Angst vor Speiseröhrenkrebs wegen Reflux


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grim
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Angst vor Speiseröhrenkrebs wegen Reflux

Beitragvon grim » So 3 Mai 2020 18:43

Angst vor Speiseröhrenkrebs wegen Reflux
Hallo zusammen,

ich hatte vor 5 Jahren Hodenkrebs, habe diese Krankheit aber nie wirklich seelisch verarbeitet, weswegen bei mit häufig wieder Krebsängste aufkommen.

Aktuell habe ich starke Probleme. Es fing alles an mit andauernder Atemnot, die ich erstmal auf meine PollenAllergie geschoben habe. Mit der Zeit wurde mir aber klar, das es mehr mit dem Magentrakt zu tun hat. Ich leide seit einigen Jahren an Reflux. 2016 wurde bei mir Reflux Grad A festgestellt. Meine letzte Magenspiegelung war November 2018, da war bis auf eine leichte Gastritis alles in Ordnung.
Zwischenzeitlich habe ich einige Kilos zugelegt und auch der Reflux ging häufig damit einher, dass mir der Speisebrei in den Mundraum zurücklief. Seit einigen Wochen plagen mich die benannte Atemnot, ständiges Aufstoßen, Schmerzen hinter dem Brustbein. Zudem habe ich das Gefühl ständig einen entzündeten Rachen zu haben, mit Fremdkörpergegühl im Hals. Manchmal strahlen die Schmerzen in die Schlüsselbeinregion aus.

Nun beschäftigt mich der Gedanke Speiseröhrenkrebs zu haben. Oder „zumindest“ Barrett-Syndrom. Ich frage mich, ob nach der letzten Spiegelung nach 1 1/2 etwas entstanden sein kann.

Würde mich über Rückmeldungen freuen.

Carine
Beiträge: 7
Registriert: Mo 24 Feb 2020 15:18

Re: Angst vor Speiseröhrenkrebs wegen Reflux

Beitragvon Carine » Mi 6 Mai 2020 16:19

Lieber Grim

Es ist sehr verständlich, dass Sie aufgrund Ihrer Erfahrung vor 5 Jahren Angst vor Krebs haben. Die Symptome, die Sie schildern, hängen wahrscheinlich zusammen mit dem Reflux. Sie müssen aber nicht zwingend eine bösartige Erkrankung der Speiseröhre oder eine Vorstufe davon als Ursache haben. Vor 1.5 Jahren haben Sie Ihre Beschwerden mittels Magenspiegelung abklären lassen. Damals war die Untersuchung ohne bösartigen Befund. Ihre Frage, ob sich innert 1.5 Jahren eine symptomatische Krebserkrankung der Speiseröhre bilden kann, kann nicht einfach mit Ja oder Nein beantwortet werden. Ich empfehle Ihnen, Ihre Beschwerden von einem Gastroenterologen/einer Gastroenterologin abklären zu lassen.

Sie schreiben, dass Sie Ihre Hodenkrebserkrankung nicht ganz verarbeiten konnten. Ziehen Sie es in Betracht, sich professionelle Hilfe zu holen? Zum Beispiel psychoonkologische Unterstützung? Die Datenbank LAPOS (Landschaft Psychoonkologie Schweiz) stellt Kontaktangaben von psychoonkologischen Berater*innen und Therapeut*innen zur Verfügung. Ihre kantonale oder regionale Krebsliga gibt Ihnen ebenfalls gerne Adressen von psychoonkologischen Praxen in Ihrer Nähe bekannt.

Herzliche Grüsse, Carine, Moderatorin


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