Mundhöhlenkarzinom erkennen


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zeppelin123
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Mundhöhlenkarzinom erkennen

Beitragvon zeppelin123 » Mi 5 Sep 2018 22:03

Guten Tag,

vielen Dank, dass Sie diesen Service anbieten.

Meine Fragen:
1. Erkennt ein Zahnarzt ein Mundhöhlenkarzinom wenn er auf die entsprechende Stelle hingewiesen wird?
2. Würden Anomalien beim Röntgen der Stelle aufallen?
3. Streut ein Karzinom der Mundhöle derart, dass an mehreren Stellen im Mund offene Stellen/geschwüre auftreten?
4. Könnte Krebs (oder eine der Vorstufen) durch Pyralvex entfernt werden? Damit meine ich nicht geheilt oder behandelt werden sondern ob eine der auffälligen Stellen durch die Behandlung "verschwinden" könnte.

Wenn sie mir rasch antworten könnten wäre ich Ihnen unfassbar dankbar!

Cornelia
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Re: Mundhöhlenkarzinom erkennen

Beitragvon Cornelia » Mo 10 Sep 2018 14:56

Guten Tag

Sie möchten wissen, wie ein Mundhöhlenkarzinom erkannt werden kann. Bitte beachten Sie, dass das Krebsforum kein ärztlicher Dienst ist. Wir stellen keine Diagnosen und empfehlen auch keine Therapien. Unsere Beratung ergänzt das Angebot Ihres Behandlungsteams, ersetzt dieses aber keinesfalls.

«Die meisten Karzinome der Mundhöhle entwickeln sich aus einer so genannten Präkanzerose. Das ist ein Vorstadium von Mundhöhlenkrebs. Meist bildet sich auf der Mundschleimhaut ein weisser, nicht wegwischbarer Fleck (Leukoplakie) oder eine rötliche, unscharf begrenzte Veränderung der Schleimhaut (Erythroplakie). Es ist möglich, dass mehrere Stellen der Mundschleimhaut betroffen sind.

Die Diagnose einer Präkanzerose oder eines Mundhöhlenkarzinoms kann erst nach Ausschluss anderer möglicher Ursachen der Schleimhautveränderungen gestellt werden. Dazu sind etliche diagnostische Schritte nötig. Unter anderem wird auch ein Röntgenbild angefertigt zur Erfassung entzündlicher Ursachen, die vom Knochen ausgehen. Nur aufgrund einer Gewebeprobe (Biopsie) kann bestimmt werden, ob es sich um eine Präkanzerose handelt und wie weit diese fortgeschritten ist. Wenn innerhalb von zwei Wochen nach Behandlung einer anderen möglichen Ursache eine Rückbildung der Gewebeveränderung erkennbar ist, kann auf eine Biopsie verzichtet werden.»
Pyralvex ist laut Herstellerangaben wirksam gegen akute und chronische Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Das Medikament ist nicht zugelassen für die Behandlung von Krebs. «Es ist möglich, dass eine überlagerte Schleimhautentzündung durch die medikamentöse Behandlung ausheilt und dadurch eine teilweise Rückbildung bei bösartigen Gewebeveränderungen vorgetäuscht werden kann.»
Ich empfehle Ihnen, möglichst bald Ihren Zahnarzt / Ihre Zahnärztin zu konsultieren. Er / sie wird die nötigen diagnostischen Schritte einleiten und Sie bei Bedarf an eine spezialisierte Klinik oder Praxis überweisen.

«Tabak und Alkohol gelten als Hauptrisiken für Mundhöhlenkarzinom»; sie reizen die Schleimhaut. Es ist wichtig, trotz der schmerzenden Schleimhautveränderungen auf eine gute Mundhygiene zu achten und bei Bedarf eine besonders weiche Zahnbürste und eine milde Zahnpaste zu verwenden. Häufiger als Mundhöhlenkarzinome sind andere, harmlosere Ursachen von Schleimhautveränderungen (beispielsweise Verletzungen oder wiederkehrende Aphten oder andere Formen der Schleimhautentzündung). Eine ausgewogene Ernährung schützt vor einem Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, der ebenfalls schmerzhafte Veränderungen der Mundschleimhaut verursachen kann.

Quelle: Datenbank des Deutschen Krebsforschungsdienstes Heidelberg, Text 2278, 6.9.18.

Freundliche Grüsse

Lilian
Moderatorin


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