Knochenmetastasen nach Lungentumor


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latid
Beiträge: 3
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Knochenmetastasen nach Lungentumor

Beitragvon latid » Di 1 Mär 2022 14:10

Hallo allerseits,

Ich bin etwas verzweifelt und suche gleichgesinnte oder erfahrene die mich evtl. etwas aufmuntern.
Mein Vater hatte einen Tumor in der Lunge, der wurde ihm am Weihnachten 25.12.2021 operativ entfernt (Lungenpneukemie). Also die linke Lungenhälfte wurde entfernt. Wir hatten sehr viel Hoffnung, dass es damit erledigt sei. Nun ist leider bei der PET rausgekommen, dass er Tumor bereits in den Knochen gestreut hat und auch in beiden Nebennieren.

Er hat gestern erneut mit der Chemo angefangen. Es ging ihm bis letzten Donnerstag sehr gut, seine Onkologin hat ihn aber dazu gedrängt die Booster Impfung zu nehmen. Dieser hat bei ihm Husten ausgelöst und dieser Husten hat bereits zwei Knochenbrüche verursacht. Nun hat schmerzen und hat diverse Schmerzmittel bekommen. Hat natürlich Appetitlosigkeit und die Ärzte haben angst, dass er eine Lungenentzündung bekommt. Da er ja nur die einte Lungenhälfte hat, wäre das dramatisch, zudem könnten dann die Chemotherapien nicht weitergeführt werden.

Hat jemand Erfahrung damit? Können die Knochenbrüche gestoppt werden? Können die Metastasen verschwinden? Die Chemotherapie hat beim Primärtumor sehr gut angeschlagen der wurde so weit verkleinert, dass man ihn fast nicht mehr sah. Man hat bei ihm aber dann mit der Immuntherapie angefangen und durch die Immuntherapie wurde er wieder grösser.
Man will bei ihm auch die XGEVA Spritze geben, leider hat er aber 6 Zähne die gezogen werden müssten. In seinem Zustand ist das jedoch im Moment unzumutbar. Hat das jemand schon alles durcherlebt und es ist doch alles gut gekommen?

Mein Vater wird übrigens anfangs April 67 Jahre alt.

Liebe Grüsse
Lati

Carlita
Beiträge: 3
Registriert: Mi 7 Apr 2021 16:11

Re: Knochenmetastasen nach Lungentumor

Beitragvon Carlita » Mo 14 Mär 2022 16:48

Hallo Lati

Da seit längerer Zeit niemand auf deine Fragen geantwortet hat, tue ich dies als Moderatorin gerne.

Dein Vater hat die Diagnose Lungentumor, wobei eine Lungenhälfte operativ entfernt werden musste. Ihr hattet grosse Hoffnung, dass mit der Operation alles überstanden ist. Leider hat der Tumor in die Knochen und in andere Organe (Nebennieren) gestreut. Ich kann mir vorstellen, dass diese Tatsache eine enorme Belastung für dich, deinen Vater und die ganze Familie darstellt. Gut, dass du dich im Forum gemeldet hast, um deine Erfahrungen mit anderen Betroffenen und Angehörigen zu teilen.

Seit deinem Beitrag ist inzwischen einige Zeit vergangen. Wie es deinem Vater wohl heute geht? Ich hoffe, dass dein Vater eine Lungenentzündung umgehen und die Chemotherapie weitergeführt werden konnte.

Gerne gehe ich untenstehend auf deine Fragen ein. Wir sind kein ärztlicher Dienst, können dir jedoch spezifische Fachinformationen weitergeben.

Betreffend dem Stoppen von Knochenbrüchen: Sobald ein Knochen gebrochen ist, kann dies nicht rückgängig gemacht werden. Der Heilungsprozess dauert seine Zeit und gerade beim Husten oder bei körperlicher Aktivität können Knochenbrüche sehr schmerzhaft sein. Wichtig ist, dass dein Vater gut eingestellt ist mit den entsprechenden Schmerzmedikamenten. Es empfiehlt sich, nach Absprache mit dem medizinischen Behandlungsteam, allenfalls die Dosis anzupassen und zu erhöhen, bis die Knochenbrüche geheilt sind. Auch Knochenmetastasen können Knochenbrüche verursachen.

Auf deine Frage, ob Metastasen wieder verschwinden können: Es kann tatsächlich möglich sein, dass Metastasen wieder verschwinden. Wir vom Beratungs- und Informationsdienst sind kein ärztlicher Dienst und können deshalb keine Prognosen stellen. Sprich mit dem Behandlungsteam deines Vaters. Möglicherweise kann dir dieses Anhaltspunkte zu deiner Frage geben.
Auch lohnt es sich, gemeinsam mit dem medizinischen Behandlungsteam deines Vaters zu besprechen und abzuwägen, in welcher Phase der Therapie ein guter Zeitpunkt wäre, um die Zahnbehandlung zu machen zu lassen.

Mit der XGEVA-Spritze sollte bei Problemen mit den Zähnen oder Mundraum zugewartet und erst nach der Zahnbehandlung begonnen werden, wie du und dein Vater sicherlich bereits informiert wurden. Durch die XGEVA-Spritze sollen u.A. Komplikationen durch Knochenmetastasen minimiert werden.

Nun hoffe ich, dass sich doch noch Angehörige oder Betroffene bei dir im Forum melden, um Ihre Erfahrungen mit dir zu teilen.

Du hast auch die Möglichkeit, deine ursprünglichen oder neuen Fragen nochmals an Dr. med. Büche der aktuellen Expert:innensprechstunde zum Thema Palliative Care & Schmerzbehandlung. zu stellen. Somit hättest du eine zusätzliche Antwort aus ärztlicher Perspektive.

Dir, deinem Vater und der ganzen Familie wünsche ich viel Kraft für die kommende Zeit.

Liebe Grüsse

Carla

Moderatorin

makugiha
Beiträge: 1
Registriert: Di 21 Dez 2021 18:53

Re: Knochenmetastasen nach Lungentumor

Beitragvon makugiha » Mo 21 Mär 2022 19:04

hallo miteinander
endlich hat`s geklappt mit einloggen. Ich habe viele Fragen:
meine Situation: ich bin 65 und habe seit 4 Jahren Lungenkrebs, nicht- kleinzellig,
mit vielen Metastasen, auf Leber, Nieren, im Hirn und auf Knochen, z.B. Rückgrat.
habe schon einige Chemos und viele Bestrahlungen hinter mir.

wenn ich einen Job möchte, bin ich nicht sicher: gebe ich meine Krankheit an, kriege ich den Job nicht,
also gebe ich sie nicht an, dann kann ich arbeiten, wäre aber, soviel ich weiss, verpflichtet, meine
chronische Krankheit anzugeben. Wie machen das andere?

liebe Grüsse von Maku

latid
Beiträge: 3
Registriert: Di 1 Mär 2022 13:57

Re: Knochenmetastasen nach Lungentumor

Beitragvon latid » Di 3 Mai 2022 12:40

Hallo @makugiha

Das tut mir sehr leid für Dich. Ist bei Dir der Muttertumor schon entfernt worden?
Nicht böse gemeint, aber wieso sucht man mit 65 Jahren noch einen Job? Wird man da nicht pensioniert?

Zurück zu den Metastasen, welche Behandlung hast Du aktuell? Noch Chemo?
Mein Vater hatte zwei Rippenbrüche, welche wieder i.O. sind. Eine Metastase im Becken wurde ausgeschabt und es wurde ein künstlicher Knochen eingesetzt (oder so etwas). Aktuell werden die schmerzhaften stellen bestrahlt. Nun wird zudem in einem anderen Spital noch die Molekulare Diagnose gemacht. Wir hoffen das dieser Postiv kommt, da anscheinend dafür sehr gezielte und wirksame Therapien gegeben sind. Am 18.05.2022 haben wir das Ergebnis und die Sprechstunde.

Hat jemand Erfahrung mit der Molekularen Diagnose und den Therapien?

Grüsse
latid


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