2009 - Brustkrebs


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2009 - Brustkrebs

Beitragvon admin » Mi 4 Nov 2009 22:02

Frau Dr. Katharina Buser, Klinik Engeried, Bern, beantwortete Ihre Fragen:


Diese Antworten sind eine allgemeine Stellungnahme. Sie können nicht die persönliche Beratung durch eine qualifizierte medizinische Fachperson ersetzen. Soweit in einem Beitrag bestimmte Ärzte, Ärztinnen, Behandlungseinrichtungen oder Produkte genannt werden, dient dies nicht der Werbung oder stellt eine Empfehlung dar, sondern ist lediglich als Hinweis auf weitere Informationsquellen zu verstehen.

Einige Fragen und Antworten wurden in eine andere Landessprache übersetzt. Sollten Fragen oder Unklarheiten auftreten, wenden Sie sich bitte an die Fachberaterinnen vom Krebstelefon. Kostenlose Telefonnummer 0800 11 88 11 oder per E-Mail an helpline@krebsliga.ch



Frage von PeterMo:
Guten Tag, unsere Tochter (20 J) hatte einen Tumor (2 cm) in der Brust, der operativ entfernt und im Labor untersucht wurde. Scheinbar ist der Tumor gutartig, zum Glück!! Doch etwas beunruhigt uns immer noch: Die Lymphknoten unter der Achsel waren und sind stark geschwollen (Hühnereigross!). Die Frauenärztin besteht darauf, dass diese Lymphknoten definitiv entfernt werden müssen, um ein "Restrisiko" auszuschliessen. Doch warum ein "Restrisiko", wenn der Tumor doch gutartig ist ??

Antwort von Frau Dr. Katharina Buser:
Guten Tag PeterMo,
Das Risiko einer Frau, an Brustkrebs zu erkranken, steigt ab dem 40. Altersjahr. Frauen unter 30 erkranken selten an Brustkrebs. Von der statistischen Seite war daher zu erwarten, dass es sich beim Tumor in der Brust Ihrer Tochter um eine gutartige Veränderung handeln würde. Dies hat sich glücklicherweise auch bestätigt.
Nun sind Sie verunsichert, weil die behandelnde Frauenärztin trotzdem darauf besteht, die stark geschwollenen Lymphknoten zu entfernen. Dies hat folgenden Grund: Über längere Zeit vergrösserte Lymphknoten deuten auf eine Erkrankung hin und die Ursache für die anhaltende Schwellung sollte immer geklärt werden.
Eine histologische Untersuchung des entfernten Gewebes würde zeigen, ob ein Zusammenhang mit dem gutartigen Brusttumor besteht oder ob eine andere Erkrankung vorliegt. Ich rate Ihrer Tochter die medizinischen Unterlagen einzufordern und eine Zweitmeinung in einem anerkannten Brustkrebszentrum (z.B. in einer Universitätsklinik der Schweiz) durchführen zu lassen. Erst mit Kenntnis der Histologie des entfernten Tumors und einem klinischen Eindruck der Beschwerden Ihrer Tochter lässt sich entscheiden ob eine Entfernung der geschwollenen Lymphknoten sinnvoll und nötig ist.



Frage von Hr. R.:
Meine Frau bekommt nach ihrer Chemotherapie für ein Jahr Herceptin. Sie bekommt es nun schon seit einigen Monaten und verträgt es sehr gut.
Unsere Frage an Sie ist, ob man das Herceptin auch länger anwenden kann, in der Hoffnung, dass dann die Wirkung besser ist, da in der HERA-Studie die Anwendung von Herceptin auch über zwei Jahre beobachtet wird.
Ausserdem scheint das Herceptin bei metastasiertem Brustkrebs noch einmal eingesetzt zu werden.

Antwort von Frau Dr. Katharina Buser:
Die Informationen, die Ihre Frau und Sie zu Herceptin haben, sind korrekt; In der HERA-Studie wurden sowohl eine 12- als auch eine 24-monatige Gabe von Herceptin untersucht.
Die Zwischenauswertung der HERA-Studie hat folgendes ergeben: Die Patientinnen mit einer 12-monatigen Behandlung mit Herceptin erfuhren eine Verbesserung der krankheitsfreien Überlebenszeit (Zeitspanne nach der Therapie, während der kein Krebs festgestellt wird). Jedoch erfolgte keine Gegenüberstellung der Daten nach einer Behandlungsdauer von 12 bzw. 24 Monaten. Die Studie wird diesen Vergleich aber noch vornehmen, und die Ergebnisse werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben. So die Informationen von Roche, dem Hersteller von Herceptin.
Die Krankenkasse haben die Gabe von Herceptin über 12 Monate anerkannt. Längere Behandlungszeiten würden nur dann bezahlt werden, wenn erwiesenermassen ein Überlebensvorteil nachgewiesen werden könnte (evidence based).



Frage von Masha:
Guten Tag Ich bin ziemlich verwirrt, was die Antiöstrogen-Therapie anbelangt: Es gibt so viele Medikamente (Megestat, Farlutal, Faslodex, Nolvadex, Tamoxifen, Arimidex, Aromasin). Mich dünkt es fast ein Lotterie wer von meinen mitbetroffenen Kolleginnen welche Packung bekommt? Auch wie lange man das Medikament einnehmen sollte und ob man nicht besser nach 2-3 Jahren auf ein anderes Präparat umsteigen sollte, ist immer wieder anders zu lesen. Können Sie mir das Erklären oder gibt es eine Broschüre, Link, in dem dies auf anschauliche Weise aufgezeigt wird? Vielen Dank! Masha

Antwort von Frau Dr. Katharina Buser:
Guten Tag Masha,
es gibt tatsächlich verschiedene Medikamente, die zur Antihormonbehandlung bei Brustkrebs angewendet werden können. Ihre Verwirrung ist daher verständlich.
Wann welches Medikament und für wie lange angewendet wird, hängt von der Erkrankung selber ab. Eine Broschüre dazu gibt es nicht, wohl aber Richtlinien. In folgendem, allerdings sehr fachlichem Link finden Sie die erarbeiteten
Richtlinien der St. Galler Brustkrebs-Konsensustagung 2009

Folgende Kriterien sind bei der Wahl der Antiöstrogentherapie wichtig:
• Alter der Frau, vor oder nach der Menopause
• Tumoreigenschaften, z.B. Hormonabhängigkeit und Aggressivität des Tumors
• Stadium der Erkrankung zum Zeitpunkt der Behandlung
• Ziel der Behandlung, adjuvant oder palliativ
• Bestehende Krankheiten, z.B. vorhandenen Osteoporose

Bei jeder Frau muss immer individuell entschieden werden, welches Medikament wie lange verabreicht wird und zu welchem Zeitpunkt auf ein anderes Medikament gewechselt werden kann.
Zur Zeit wird der Nutzen einer Therapieverlängerung auf 7-10 Jahre in klinischen Studien untersucht. Prinzipiell werden 5 Jahre Antihormontherapie bei Frauen vor oder nach der Menopause empfohlen. Frauen vor der Menopause verabreicht man - ausser in Studien - keine Aromatasehemmer (Arimidex, Aromasin).

Nachfolgend noch eine kurze Zusammenfassung der von Ihnen genannten Medikamente:

Frauen vor der Menopause:
Nolvadex und Tamoxifen enthalten beide den Wirkstoff Tamoxifen und blocken die Östrogenrezeptoren des Tumors.
Sofern die Eierstöcke nicht operativ entfernt wurden und je nach Alter der Frau kann zusätzlich zu Tamoxifen auch ein sogenanntes LHRH-Analoga verabreicht werden.

Frauen nach der Menopause:
Auch hier können Nolvadex und Tamoxifen eingesetzt werden.
Arimidex und Aromasin sind neuere Medikamente. Sie gehören zu den sogenannten Aromatasehemmern. Aromatasehemmer verhindern die Umwandlung von im Körper vorhandenen Hormonvorstufen zu Östrogen. Diese werden als adjuvante Therapie dann eingesetzt, wenn die Eierstöcke ihre Östrogenproduktion eingestellt haben.
Die drei erstgenannten Medikamente Megestat, Farlutal (beides Gestagene) und Faslodex (Antiöstrogen) werden zur palliativen Behandlung bei fortgeschrittenem, metastasierenden Brustkrebs eingesetzt.



Frage von Frage von Maria F.:
Meine Freundin hat wahrscheinlich Brustkrebs. Wir sind alle ganz verwirrt. Im Moment ist folgende Frage für Therese im Vordergrund: Sie muss sich einen Knoten aus der linken Brust operieren. Wie wird die Brust danach aussehen? Kann man dieses "Loch" mit einem Brusttransplantat ausfüllen oder muss sie mit 2 unterschiedlichen Brüsten leben? Sie ist 41 Jahre alt. Danke für die Antwort! Maria F.

Antwort von Frau Dr. Katharina Buser:
Guten Tag Maria F.,
Es ist verständlich, dass Sie verwirrt sind und Therese viele Fragen hat. Zum Glück ist Brustkrebs heute eine gut behandelbare Krankheit und die Chirurgie hat in den letzten 20 Jahren Fortschritte gemacht. In der Brustchirurgie gibt es 2 verschiedene Optionen:

Brusterhaltende Operation:
Der Chirurg entfernt den Tumor mit dem nötigen Sicherheitsabstand. Wenn immer möglich modelliert er danach das verbleibende Brustgewebe.
Da die Mehrheit der Frauen mit Brustkrebs heute brusterhaltend operiert wird, ist
auch nach dieser Teiloperation eine individuell abgestimmte Brustprothese (Teil-
oder Ausgleichsprothese) sinnvoll. Die Schnittführung wird so gewählt, dass die Brustgrösse so wenig als möglich leidet. Mehr dazu in der Broschüre
Brustprothesen - Die richtige Wahl S. 10

Operative Entfernung der Brust:
Der plastische Chirurg entfernt die ganze Brust und schlägt eine Brustrekonstruktion vor. Mehr über die verschiedenen Möglichkeiten eines Brustaufbaus finden Sie in der Broschüre
eine neue Brust
Bei einer Entfernung der ganzen Brust muss manchmal die Gegenseite chirurgisch angepasst werden. Es ist wichtig zu wissen, dass die Krankenkasse einen Eingriff an der gesunden Brust unter Umständen nicht zahlt.
Es ist sinnvoll, dass Therese ihre Fragen und Ängste mit dem behandelnden Arzt und dem plastischen Chirurgen bespricht.



Frage von saa:
Bei meiner Mutter (65) wurde vor 1 Monat Brustkrebs diagnostiziert. Der bösartige Tumor (ca. 2,5cm) wurde bereits entfernt (brusterhaltend) sowie auch ca. 20 Lymphknoten. Davon war nur 1 Lymphwächter betroffen, die restlichen nicht. Sie hat keine Metastasen. Der Tumor war von der Aggressiven Sorte (G3) wenn ich das richtig benenne. Deshalb wurde ihr eine Chemotherapie empfohlen (4 Behandlungen im Abstand von 3 Wochen). Ist das Ihrer Meinung nach nötig eine Chemo zu machen? Meine Mutter leidet sehr unter der Situation und der Haarausfall sowie die möglichen Übelkeiten machen ihr noch zusätzlich zu schaffen. Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort von Frau Dr. Katharina Buser:
Ich kann die Bedenken Ihrer Mutter und die Angst vor den möglichen Nebenwirkungen einer Chemotherapie gut verstehen. Aber anhand der von Ihnen erhaltenen Infos erachte ich es ebenfalls als wichtig, dass Ihre Mutter mit Chemotherapie behandelt wird. Dafür sprechen vor allem zwei von Ihnen genannte Kriterien:
Der Wächterlymphknoten war von Krebszellen befallen und im entfernten Tumorgewebe wurde ein sehr aggressives Wachstumsmuster festgestellt. Mit Chemotherapie, einer Therapie die auf den ganzen Körper wirkt, wird das Rückfallrisiko vermindert.
Wichtig für die Wahl der richtigen Therapie sind auch Aussagen über die Hormonabhängigkeit des Tumors und die Her2-Expression, die fehlen in Ihren Angaben.

Ihre Mutter wird Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen erhalten und auch andere Nebenwirkungen der Chemotherapie können heute gut gelindert werden. Falls die Medikamente nicht ausreichen, ist es wichtig den behandelnden Arzt zu informieren.
Der Haarausfall wird sich wahrscheinlich nicht vermeiden lassen. In der Broschüre
die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert findet Ihre Mutter viele nützliche Tipps und Ideen. Auch die kantonale Krebsliga oder das Krebstelefon helfen Ihnen gerne weiter.


Frage von Tini:
Guten Tag Ich wurde im Juni 2009 an der rechten Brust brusterhaltend operiert und hatte anschliessend 33 Bestrahlungen. Die Lymphknoten waren zum Glück nicht befallen. Das meine Krebszellen auf weibliche Hormone ansprechen, muss ich nun täglich 1 Tabl. Novadex einnehmen und einmal monatlich eine Spritze Zoladex machen lassen. Nun habe ich - vorallem in der Nacht - Hitzewallungen und kann immer nur etwa 2 Stunden am Stück schlafen. Dann Körper auskühlen und wieder einschlafen :-( Mein Arzt hat mir Entspannungstabletten gegeben, die aber die Hitzewallungen nicht lindern. Gibt es irgend etwas spezielles - was nicht mit weiblichen Hormonen versehen ist - um das schlafen angenehmer zu machen? Herzlichen Dank für die Antwort.

Antwort von Frau Dr. Katharina Buser:
Guten Tag Tini,
Da Ihr Brustkrebs hormonabhängig war, erhalten Sie im Anschluss an die Bestrahlung eine Antihormontherapie. Dadurch entsteht in Ihrem Körper ein Östrogenmangel der für die belastenden nächtlichen Hitzewallungen verantwortlich ist.

Vielleicht verschaffen Ihnen diese Tipps Linderung:
Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft, vermeiden Sie Kaffee, Alkohol und scharf gewürzte Speisen, und tragen Sie wenn immer möglich auch nachts leichte Kleidung.
Autogenes Training, diverse andere Entspannungstechniken oder Akupunktur können ebenfalls Erleichterung bringen. Fragen Sie Ihre Krankenkasse ob Leistungen für Akupunktur gedeckt sind.
In manchen Fällen helfen auch pflanzliche Mittel wie z.B. Salbeitee, Traubensilberkerze, Leinsamen usw. Einige Pflanzen enthalten jedoch sogenannte Phytoöstrogene. Da man den genauen Wirkungsmechanismus dieser pflanzlichen Östrogene noch nicht kennt, ist für Brustkrebspatientinnen Vorsicht geboten.

Bei Frauen, die sehr stark unter den belastenden Hitzewallungen leiden, können Antidepressiva, Anitepileptika oder ein blutdrucksenkendes Mittel eingesetzt werden.
Antidepressive spielen bei der Regulation der Körpertemperatur eine Rolle und können so die Hitzewallungen beeinflussen. Auch blutdrucksenkende Mittel können über das zentrale Nervensystem die Körpertemperatur beeinflussen. Diese Behandlung wird vor allem bei erhöhtem Blutdruck angewendet.
Ebenfalls bei Antiepileptikas wurde eine Wirksamkeit gegen Hitzewallungen nachgewiesen.
Alle diese Behandlungen können aber auch erhebliche Nebenwirkungen haben und z.B. andere Wechseljahrbeschwerden verstärken oder die Wirksamkeit von Tamoxifen (Nolvadex) beeinflussen und sogar vermindern. Die Einnahme solcher Medikamente muss sorgfältig überdenkt werden.

Nächtliche Hitzewallungen über längere Zeit, die zu eingeschränktem und gestörtem Schlaf führen, beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Die von Ihrem Arzt verschriebenen Entspannungstabletten haben Ihnen keine Erleichterung gebracht. Darum ist es wichtig, dass Sie mit ihm nochmals über Ihre Beschwerden sprechen und nach einer anderen geeigneteren Behandlungsmethode suchen.



Frage von Lily:
Hallo, meine Schwiegermutter hatte letztes Jahr Brustkrebs. Sie wurde operiert und bestrahlt. Keine Chemo. Die Ärzte sagten, dass alles entfernt wurde, und der Tumor nicht gestrahlt hat, da er sehr früh erkannt wurde. Nun hat sie seit Anfang Oktober sehr starke Rückenschmerzen und war beim Orthopäden. Dort wurde gesagt, dass der 4. Wirbel angebrochen sei und dies evtl. durch Metastasen vom Brustkrebs verursacht sein könnte. Nun muss sie in die Kerspin und ihr Skelett wird geröntgt. Sie hat natürlich nun sehr Angst und ist geschockt, weil ihr gesagt wurde, dass alles restlos entfernt wurde und sogar Lymphdrüsen in der Achselhöhle entfernt wurden. Diese waren nicht befallen von dem Tumor. Nun meine Frage: Kann das wirklich sein, dass jetzt eine Metastasenbildung am Wirbel passiert? Danke für Ihre Bemühungen.


Antwort von Frau Dr. Katharina Buser:
Guten Tag Lily,
Es ist verständlich, dass Sie sich Sorgen um Ihre Schwiegermutter machen und sie grosse Angst hat. Das Warten auf eine Diagnose ist immer eine schwierige Zeit.
Aber wie Sie selber schreiben, werden momentan verschiedene Untersuchungen durchgeführt um nach dem Grund für den angebrochenen Wirbel zu suchen. Deshalb kann zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigt noch ausgeschlossen werden, dass Metastasen der Grund für die Rückenschmerzen und den angebrochenen Wirbel sind. Erst die Untersuchungsresultate werden zeigen ob eine Metastasierung vorliegt oder ob eine andere Erkrankung die Beschwerden verursacht hat.



Frage von almi:
Hallo, habe Brustkrebs mit knochenmetastasen auch im knochenmark. Meine onkologin meint, da kann man noch lange mit leben. Sie sind auch stark hormonabhängig, daher bekomme ich arimidex und alle 3monate tretantone. Hab nun angst wenn der tumormarkre wieder hoch geht. War letztesmal, als wir beim wert von 7 eine 12 monatige pause gemacht hatten, auf 74 gestiegen und 3Lymphknoten auf der anderen seite waren befallen. Sie wurden raus operiert. Damals nahm ich tamoxofen. Beim ersten mal war der tumor nur in der mammographie zu sehen, selbst bei der operation nicht. Auch hat man immer gedacht wegen der knochenmetasten müsste ich schmerzen haben. Diese waren aber nur in der schulter und nach der ersten bestrahlung weg. Hatte nun 6x taxol, da ist der Tumormarker von 74 auf 29 gesunken. Nun pause.
Frage: muss ich immer mit einer chemo leben und stimmt es, das die metastasen in den knochen durch die 3wöchentliche bisphosponateninfusion gut zu behandeln sind oder soll man mal nur mit arimidex es probieren. bin trotz allen noch voll im reitsport aktiv .vertraue meiner onklogin voll….

Antwort von Frau Dr. Katharina Buser:
Guten Tag almi,
leider fehlte bei Ihrer Anfrage einen Textes, ich hoffe aber, dass ich Ihre Frage trotzdem zu Ihrer Zufriedenheit beantworten kann.
In Ihrem Alter und Rezidivsituation würde man einer Frau in der Schweiz eine chirurgische Entfernung der Eierstöcke in Kombination mit einem Aromatasehemmer empfehlen, in der Annahme dass kein Kinderwunsch wegen des Alters und der Situation besteht.
Bei Knochenmetastasen gehören Bisphosphonate zur Therapie klar dazu. Sie tragen zur Stabilisierung der Knochen bei und verhindern oder verlangsamen eine weitere Metastasierung.
Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt welche Therapie für Sie die geeignete ist. Für weitere Informationen können Sie sich auch an den
Deutschen Krebsinformationsdienst wenden.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und weiterhin viel Freude am Reitsport.



Frage von happy:
Bei einer Kontrolluntersuchung in der Familienplanungsstelle wurden bei meiner Tochter im März vergangenen Jahres zwei Knoten in der linken Brust festgestellt. Der Befund wurde durch das Röntgeninstitut Flon in Lausanne bestätigt. Grund zur Sorge bestand nicht, und meine Tochter hätte im September erneut zur Kontrolle gehen sollen. Sie stellte dann plötzlich Veränderungen fest (Schmerzen, vergrösserte Knoten) und möchte sich nun möglichst rasch wieder untersuchen lassen. Die Wartezeiten bei einem Gynäkologen dauern drei Monate, aber meine Tochter will nicht mehr auf die Familienplanungsstelle (schlechte Erfahrung mit der behandelnden Person). Welches weitere Vorgehen ist angezeigt? Das Radiologieinstitut übernimmt nämlich nur Patienten von einem zuweisenden Arzt. Danke für Ihre Antwort.

Antwort von Frau Dr. Katharina Buser:
Guten Tag,
Leider machen Sie weder zum Alter Ihrer Tochter noch zu den an der Brust vorgenommenen Untersuchungen nähere Angaben. Brustkrebs bei unter Dreissigjährigen tritt sehr selten auf, und je nach Alter der Patientin werden unterschiedliche Untersuchungen durchgeführt.

Da Sie offenbar beide sehr besorgt sind und der Besuch bei einer Gynäkologin erst in drei Monaten möglich ist, empfehle ich Ihnen, sich an ein Brustzentrum, z. B. im Unispital Lausanne, zu wenden. Lassen Sie dieser Stelle alle Dokumente und Untersuchungsergebnisse von der Familienplanungsstelle zukommen. Mit diesen Unterlagen können die dortigen Spezialisten die Situation einschätzen und ihre Tochter rasch und ohne Umwege einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen zuweisen.

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