Angst vor Diagnosenbestätigung


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Benjamin097
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Angst vor Diagnosenbestätigung

Beitragvon Benjamin097 » Mi 10 Apr 2024 12:24

Hey liebe Menschen,
ich hoffe es geht euch und euren Familien soweit gut.
Mein Name ist Benni und ich bin aktuell 27 Jahre jung.


Alles fing bei mir nach einer durchstandenen pfeifferischen Drüsenfieber Infektion vor etwa 2 Monaten an.
Ich bemerkte ungefähr 2 Wochen nach dieser Infektion eine kleine Erbse/Schwellung an einen meiner Lymphknoten hinten am Hals/Nacken, quasi eine Schwellung des Lymphknoten.
Diese ist bis heute gegeben und auch begleiteten/begleiten mich seitdem bereits mehrere Symptome welche mich so extrem beängstigt haben teilweise aber dazu komme ich gleich.

Ich war natürlich bereits deshalb bei meiner Ärztin und diese machte ein Blutbild.
Dort kam dann raus, dass meine Lymphozyten leicht erhöht sind sowie auch meine Leberwerte.
Meine Hausärztin überwies mich daraufhin an eine Hämatologin wo ich am 26.03 zum ersten mal auch war.

An dem Tag wo ich dort war musste ich Blut abgeben und es wurde ein Ultraschall gemacht.
Was im Blut sowie beim Ultraschall rauskam erfahre ich erst zum 19.04, dort muss ich erneut zum Hämatologen und habe dort dann das erste mal ein Gespräch mit der Ärztin selbst.
Es scheint jedoch als würde die Ärztin (Hämatologin) selbst erstmal keine bösartigkeit sehen bzw. nicht davon ausgehen weil ich fragte die Schwestern ob man sich meldet bei mir falls etwas auffällig ist und sie brachten mir entgegen dass sie dies aufjedenfall tun würden.

Auch fragte ich aber circa 4 Tage nachdem ich dort war im Sekräteriat an wie es sich verhält, ob man was zum Befund sagen kann und darauf wurde mir entgegengebracht, dass die Ärztin sowohl Labor als auch Ultraschall gesichtigt hat, aber keine Dringlichkeit darin sieht und es somit beim geplanten Termin am 19.04 bleibt was mich natürlich aufjedenfall schon mal beruhigt hat.

Ich habe bei der Sache aber dennoch irgendwie schon noch Zweifel bzw. auch Ängste und Sorgen eben aufgrund vorallem auch meiner Symptome und generell weil ich auch bereits gelesen hatte, dass man um Lymphdrüsenkrebs wirklich felsenfest ausschliessen zu können, eine Gewebsentnahme machen sollte und dies ist bisher ja nicht geschehen und auch weiß ich nicht ob meine Ärztin (Hämatologin) dies überhaupt in Angriff nehmen möchte.

Ich kann mich halt irgendwie gar nicht freuen darüber, dass im Blut wohl erstmal nichts dringliches/böses gefunden wurde weil ich auch gelesen habe, dass bei vielen die Lymphdrüsenkrebs hatten, vorher auch nichts auffällig war im Blut und sich das ganze erst mit der Gewebsentnahme herausgestellt hat.

Wobei meine Hausärztin meinte, dass die beim Onkiologen/Hämatolgen eine spezielle Maschine fürs Blut prüfen nutzen wo die weißen und roten Blutkörperchen perfekt dargestellt werden im Vergleich und man anhand dessen schon viel dazu sagen kann, was meint ihr dazu?

Ich kann halt irgendwie nicht glauben das alles gut sein soll weil ich mich wirklich nicht danach fühle und ich kenne meinen Körper sehr gut.

Ich habe halt seitdem ich diese Erbse/Schwellung bemerkt habe verschiedene Symptome die komischerweise auch auf Lymphendrüsenkrebs passen könnten.

Ich hatte die letzten Wochen/ Monate nach dem Drüsenfieber immermal wie Fieberschübe grundlos.
Meine Temperatur war dann einfach immer von jetzt auf gleich über 38 grad, dies war kurzzeitig, nie konstant.
Zudem hatte ich eine zeitlang Beinschmerzen, vorallem in den Waden gehabt, welche sich nur mit Wärme beruhigen ließen, diese aber sind bereits wieder verschwunden.

Generell hatte ich auch schon ganz komische Knochenschmerzen, vorallem in den Armen welche ich vorher auch nie so hatte, welche aber auch bereits verschwunden sind.

Zudem hatte ich auch bereits öfter eine Art Schweißattacken wo ich aus dem Nichts pitschenass unter den Achseln war, mitten am Tag in verschiedensten Situationen, dies aber hat sich bisher auch nicht wieder ergeben und ist verschwunden.

Was mich aktuell aber plagt sind vorallem Nacken/Schulterschmerzen und auch irgendwie habe ich immer das Gefühl, ich habe Kopfschmerzen bzw. verspüre ich eine Art Druck oder bzw. eine Art Spannungskopfschmerz.
Zudem tut mein Lymphknoten welcher geschwollen ist bei einigen Bewegungen bzw. bestimmten Positionen drücken, es fühlt sich an als wäre dort etwas was dort nicht hingehört, unangenehm druckvoll.

Ich habe außerdem in letzter Zeit eine Art Brustschmerzen, aber nicht konstant sondern nur in manchen Bewegungsabläufen bzw bestimmten Positionen.

Zudem habe ich die letzten Abende im Bett immer eine Art Juckreiz, aber nur ganz leicht, bekommen.
Einige Stellen meines Körpers fingen an zu kitzeln so dass ich das Bedürfnis bekam, kurz zu jucken, es war aber nie so schlimm, dass ich nicht mehr aufhören konnte oder generell mich komplett wund gekratzt habe.
Generell habe ich das gut im Griff gehabt und es hat mich nie überkommen bzw. war auch nicht aggresiv.

Was ich seitdem auch bemerkte ist eine Art ganz minimaler, kleiner Ausschlag knapp vor meiner Schulter, es sind wie kleine roten Pusteln, wirklich nicht viele, vielleicht 4-5 verteilt, kam mir jedenfalls auch komisch vor weil ich dies mir nicht erklären kann.

Also ihr merkt schon, eine ganze Palette komischer Symptome welche ich zuvor nie hatte.
Vorallem wie bereits geschrieben, passen all diese auch auf Lymphdrüsenkrebs und wenn man jetzt noch dazu bedenkt, dass dies auch erst so ist seit ich diese Erbse, wie es eben auch bei so Sachen wie Lymphdrüsenkrebs anfängt, vorhanden ist macht mir dies schon richtige Angst.

Das mir niemand eine Diagnose geben kann, dessen bin ich mir bewusst.
Ich möchte einfach gern Rat bzw. mich austauschen dazu.

Was meint ihr dazu? Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und könnte dazu was sagen?

Meint ihr, ich sollte meine Hämatolgin darauf ansprechen bezüglich der Gewebsentnahme?

Was mache ich wenn sie dies nicht für nötig hält?
Auch daran habe ich nämlich schon gedacht weil wenn sie im Blut oder Ultraschall für sie nichts bösartiges erkennt wer weiß ob sie überhaupt eine Gewebsentnahme begünstigt?

Ich mach mir einfach irgendwie Sorgen dass das ganze unter den Tisch gekehrt wird wie ja ist ja nicht so wild, ist ja nichts böses zu sehen weil ich selbst fühle mich halt teilweise wirklich wie Müll und weiß halt, dass irgendwas nicht stimmt.

Ich bin dankbar für all eure Nachrichten und wünsche euch nur das beste!

Gottes Segen!

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Re: Angst vor Diagnosenbestätigung

Beitragvon admin » Mo 15 Apr 2024 16:42

Lieber Benjamin097

Danke für dieses ehrliche Teilen. Ich bin Moderatorin des Forums und melde mich zu Wort, da bislang noch keine Nachricht eingegangen ist. Sie hatten vor kurzen eine Infektion mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber, welches auf verschiedene Arten Auswirkungen und Folgen haben kann. Eine Erbsengrosse Schwellung eines Lymphknotens wird nun durch die Hämatologin abgeklärt. Sie erleben momentan eine Zeit des Wartens und der Ungewissheit. Die Angst vor einer möglichen Diagnose mit Krebs ist spürbar. Sie wissen, dass eine Diagnosestellung hier nicht möglich ist. Die Ängste zu teilen, kann aber erleichternd sein. Ich bin froh, dass Sie am 19.4.24 den nächsten Termin bei Ihrer Hämatologin haben. Sie wird Ihnen die Resultate erklären und die nächsten Schritte besprechen. Ich möchte Sie ermutigen, Ihre Gefühle und Ihre Bedenken zu äussern und bei Ihrer Ärztin anzusprechen. Dies auch in Bezug auf die Biopsie. Es ist wichtig, dass Ihre behandelnde Ärztin ihre Ängste kennt. Wenn Sie bis zu Ihrem Termin froh um ein Gespräch wären, sind wir Fachberater: innen vom Krebstelefon gerne für Sie da. Sie können uns von Montag bis Freitag von 10.00-18.00 Uhr per Telefon, Chat oder Mail erreichen. Ich drücke Ihnen für Ihr Gespräch die Daumen und hoffe von Ihnen zu hören.
Ich wünsche Ihnen viel Mut und Zuversicht für die kommende Zeit.

Alles Liebe
Katja

Moderatorin und Fachberaterin Krebstelefon

Benjamin097
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Re: Angst vor Diagnosenbestätigung

Beitragvon Benjamin097 » Sa 20 Apr 2024 10:53

Liebe Katja,
es freut mich sehr, dass du geantwortet hast.
Danke für den ausführlichen Kommentar.


Ich möchte dir gerne antworten da ich ja gestern auch beim Termin war.
Ich möchte gern deine Meinung dazu erfahren.

Also meine Hämatologin schilderte mir, dass im Blut selbst kein Indiz auf bösartiges zu sehen ist.
Sie brachte mir entgegen, dass sie täglich mit Patienten die an Lymphdrüsenkrebs oder auch Leukämie erkrankt sind, zu tun hat und die Blutbilder bei denen ganz anders als bei mir aussehen.
Natürlich hat mich das irgendwo beruhigt aber irgendwie habe ich dennoch Sorge bzw. weiterhin Unruhe deshalb gehabt aufgrund meiner Symptomatik halt eben auch bzw meines Zustandes da ich mich alles in allem echt nicht so super fühle, im Gegenteil.

Was sagst du dazu Katja? Würdest du darauf vertrauen?
Mein Problem ist halt, ich hab mich halt verunsichern lassen von einigen Patienten, bzw. deren Erfahrungsberichte mit Lymphdrüsenkrebs.
Einige schrieben halt, dass erst mit einer Gewebsentnahme festgestellt wurde, dass sie Lymphdrüsenkrebs haben.
Meine Hämatologin meint, es sei nicht nötig eine Gewebsentnahme zu machen bzw. sieht sie keinen Anhaltspunkt dazu.
Ich habe sie mehrfach danach gefragt weil ich halt auch Angst habe, dass ich vielleicht doch irgendwie was in der Art haben könnte und dies jetzt unentdeckt bleibt.

Was ist deine Meinung dazu?

Zudem machte meine Hämatologin auch gestern nochmal ein Ultraschall und schickte mich im Anschluss davon nochmal ins CT wo von meinem Hals bis zu meinem Bauch alles überprüft bzw geröngt wurde.

Sie brachte mir bezüglich des Ct‘s entgegen, dass sie merkt, dass ich immer noch beunruhigt bin und sie mich deshalb nochmals ins Ct schickt damit ich mehr Sicherheit erlange.

Sollte da etwas sein meldet sie sich direkt und wenn nichts dringliches ist, sehe ich sie am 29.4 wieder zur Auswertung vom CT.


Findest du das Ct war eine gute Entscheidung?
Ich persönlich finde es gut und hoffe, dass darauf erkennbar wäre, wenn ich irgendwas hätte, an sich wird dort ja alles gesehen, oder?

würde mich über eine Rückmeldung deinerseits freuen,
wünsche ein schönes Wochenende!


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