Darmkrebs - Chemo


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Gerbera123
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Darmkrebs - Chemo

Beitragvon Gerbera123 » So 27 Dez 2015 20:01

Ich bin neu hier, vielleicht erlebt jemand ähnliches oder weiss sonst was dazu... Seit bald einem Monat wissen wir, dass mein Vater (63) Darmkrebs hat. Mein Vater bedeutet mier enorm viel, ich habe seit jeher eine enge Beziehung zu ihm, er ist mein bester Freund sozusagen.

Wie gesagt, vor 3 Wochen kam die Diagnose... Er hat schon viele Untersuchungen hinter sich, CT, MRI, Szinti, Darmspiegelung. Er hat 1 Metastase auf der Leber. Der Tumor im Darm ist sehr gross. In ein paar Tagen ist die OP, man will beides gleichzeitig entfernen. Dann im Feb. startet ein halbes Jahr Chemo. Was erwartet uns/mich? Wie stehen seine Chancen? Wie wird es ihm gehen???

Fabiola
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Wie geht es weiter

Beitragvon Fabiola » Mo 28 Dez 2015 14:28

Guten Tag Gerbera

Ihr Vater hat eine Krebsdiagnose erhalten und der gewohnte Lebensrhythmus ist durcheinander geraten. Verständlich, dass Sie sich Gedanken machen wie es weitergeht, wie die Chancen stehen und wie Ihr Vater und Ihre Familie das alles erleben werden.

Was Euch genau erwartet ist schwierig vorauszusagen. Jeder Mensch erlebt die Therapie und deren Nebenwirkungen anders. Einen kleinen Einblick in die häufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie erhalten Sie in der Broschüre «Medikamentöse Tumortherapien» der Krebsliga Schweiz. Sie können diese hier downloaden oder gratis bestellen: http://www.krebsliga.ch/de/shop_/shopde ... goryid=102

Sie schreiben, dass Sie eine enge Beziehung zu Ihrem Vater haben. Gerade in einer so schwierigen Situation wie eine Krebstherapie ist es wichtig miteinander zu sprechen. Nachzufragen wie man den Erkrankten unterstützen kann, aber auch für sich selber Hilfe suchen. Kennen Sie die Broschüre «Krebst trifft auch die Nächsten»? Da finden Sie Tipps wie Sie als Angehöriger mit der Situation besser umgehen können. Hier zum Download: http://www.krebsliga.ch/de/shop_/shopde ... goryid=178

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Vater alles Gute für die bevorstehende Operation und die anschliessende Chemotherapie.

Vielleicht mögen Sie uns wieder einmal schreiben.

Freundliche Grüsse

Fabiola
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Gerbera123
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OP vorbei

Beitragvon Gerbera123 » Di 5 Jan 2016 20:52

Mein Vater wurde vor 6 Tagen operiert. Die OP ist sehr gut verlaufen, der Tumor mit einem Teil des Darmes, die Lymphknoten, der Teil der Leber mit der Metastase konnte enfernt werden. Er bekam nicht einmal einen Anus Praeter. Die Erholung geht bis jetzt gut.

Ich habe gelesen dass eine OP Metastasen verursachen kann, also eine weitere Ausbreitung. Ist das Angstmacherei oder ist da was dran?

Gerbera123
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Prognose?

Beitragvon Gerbera123 » Mi 6 Jan 2016 20:36

Wie gross sind die heilungschancen bei meinem vater eigentlich. Wenn ich darmkreb.de und so glauben soll sind die chancen sehr schlecht.... Das macht mir angst...

Fabiola
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Beitragvon Fabiola » Do 7 Jan 2016 16:45

Guten Tag Gerbera

Es freut mich zu lesen, dass Ihr Vater die Operation gut überstanden hat und sich nun gut erholt.

Recherchieren im Internet kann hilfreich sein, aber auch Angst und Unsicherheit auslösen.
Metastasen oder Ableger sind Krebszellen die sich vom ursprünglichen Tumor ablösen und sich in anderen Körperteilen wieder ansiedeln und vermehren. Dies kann über die Blutbahn oder über die Lymphbahnen geschehen. Bei einer Operation werden oft auch Lymphknoten, die sich in der Nähe des Tumors befinden, entfernt und dann auf Krebszellen untersucht. So wurde es bei Ihrem Vater auch gemacht.
Die Operation selber verursacht jedoch keine Metastasen und verbreitet sie auch nicht.

Sie überlegen sich welche Heilungschancen Ihr Vater hat. Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Nicht immer ist eine Heilung möglich. Was aber nicht heisst, dass der Kranke nicht behandelt werden kann. Die heute zur Verfügung stehenden Therapien ermöglichen es vielen Patienten, trotz der Erkrankung und bei guter Lebensqualität weiterzuleben. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, mit dem behandelnden Arzt darüber zu sprechen.

Die deutsche Seite www.darmkrebs.de ist eine seriöse Internetseite und bietet viele hilfreiche Informationen. Haben Sie das Kapitel «Metastasen» angeschaut? Dort habe ich einen Satz gefunden, der Ihnen Hoffnung machen kann. Zitat: „Wenn zum Beispiel der Darmtumor gut und erfolgreich operiert wird und sich nur wenige Fernmetastasen in der Leber befinden, ist die Prognose nicht schlecht.“
Den gesamten Text finden sie hier: http://www.darmkrebs.de/frueherkennung- ... etastasen/

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Zeilen wieder ein wenig Zuversicht schenken.

Freundliche Grüsse

Fabiola
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Danke

Beitragvon Gerbera123 » Do 7 Jan 2016 19:42

Vielen dank für ihre ausführliche nachricht und den link!
Werde mich wieder melden.

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Folfox

Beitragvon Gerbera123 » Di 9 Feb 2016 20:15

Morgen startet die Chemo bei meinem Vater. Er bekommt die Folfox-Chemo. Kennt die jemand?
Es ist schade, dass in diesem Forum so wenig geschrieben und ausgetauscht wird...
Vor 1 Woche hatte er nochmals eine Darmspiegelung, da man die nicht richtig machen konnte als der Tumor noch drin war. Die Ärztin meinte, er habe grosses Glück gehabt, da sein Tumor ja riesig war und durch alle Schichten ging....
Jetzt weiss man dass er Krebszellen im Blut hat und die durch die Chemo bekämpft werden sollen.
Am schlimmsten finde ich die Unsicherheit, da man nicht weiss wie die Chemo wird und ob sie anschlägt...

Fabiola
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wie geht es Ihnen

Beitragvon Fabiola » Mo 29 Feb 2016 15:44

Guten Tag Gerbera

Seit Ihrem letzten Eintrag ist es nun wieder eine Weile her.

Wie geht es Ihnen und Ihrem Vater? Vielleicht möchten Sie uns mitteilen wie Ihr Vater die Chemotherapie bis jetzt ertragen hat.

Ihnen und Ihrem Vater wünsche ich alles Gute.

Freundliche Grüsse
Fabiola
Moderatorin

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Chemo

Beitragvon Gerbera123 » Di 15 Mär 2016 21:46

Guten Tag

Mein Vater hat jetzt 3 der 12 chemos hinter sich. Bis jetzt erträgt er sie gut! Er friert mehr und hat ab und zu ein kribbeln in den händen, füssen und in der zunge. Und manchmal müde oder aufgepeitscht. Aber es geht im eigentlich sehr gut! Wir sind sehr froh! Er meider menschenansammlungen wegen der infektionsgefahr, kommt uns aber in der chemofreien woche immer besuchen, da dies die woche ist in der es ihm jeweils besser geht. Bis jetzt sind wir sehr dankbar wie es ihm geht.

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Chemo

Beitragvon Fabiola » Mo 21 Mär 2016 16:00

Guten Tag Gerbera

es freut mich zu lesen, dass es Ihrem Vater den Umständen entsprechend gut geht.

Schön, dass Sie uns am Geschehen teilhaben lassen.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Vater alles Gute und würde mich freuen wieder mal etwas von Ihnen zu lesen.

Freundliche Grüsse
Fabiola
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... erste Schritte

Beitragvon Mrs. Meg » Mi 27 Apr 2016 21:44

Hallo Gerbera

Ich habe mich heute hier registriert.

Wir haben einen ähnlichen Weg vor uns - dass wir diesen vor uns haben, erfuhren wir Mitte dieses Monats. Mein Mann wurde vor paar Tagen erstmals operiert, d.h. er erhielt als erstes ein Stoma. Danach werden wir Chemo- und Strahlentherapie in Angriff nehmen und danach die eigentliche Operation, um den Tumor zu entfernen.

Schön, dass Du auch da bist.

Liebe Gruess, Mrs. Meg

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Hallo Mrs Meg

Beitragvon Gerbera123 » Sa 7 Mai 2016 19:45

Hoi Mrs Meg

Habe erst heute gesehen, dass du geschrieben hast.

Wie geht es deinem Mann und dir? Magst du erzählen, wie es genau aussieht? Tut mir sehr leid dass ihr das auch durchmachen müsst.

Mein Vater ist mitten in der Chemo. Er hat jetzt 6 (oder ?) hinter sich. Also die Hälfte. Am Anfgang ging es noch recht gut, aber mit jeder Chemo wurden die Nebenwirkungen stärker. Am schlimmsten ist es momentan mit dem Mund. Er hat alles voll Bläschen, auch die Lippen. Die Schmerzen sind teils so stark dass er kaum essen kann und auch der Geschmacksinn ist teilweise verloren. Sogar ein Glas Wasser mundet ihm nicht mehr. Wegen der Bläschen und der tiefen Thrombozytenwerte wurde die Chemo jetzt erstmals um eine Woche verschoben. (normalerweise alle 2 wochen). Damit er sich etwas erholen kann. Mein Vater will es so schnell wie möglich durchhaben und wenn es irgendwie geht nie verschieben.
Für mein Mami ist es natürlich auch schlimm, das alles so hilflos mit zu erleben.
Mein Vater ist noch bei einer die TCM macht, das hilft ihm auch.

Alles liebe und bis bald

Gerbera

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zu Hause

Beitragvon Mrs. Meg » Sa 7 Mai 2016 22:43

Hallo Gerbera

Wir - na ja, genau genommen er - sind seit gestern eeeendlich zu Hause. Das Stoma fòrdert jetzt endlich ohne Medis, aber immer noch sehr flüssig. Das Trinken und Essen fällt schwer, weil sich der Magen schon nach kleinen Mengen völlig überfüllt anfühlt und nichts mehr runter will ... MeinbSchatz gibt sich sehr Mühe, die nötige Menge runter zu bringen.

Danke vielmals für den Input mit fer TCM :-)

Wünsch Euch viel Kraft!

Liebs Grüessli vor Frou Meg

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Wie gehts?

Beitragvon Gerbera123 » Di 10 Mai 2016 19:37

Wie geht es euch? Etwas besser mit essen?
Warum wurde deinem Mann zuerst den Stoma gelegt vor der Tumorentfernung? Hat er viele Metastasen?

Alles Liebe! Gerbera

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Beitragvon Mrs. Meg » Di 10 Mai 2016 21:02

Liebe Gerbera

... leider war es eine kurze Freude. Wir rückten gestern am späten Nachmittag wieder ein. Eigentlich gingen wir zur Stomaberatung um einen Blasenkatheter einzusetzen, damit das Stoma wieder besser funktioniert. Zu dieser Zeit hat der Kreislauf meines Mannes nicht mehr mitgemacht und wir mussten auf die Notaufnahme und von dort wieder zurück auf die Station. Um Mitternacht waren wir dann dort. :-(

Heute wurde endlich das PET-CT gemacht. Auf die Auswertung müssen wir noch warten.

Im Laufe des Tages wurde entschieden, dass es morgen wieder eine OP gibt um in die Bauchhöhle zu schauen, was da los ist, warum der Darm nicht arbeiten kann/will. Wenn es ersichtlich ist, wird dies gleich gemacht.
Ich wünschte es wäre schon vorbei. Ich vermiss meinen Mann sehr und es ist zerreissend zusehen zu müssen, wie er leidet und nichts tun zu können. Die Därme sind so voll ? und Luft, dass auch stärkere Schmerzmittel kaum mehr Linderung bringen. So gesehn bin ich froh, dass dies morgen angeganen wird.

Vor einer halben Stunde kam ich vom Spital nach Hause und hoffe, bald schlafen zu können.

Liebi Grüessli vor Frou Meg

ups - fast vergessen...
Das Stoma wurde gemacht, damit es während der Chemo- und Strahlentherapie keinen Darmverschluss gibt, da der Tumor schon jetzt nicht mehr viel offen lässt und die Gefahr während der Therapie besteht, dass er dann ganz verschliessen würde.


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