Selbstbestimmtes Sterben bei unheilbarer Krebserkrankung


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Ladina
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Selbstbestimmtes Sterben bei unheilbarer Krebserkrankung

Beitragvon Ladina » Sa 4 Jul 2015 10:47

Es gibt bislang nur wenige Titel, die das Thema Selbstbestimmtes Sterben von der Patientenseite oder der Angehörigenseite her beleuchten oder offen legen. Daher habe ich für diese immer noch tabuisierte Thema einen neuen Thread eröffnet

Manche der hier vorgestellten (vergriffenen) Bücher bieten folgende Krebsliga-Bibliotheken zum Verleih:
Online-Katalog, der alle öffentlichen Krebsliga-Bibliotheken umfasst
https://www.krebsliga.ch/fachpersonen/l ... ibliothek/
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Ladina
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Erfahrungsberichte

Beitragvon Ladina » Fr 25 Mär 2016 0:31

ERFAHRUNGSBERICHTE VON BETROFFENEN UND ANGEHÖRIGEN

Freiwilliger Tod der Tochter mit 29 Jahren, nachdem ein unheilbarer Gehirntumor (Glioblastoma multiforme IV des Temporallappens, der Insula und des Frontallappens) bei ihr diagnostiziert worden war

ERFAHRUNGSBERICHT EINER MUTTER
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Titel: Die Welt ist ein schöner Ort
Untertitel: Der Weg meiner Tochter in einem würdevollen Tod
Autorin: Deborah Ziegler
Verlag: Goldmann, März 2017
ISBN 978-3-442-31430-0, Gebunden mit Schutzumschlag, 448 Seiten

Preisinfo ca. CHF 31.90
Alle Preisangaben in CHF sind unverbindliche Preisempfehlungen

Erhältlich im Buchhandel

Zum Inhalt:
Am Silvesterabend des Jahres 2013 wird die 29-jährige Brittany Maynard wegen unerträglicher Kopfschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert. Kurz darauf erfährt sie, dass ein Hirntumor in ihrem Kopf wütet und sie nur noch wenige Monate zu leben hat. Für Brittany steht fest: Sie wird nicht warten, bis der Tumor sie ihres Wesens beraubt und ihr ein qualvolles Ende bereitet. Sie ist entschlossen, gegen das bestehende Gesetz in Kalifornien den Zeitpunkt ihres Todes selbst zu bestimmen. Es beginnt ein zäher Kampf, doch sie findet einen Weg: Elf Monate nach der Diagnose nimmt sie ein tödliches Medikament zu sich und stirbt in Oregon, umringt von Familie und Freunden. In ihrem Buch erzählt Brittanys Mutter von dem unglaublichen Mut ihrer Tochter – und von ihrem beispiellosen Einsatz für einen würdevollen Tod.

Portrait
Deborah Ziegler wurde 1956 in Albuquerque, New Mexico, geboren. Sie studierte Pädagogik und unterrichtete fünfzehn Jahre lang Englisch und Naturwissenschaften. Derzeit lebt sie mit ihrem Mann Gary und zwei Hunden in Kalifornien und hält Vorträge über selbstbestimmtes Sterben.
http://www.bunte.de/panorama/schicksals ... siegt.html
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Diagnose bei Moni Prause: Brustkrebs im Alter von 35 Jahren, 23 Jahre später Metastasen in Wirbelsäule und im Rückenmark, drohende Querschnittlähmung

ERFAHRUNGSBERICHT DES PARTNERS UND DER BEIDEN SÖHNE VON MONIKA PRAUSE
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Titel: Der Himmel so weit
Untertitel: Vom selbstbestimmten Sterben der Monika Prause. Ihre Familie erzählt
Autoren: Volker Prause und Sabine Eichhorst
Verlag: Ludwig, erschienen im Mai 2015
ISBN 978-3-453-28066-3, Gebunden mit Schutzumschlag, 240 Seiten

Preisinfo: CHF 28.90
Alle Preisangaben in CHF sind unverbindliche Preisempfehlungen

Erhältlich im Buchhandel

Kurzbeschreibung
Den letzten Weg in Würde gehen
Metastasen an der Wirbelsäule und im Rückenmark. Zwei Wirbel schon so vom Krebs zerfressen, dass die Wirbelsäule jederzeit brechen kann. Dann wäre Monika Prause nicht nur todkrank, sondern auch querschnittsgelähmt. Es ist nur eine Frage der Zeit. Es gibt keine Hoffnung. »Ich fahre in die Schweiz«, sagt sie zu ihrem Mann. »Lass mich jetzt nicht allein. Hilf mir, bitte.« Die Geschichte einer existenziellen Entscheidung, die Wochen zwischen Diagnose und Tod, das Ringen der Angehörigen und der Widerstreit ihrer Gefühle während der Zeit des Abschiednehmens: Hilflosigkeit, Verzweiflung, Trauer, Zorn – und natürlich Liebe. Erzählt von Monika Prauses Mann Volker und ihren Söhnen Henrik und Marten. Ein ergreifender und wichtiger Beitrag zur aktuellen Debatte, der das Thema Sterbehilfe bei Dignitas aus der Tabuzone holt. Ein Buch über das Sterben – und über das Leben!

Anmerkungen von Ladina:
Obwohl ich es mir selber bis jetzt nicht vorstellen kann, dass ich einen gleichen Schritt wage, wenn meine Erkrankung unheilbar wird, hat mich dieses Buch tief berührt, mir auch Einblicke gegeben, wie man bei Dignitas arbeitet, was für Menschen dort dahinter stehen und weshalb und wie man in einer solchem Umgebung begleitet werden kann.
Der Himmel so weit [50%].jpg
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Wenn eine Mutter sich für EXIT entscheidet

ERFAHRUNGSBERICHT DES SOHNES EINER STERBENDEN MUTTER
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Titel: Würdevoll selbst bestimmt
Untertitel: Die letzten Tage mit meiner Mutter
Autor: Hans-Jörg Mettler
Herausgegeben von Roland Schmid-Paleski
Verlag : Zwischenbereiche Verlag, November 2012
ISBN : 978-3-938069-07-3, Paperback, 52 Seiten, 2 farbige Fotos

Preisinfo : 12,50 Eur[D] / 12,90 Eur[A] / 18,40 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.

Erhältlich im Buchhandel

Zum Inhalt:
Im Jahr 2000, Regina Mettler-Zimmermann war damals 74 Jahre alt, erhielt sie die Diagnose Brustkrebs. Ganz bewusst hat sie sich gegen eine Chemo entschieden. Sie wollte lieber noch ein paar gute Jährchen leben und war der Überzeugung, der Krebs wachse im Alter sowieso langsam. Und so gingen eine paar Jahre ins Land.
Der Autor hatte einen Besuch von 3 Tagen bei seiner Mutter in der Schweiz geplant und wollte danach weiterreisen nach Kanada. Doch am ersten Abend, nach einem feinen Essen im Kreise ihrer Familie eröffnete die Mutter das Gespräch mit den Worten: Es ist so weit. Und dann erzählte sie kurz und knapp die Fakten - das Endstadium der Krankheit ist und sie möchte in Würde sterben.
In diesem Buch lässt uns ihr Sohn an seinen letzten Tagen mit seiner Mutter teilhaben, an den Erfahrungen mit EXIT, für die sich seine Mutter entschieden hat, um ihr ein möglichst schmerzloses Sterben zu ermöglichen.
Auch an den Erfahrungen danach, als die Mutter ihre Erlösung gefunden hatte, daheim, wie sie es sich wünschte und als die Polizei und der Bezirksarzt ins Haus kamen, von den Reaktionen der Nachbarn.
Und von einer ganz besonderen Mutter-Sohn-Beziehung.
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Diagnose der Partnerin im Alter von 43 Jahren: Magenkrebs. Trotz Magenentfernung streute der Krebs weiter in die Lunge und in den ganzen Körper

E-BOOK - ERFAHRUNGSBERICHT DES EHEMANNES EINER BETROFFENEN
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Titel: Sie nennt es weggehen
Untertitel: Tagebuch eines selbstbestimmten Sterbens
Autor: Gert Eckel
Verlag: Pattloch E-Book, September 2014
EAN 9783629320742, Seitenzahl der Printausgabe 208

Preisinfo ca. CHF 7.50
Alle Preisangaben in CHF sind unverbindliche Preisempfehlungen

Erhältlich im Buchhandel oder bei Amazon.de

Zum Inhalt:
Gert Eckel hat vor zwei Jahren seine Partnerin verloren. Sie war gerade einmal 46 Jahre alt, als die Ärzte ihr erklärten, dass ihre Krebserkrankung unheilbar sei und ihr Leben bald zu Ende gehen werde. Nur wenig später gab sie ein Fest und erklärte den Gästen: „Noch lebe ich!“ Doch die Tage wurden schwerer, und die Sehnsucht nach Erlösung wuchs. Nach vier Monaten bestimmte sie den Tag, an dem sie „weggehen“ würde. Dieser Zeitraum war ein Wettlauf mit dem Tod, den sie nicht gewinnen konnte, und den sie dennoch gewann. Und es war ein Wettlauf um ihre Würde, die sie niemals verlor.
Gert Eckel gewährt uns Einblick in die eigene Seele und in die Seele seiner Partnerin. Er erzählt, wie sie Abschied vom Leben nahm und er Abschied von ihr. Er taucht ein in Erinnerungen, spricht von bitteren Tränen und unerfüllten Träumen und von der Fülle des Lebens, die sich im Angesicht des Todes entfaltet hat.

Portrait
Gert Eckel, 71, ist ein in Berlin weithin bekannter und einflussreicher Architekt, dessen Entwürfe mehrfach preisgekrönt wurden. "Sie nennt es weggehen" ist neben einem Architekturbuch, das im Selbstverlag erschienen ist, das erste erzählerische Buch des Autors.
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ERFAHRUNGSBERICHT DER TOCHTER EINER UNHEILBAR ERKRANKTEN MUTTER
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Titel: Der letzte Wunsch
Autorin: Betty Rollin
Verlag: Bastei Lübbe, 1992
ISBN 340461139X, Taschenbuch, 268 Seiten
Vergriffen im Buchhandel, erhältlich bei booklooker.de

Zum Inhalt:
Dies ist der mutige Bericht einer Tochter, die den letzten Wunsch ihrer todkranken Mutter erfüllt und ihr hilft, in Würde zu sterben.
Was geht in einer Tochter vor, wenn ihre Mutter entschlossen ist, den Zeitpunkt ihres Sterbens selbst zu bestimmen und bittet, ihr dabei zu helfen?
Ehrlich, unsentimental, aber voll echter Gefühle schildert Betty Rollin ihre inneren Konflikte und die äußeren Probleme, mit denen sie fertigwerden mußte.
Ein beeindruckendes Zeugnis selbstloser Liebe.

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ERFAHRUNGSBERICHT EINER BETROFFENEN
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Titel: Freiwillig aus dem Leben.
Untertitel: Ein Dokument.
Autorin: Jo Roman
Verlag: Kindler Verlag, 1981
ISBN: 3463008165, Englisch Broschur, 240 Seiten
Vergriffen im Buchhandel, erhältlich z.B. bei booklooker.de

Klappentext:
">Ich bringe mich um!<" Der verzweifelte Satz eines Menschen, der nicht mehr weiter weiß.
Normalerweise jedenfalls. Nicht so bei Jo Roman. Schon in frühen Jahren hatte die vitale Frau den Plan gefasst, aus dem Leben zu gehen, wenn sie eines Tages Anzeichen von Vergreisung an sich entdecken sollte - doch dann veranlasste die Tatsache, dass man bei ihr Brustkrebs in bereits unheilbarem Stadium feststellte, sie dazu, ihren Entschluss früher in die Tat umzusetzen....."
Jo Roman starb im Einvernehmen ihrer Familie und dokumentiert in diesem Bericht ihren anderen Weg.
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Diagnose: Multiples Myelom / Plasmozytom

ERFAHRUNGSBERICHT EINES BETROFFENEN AUS DER SCHWEIZ
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Titel: Im Schatten der Eule
Untertitel: Protokoll eines krebskranken Arztes
Autor: Hans Jörg Schriber
Verlag: Rothenhäusler, Stäfa, 1999
ISBN 3-907817-06-0, Broschiert, 184 Seiten
ehem. Preis ca. 20 Euro-D, sFr. 29.-
Vergriffen im Buchhandel

Verlagstext:
Im Alter von 49 Jahren erkrankt der Autor an einer heimtückischen Krankheit (Plasmozytom), die ihn zur Aufgabe seines Berufes als Landarzt zwingt, und ihm eine lange Leidenszeit auferlegt.
In Form einer intimen, selbstkritischen, oft auch anklagenden Beichte protokolliert er die Stationen seiner Krankheit und hält Rückschau auf sein seelisches und körperliches Leben.
Das Resultat ist ein tief menschliches Dokument, ein tragisches Vermächtnis und ein erschütterndes Zeugnis der Liebe und Treue.

Anmerkung von Ladina:
Hans Jörg Schriber lebt nicht mehr. Schon zu Anfang seiner Erkrankung lebte der Gedanke in ihm, Schluss zu machen. Denn seine Erkrankung zählt zu schmerzhaftesten und heimtückischsten Krebstumoren und er selber hat als Arzt mehrere solcher Patienten kennengelernt. Schliesslich aber entschloss er sich doch zu kämpfen und er entschied sich gleichzeitig zu schreiben. Zu schreiben über sein bisheriges Leben und über all das, was ihm durch die Krankheit widerfuhr.
So ist das Buch eine Autobiografie geworden. Kein leichtes Stück Literatur, aber ein sehr wahres.

Wenngleich der Autor sicher den Wunsch hatte, andern Betroffenen zu helfen, so kann ich das Buch nicht allen vorbehaltslos empfehlen, denn Hoffnung, spendet H.J.Schriber's Bericht kaum.
Aber er spricht den Patienten aus der Seele, er kämpft mit sich und mit den Ärzten, berichtet mit schonungsloser Offenheit.

So ist dieses Buch sicher vor allem auch ein Buch für behandelnde Ärzte, Angehörige und Freunde von Betroffenen, das ihnen den Einblick in die Erlebnis -und Gefühlswelt von schwer kranken Menschen gewährt und ihnen zeigt, wie sie besser helfen könnten.

H.J.Schriber hat schliesslich nach fast 4-jährigem Ringen mit der Krankheit seinem Leben ein freiwilliges Ende gesetzt.[/i]
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Re: Selbstbestimmtes Sterben bei unheilbarer Krebserkrankung

Beitragvon Ladina » Fr 11 Aug 2017 23:28

Ulrich Tanners Diagnose-Liste liest sich lange: Grosser, viel zu spät entdeckter, bösartiger Tumor, der Blase, Prostata, Wirbelsäule und Darm befallen hatte. HIV-Positiv und Parkinson. Später noch Weichteiltumore und eine Erkrankung in der Hirnflüssigkeit. Ulrich Tanner ist eine reale Person gewesen, Der Autor Wolfgang Prosinger hat ihn jahrelang begleitet.
Ulrich Tanner wurde 51 Jahre alt.

ERZÄHLUNG UM EINEN STERBENSKRANKEN MANN
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Titel: Tanner geht
Untertitel: Sterbehilfe - Ein Mann plant seinen Tod
Autor: Wolfgang Prosinger
Verlag: Fischer Taschenbuch, März 2010
ISBN 978-3-596-17931-2, Taschenbuch, 176 Seiten

Preisinfo ca. CHF 13.90
Alle Preisangaben in CHF sind unverbindliche Preisempfehlungen

Erhältlich im Buchhandel

Zum Inhalt:
Ulrich Tanner weiss, dass er bald sterben wird. Er ist unheilbar krank. Die Schmerzen werden nur unterdrückt von Medikamenten, die ihm die Sinne rauben. Und er weiss, dass der Tod bei seiner Krankheit qualvoll sein wird. Daher hat er eine Entscheidung getroffen: Er wird in die Schweiz gehen und dort Sterbehilfe in Anspruch nehmen.
Sterbebegleitung und Sterbehilfe sind in Deutschland nach wie vor Tabuthemen. Die Diskussion darüber ist schwierig und emotional extrem aufgeladen. Dabei fürchten wir nichts mehr als schmerzhaftes, fremdbestimmtes Sterben.
Wolfgang Prosinger begleitete Ulrich Tanner in den letzten Wochen und Monaten seines Lebens und führte zahlreiche Gespräche mit seinen Freunden. Erstmals liegt mit diesem Buch der intime, einfühlsame Bericht über einen Tod aus freiem Willen vor.

Portrait
Wolfgang Prosinger (1948–2016), ist als Journalist und Autor mehrerer Bücher bekannt. Nach seinem Studium der Germanistik und Geschichte in München und Freiburg arbeitete er bei verschiedenen Zeitungen, u.a. fünf Jahre als Italienkorrespondent in Rom für die Basler Zeitung und die Badische
Zeitung. Seit 2001 leitete er die Seite Drei des Tagesspiegels in Berlin. Zu seinen journalistischen Schwerpunkten zählten Reportagen und politische Kommentare. Anno 2016 starb er selber an den Folgen einer Krebserkrankung.
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Re: Selbstbestimmtes Sterben bei unheilbarer Krebserkrankung

Beitragvon Ladina » Fr 4 Okt 2019 23:28

PORTRAIT EINES BELIEBTEN POLITIKERS
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Titel: This Jenny
Untertitel: Ein reiches Leben
Autor: Ueli Oswald
Verlag: Wörterseh Verlag, 2. Auflage November 2015
ISBN 978-3-03763-061-7, Gebunden, 192 Seiten

Preisinfo ca: CHF 37.90
Alle Preisangaben in CHF sind unverbindliche Preisempfehlungen

Erhältlich im Buchhandel


Zu diesem Buch:
This Jenny war Unternehmer, Politiker, Vater, Ehemann und Lebenspartner. Und er war ein Menschenfreund. In seiner direkten, ehrlichen Art redete er sich in die Herzen der Menschen. This Jenny war ein Mann des Volkes. This Jenny nahm nie ein Blatt vor den Mund – auch nicht als Ständerat. Er war ein Macher. Und dies bereits in seiner Kindheit, die von Armut und Vernachlässigung geprägt war. Und erst recht, als er, knapp 62-jährig, am 6. Februar 2014 die Diagnose Magenkrebs erhielt. Er handelte sofort, regelte die Weiterführung seiner Firma, kümmerte sich um sein Testament und schrieb sich bei Exit ein. This Jenny war einer, der nicht nur sein Leben selber schmieden, sondern auch seinen Tod selbst bestimmen wollte. This Jenny hatte – nach reiflicher Überlegung – Ja gesagt zu einem Buch über ihn. Nicht ein-, sondern zweimal. Das erste Mal, als noch die Hoffnung bestand, er könne dem Autor Ueli Oswald selber Red und Antwort stehen. Das zweite Mal, als klar wurde, dass der ersten Begegnung mit seinem Biografen keine zweite folgen würde und This Jenny am Vorabend seines Todes sehr bewusst Namen hinterliess. Namen von Menschen, die ihn ein Stück des Wegs begleitet hatten. Namen von Menschen, die er liebte, denen er freundschaftlich verbunden war. Namen von Menschen, die im nun vorliegenden Buch über ihn und sein reiches Leben erzählen. This Jenny kam am 4. Mai 1952 im Kantonsspital Glarus zur Welt, und er starb – viel zu früh – am 15. November 2014, am selben Ort. Er fehlt.

Portrait
Ueli Oswald, geb. 1952, bildete sich in London und Hamburg zum Fotografen aus und studierte danach in Zürich Ethnologie und Publizistik. Nach einer Dekade als Journalist wirkte er als Verlagsleiter von »NZZ Folio«. Sein Buchdebüt »Ausgang« (Edition Epoca), eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit seinem Vater, der sich im hohen Alter für einen selbstbestimmten Tod entschied, war ein viel beachteter Erfolg. 2014 erschien sein zweites Buch, »Ja, ich will! – Wenn Liebe ewig währt«, und 2015 sein drittes, »Das Mädchen aus Piräus«, beide im Wörterseh Verlag. Ueli Oswald lebt in Zürich und ist als freier Publizist tätig.
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