörpertherapie für 12 Monate. Seit Sommer 2018 kam parallel das Antihormon Tamoxifen dazu.

Ob nun beide Onkologika den Haarausfall begünstigen - es kann sein - gemäss Nebenwirkungs Protokoll beider Medikamente ist (fast) alles möglich.

Wenn man Aerzte (auch gute Aerzte) auf diverse Nebenwirkungen anspricht hören diese das nicht so gerne. Einige spielen diese gar herunter. Natürlich gibt es auch gravierendere Nebenwirkungen als "banaler Haarausfall". Kaum eine Frau findet dies banal.

Vorsorglicherweise geht es bei der Antihormon-Therapie (Tamoxifen, Novaldex, Femara, Letrozol & Co.) darum, das Risiko für ein Rezidiv bestmöglich zu senken - gemäss aktuellsten internationalen Studien. Aber eine Garantie dafür gibt es eh nicht weil jeder Mensch individuell auf Medikamente anspricht.

Jedoch wer Chemotherapie, Operationen (inkl. Entfernung der Lymphdrüsen der Axilla) sowie maximale Bestrahlung hinter sich hat, (mit Spätfolgen) weiss, dass die Lebensqualität auch wesentlich zur Heilung beiträgt. Und Haare gehören bei mir eben auch dazu.

Vielleicht weiss admin mehr dazu?

Allen Betroffenen weiterhin viel Mut und Zuversicht. Wir üben das ja jeden Tag :-)

LG
Survivor

drdavid
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Re: Haarausfall durch Antihormontherapie

Beitragvon drdavid » Sa 9 Mär 2019 20:52

Hallo Iory

Es wäre angezeigt, einen zusätzlichen Weg integrativer Interventionen zu gehen. Dein Immunsystem soll damit wirkungsvoll und abwehrfähig gestärkt werden. Hierbei kann aufgezählt werden Immuntherapie, Hyperthermie, 3K-Methode, u.ä.

Herzlichen Gruss
DrDavid


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