ev. krebs???


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fragezeichen
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ev. krebs???

Beitragvon fragezeichen » Di 15 Jun 2010 10:14

hallo ihr wissenden, leidenden und hoffenden! achtung: sehr langer text, aber ich bitte euch, ihn zu lesen, denn ich brauche dringend hilfe! danke!

ich habe eine spezielle leidensgeschichte und viele fragezeichen und hoffe, dass ihr mir mit euren erfahrungen weiterhelfen könnt :-)

ich habe seit ca. 9 monaten sich zu sehr extremen!!! schmerzen steigernde beschwerden im knie und darüber/darunter liegenden regionen. in letzter zeit verspüre ich auch noch massive nackenknochen - irritationen.

der schmerz im knie war zu beginn sporadisch. alle paar tage mal bei kurzen bewegungen wie bücken und gleichzeitiger belastung hatte ich etwas schmerzen im knie. dachte mir, es sei ev . wegen der belastung. nach kurzer zeit waren die schmerzen dann fast täglich und ich spürte sie bald, nachdem ich ca. 20 minuten spazierte auf relativ ebenem unproblematischem gelände. und wieder kurze zeit später, setzten die schmerzen vor 20 minuten ein und bald spürte ich die schmerzen fast bei jedem schritt. es breitete sich aus in die waden, kniekehle, hintere oberschenkelgegend. den schmerz empfand ich als klemmend, brennend und ein knöcherndes rumoren in einer seite vom knie (will heissen, nicht im zentrum vom knie, sondern etwas seitlich, aber trotzdem mit dem gefühl, es sei ein knieknochen)sorry, etwas schwierig zu beschreiben...

man machte bald einmal ein mri und fand eine zyste mit "mehrfachen kompartimenten" und eine ganz geringe knorpelabnutzung. all das wurde von den ärzten als relativ harmlos bezeichnet und nicht als grund für diese schmerzen verantwortlich gemacht. so tippte dann ein arzt auf "sehnenentzündung" und verschrieb ein physiotherapie. das half überhaupt nicht. nahm medis wie ibuprofin gegen entzündung, starke mengen, doch nichts nahm meine schmerzen. sie steigerten sich zunehmend.

mangels vertrauen bez. diagnose und damals schon sehr starke schmerzen ging ich in den notfall eines spitals und bat , mich nochmals zu untersuchen. ev. sei ja eine tiefliegende beintrombose die ursache... man prüfte die nerven, sensibilität, untersuchte das blut auf entzündung und machte noch einen ultraschall. resultat: keine entzündung vorhanden, keine vene oder arterie verstopft, lediglich eine bakerzyste mit mehreren kompartimenten. es wurde wieder gesagt, dass diese zyste (ca. 4,5 cm) kaum der grund für schmerzen sei.

kurze zeit später versuchte ich es bei einer anderen ärztin , die meine schmerzen mit elektroden verringern wollte. es nützte praktisch nichts. wurde an einen kniespezialisten verwiesen, der nochmals das mri anschaute, mich abtastete und übungen machen liess. sein griff, je nach stelle, verursachte sehr extreme schmerzen. er ging aber nicht wirklich darauf ein, sagte nur, das sei direkt bei einer sehne. er taxierte die zyste auch als harmlos und meinte, das knie sei intakt.

die zeit verging, schon ziemlich verzweifelt, schmerzen bereits seit einigen monaten. ging zu einer anderen ärztin, die nochmals ein mri machte. oh wunder, es wurde keine zyste mehr gefunden, - jetzt sagte man, es sei ein reizerguss und eine geringe knorpelabnutzung. und machte ein gewöhnliches röntgenbild der knochen. darin fand sie nichts.sie verschrieb mir physiotherapie zur stärkung der oberschenkelmuskulatur was zur stabilisierung des knies beitragen soll.

die physiotherapeutin machte eine lymphdrainage, um den reizerguss im knie rauszusühlen. das verstärkte die schmerzen noch zusätzlich! sie sagte, ev. gründen die schmerzen auf venen/arterien-probleme. für sie war diese reakton nicht normal. also wieder keinen schritt weiter!

darauf wurde noch ein mri der diskushernie gemacht, um ein nervenproblem auszuschliessen. wie erwartet alles in ordnung.

die ärztin tastete meinen hüftknochen noch ab, da spürte ich wahnsinnige schmerzen, die mir erst seit ihrem abtasten so stark auffielen. sie machte eine spritze mit kortisongemisch. die nahm die schmerzen nicht. seither habe ich viel mehr schmerzen an dieser stelle. das war vorhin nicht so. sie machte noch ein röntgenbild davon. anscheinen soll alles in ordnung sein.

die meinung herrscht allgemein von verschiedenen ärzten, dass ganz sicher kein tumor vorhanden sei, WEIL MAN MIT EINEM MRI ALLES SÄHE!

so, nun frage an euch wissenden und erfahrenen: wie hat man euren krebs rausgefunden? wie habt ihr eueren schmerz bemerkt und wie hat es sich entwickelt?wie schätzt ihr meine geschichte ein?

zum jetzigen zeitpunkt: ich benötige ca. 4 x 20 novalgin-tropfen pro tag, die knapp für ca. 3 std. den schmerz lindern, aber nicht ganz reduzieren. ich bin ausserstande einen schmerzfreien schritt zu machen. auch im sitzen sind die schmerzen z.t. extrem!!! es sind zum tei schmerzspitzen wo es mir übel wird davon! in der letzten zeit habe ich oft kopfschmerzen, obwohl ich zu den leuten gehören, die normalerweise nicht dazu neigen. bin total verzweifelt, weil ich die schmerzen kaum mehr ertrage (!!!) und auch keine diagnose vorhanden ist!!! ich frage mich langsam, ob ich ein opfer der medizinischen sparmühle bin und niemand es für nötig hält , wirkliche hilfe zu leisten und mich nicht ernst nehmen will. habe meine schmerzen schon x - mal beschrieben. und bin jemand, der sich mündlich einigermassen verständlich ausdrücken kann. so starke schmerzen zu haben und nicht wissen weshalb ist eine extreme nervliche belastung!

bei solch starken, unvorstellbaren schmerzen kann ich mir nur noch krebs vorstellen. alles sogenannt harmloses fällt weg. ich habe fast immer schmerzen, ausser manchmal wenn ich schlafe. das ist kein leben mehr so!

kann mir jemand einen guten onkolgen empfehlen, der einen ernst nimmt und den man konsultieren kann, ohne von einem anderen arzt überwiesen zu werden? (deutschschweiz, region zürich)bin allgemein versichert.

der nacken macht auch schmerzhafte , komische faxen bei banalen bewegungen, wo ich bald angst habe, dass ich ihn mir brechen könnte.

sorry, elend langer text. aber ich hoffe sehr auf eure nützlichen , ernstgemeinten tipps!

aitangi
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Chronische Schmerzen

Beitragvon aitangi » Do 17 Jun 2010 15:40

Hallo

Deine Zeilen haben mich betroffen gemacht. Ich kann Deine Verzweiflung gut verstehen. Schmerzen zu haben, und niemand findet die Ursache, das ist zermürbend.
Ich arbeite als Pflegefachfrau Onkologie und kenne mich mit Krebskrankheiten recht gut aus. Die starken Schmerzen müssen nicht unbedingt ein Zeichen von Krebs sein. Da Du schon einige MRI hattest, denke ich, hätte man sicher gesehen, wenn irgendwo Krebszellen vorhanden wären.
MRI’s sind wichtig, geben aber nur einen Teil des Bildes ab, Schmerzen kann man darauf (noch) nicht erkennen. Leider ist es aber so, dass noch nicht für alle Schmerzen die Ursachen bekannt sind. Oft kommt es vor, dass auch starke Schmerzen, nicht einzuordnen sind und somit auch keine Diagnose gestellt werden kann. In solchen Fällen bleibt nichts anders übrig, als verschiedene Behandlungsmethoden auszuprobieren und abzuwarten, ob diese auch wirken. Deine Therapie mit Novalgin ist so eine Behandlungsmöglichkeit, aber es hilft lediglich die Schmerzen zu lindern.

Vielleicht könnte man Dir in einer Schmerzklinik weiterhelfen. Unter
http://www.pain.ch/wir-uber-uns/mitglie ... ebsite.xls
findest Du Adressen von Schmerzkliniken in der Schweiz. Dort kennt man verschiedene Behandlungsmethoden wie z.B. Entspannungsübungen, Kognitive Therapien (helfen mit dem Schmerz besser umzugehen), Verhaltenstherapien usw.

Du schreibst auch, dass Du zu einem Physiotherapeuten gegangen bist. Hat er Dir auch Dehnübungen gezeigt? Das Dehnen kann helfen verspannte Strukturen zu lockern. Unter
http://www.orthopaedie-zentrum.at/filea ... ik/ZOR.pdf hast Du einige Übungen zum ausprobieren. Vielleicht bringen sie eine Linderung.

Ich wünsche Dir, dass Du bald eine geeignete Therapie findest und Dich wieder ohne Schmerzen bewegen kannst.

Gruss
aitangi

fragezeichen
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weisser "bolle" im mri

Beitragvon fragezeichen » So 20 Jun 2010 10:21

danke aitangi für deine antwort!

hatte jetzt nochmals eine besprechung mit meinem hausarzt. ich beschrieb ihm nochmals meine extremen schmerzen. beim vorherigen termin habe ich ihm noch die mri bilder mitgebracht. die hat er selbst nicht angeschaut gehabt, sondern sich auf den beschrieb vom spital verlassen.

jetzt hat er offenbar die bilder nochmals angeschaut und hat bei der jetztigen besprechung ein bild davon separat auf ein weisses kärtchen geklebt. es zeigt einen weissen "bollen".

dieser bolle wurde schon mal von einem kniespezialist gesehen. der sagte, diese stelle verstehe er nicht ganz, ob ich denn mal gestürzt sei. das verneinte ich wahrheitsgemäss. er ging nicht weiter darauf ein, hielt sowieso alles für harmlos. fühlte mich dort gar nicht ernst genommen.

aber zurück zum hausarzt, der hatte also genau dieses bild auf ein kärtchen geklebt und auf seinen schreibtisch inmitten all diesen arztberichten. ich dachte, er werde sicher noch darauf eingehen. aber er erklärte mir den borreliosetest, der gemacht wurde mit negativem befund, d. h. kein befund, und die allgemeine blutuntersuchung etc. und irgendwann musste er abbrechen aus zeitgründen.

bevor er das bild gesehen hatte, war er der überzeugung, dass es nichts ist. aber jetzt sagte er ein satz mit den worten: "egal was da rauskommt, sei es bösartig oder gutartig..." und dann begann eine schmerzbehandlungstheorie. das bild auf dem kärtchen und seine formulierung zeigen mir, dass auch er am zeigen mir, dass er nicht mehr ganz sicher ist. er sagt , dass es sachen gibt , die man nicht herausfindet...(meine meinung: mit dem mri sind noch lange nicht alle möglichkeiten ausgeschöpft!)

ich werde durch eine andere ärztin noch zu einem neurologen verwiesen. danach , ich habe es dem hausarzt vorgeschlagen, macht man ev. eine szintigraphie.

ich habe hier im forum einen bericht gelesen von einer person (finde ihn nicht mehr), dass bei ihr/ihm mri, ct, etc. versagt haben. erst ein "tumormarker" den befund ergab.

auch ich selbst habe ein beispiel der vergangenheit am körper, dass man mit mri nicht alles sieht. seit einem sturz blockiert blockiert ab und zu ein gelenk, den schaden hat man nicht gesehen mit mri und üblichem röntgenverfahren.

deshalb bin ich sehr skeptisch!!! ABER ICH STELLE FEST, DASS ICH EXTREM KÄMPFEN MUSS, DAMIT ÜBERHAUPT MITTELS WEITEREN VERFAHREN GESUCHT WIRD! obwohl, ein kleiner hinweis im mri schon existiert, WENN MAN ES GENAU NEHMEN WÜRDE!!

diese unsicherheit belastet mich psychisch jetzt langsam extrem und um diese belastung endlich loszuwerden, möchte ich am liebsten in die onkoligische abteilung in einem spital , um wirklich seriös abklären zu lassen!! ABER WIE KANN ICH DAS ERREICHEN? wenn niemand richtig hinschauen will!

und diese schmerzen sind so extrem, dass ich das novalginfläschchen fast in einem schluck leertrinken könnte. es reicht überhaupt nicht mehr, die schmerzen zu bekämpfen!

Danke fürs lesen :-)

Levira
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Gruss an fragezeichen!

Beitragvon Levira » Mi 28 Sep 2011 16:03

Hallo fragezeichen!

Viel Zeit liegt zwischen Deinen Fragen und diesen Zeilen!
Wie ist es Dir in der Zwischenzeit ergangen?
Ich hoffe, es wurde bei Dir endlich etwas gefunden, Du wurdest richtig behandelt und es geht Dir wieder gut!

Liebe Grüsse
Levira


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