2009 - Hautkrebs und Sonnenschutz


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2009 - Hautkrebs und Sonnenschutz

Beitragvon admin » Do 11 Jun 2009 10:45

Herr Prof. Reinhard Dummer, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, beantwortete Ihre Fragen:


Diese Antworten sind eine allgemeine Stellungnahme. Sie können nicht die persönliche Beratung durch eine qualifizierte medizinische Fachperson ersetzen. Soweit in einem Beitrag bestimmte Ärzte, Ärztinnen, Behandlungseinrichtungen oder Produkte genannt werden, dient dies nicht der Werbung oder stellt eine Empfehlung dar, sondern ist lediglich als Hinweis auf weitere Informationsquellen zu verstehen.

Einige Fragen und Antworten wurden in eine andere Landessprache übersetzt. Sollten Fragen oder Unklarheiten auftreten, wenden Sie sich bitte an die Fachberaterinnen vom Krebstelefon. Kostenlose Telefonnummer 0800 11 88 11 oder per E-Mail an helpline@krebsliga.ch



Frage von usuge:
Ich bin schon 2mal beim Dermatologen gewesen, vor etwa 2 Jahren, da hatte ich einige flecken im Gesicht, an der Stirn, der Arzt hat diese vereist. dieses Jahr im Januar hatte ich wieder einige flecken bei der rechten Schläfe und Lippen, die hat er wieder vereist, jetzt 2 Monate später habe ich ein ganz komisches Gefühl das sich nicht normal anfühlt an den Lippen, und jetzt habe ich wieder an den Lippen ein kleine (fast) Wunde. Ich möchte wissen ob es eine Behandlung für Früherkennung von krebs gibt? was für ein krebs es ist weiss ich nicht, der Arzt sagte nur es sei eine vorstufe von Hautkrebs. ich nehme jetzt Vichy no 50. jedoch weiss ich nicht ob das nicht auch Nebenwirkung für die haut hat. Vielen Dank für die Auskunft.

Antwort von Prof. Dummer:
Ihrem Kurzbericht und Ihren Fragen meine ich zu entnehmen, dass Sie durch das Auftreten einer neuen Hautläsion an den Lippen verunsichert sind. Ich empfehle Ihnen, Ihren Dermatologen aufzusuchen oder eine Zweitmeinung bei einem anderen Hautarzt einzuholen. Nur ein Facharzt ist nämlich in der Lage, Ihre Symptome zu begründen (Folge der Kryotherapie, Neuauftreten der Hautveränderung, Überempfindlichkeitsreaktion auf Sonnenschutzmittel oder anderes), eine Diagnose zu stellen und Ihnen die beste Behandlungsmöglichkeit zu empfehlen.
Nebst der Kryotherapie (Vereisung) gibt es noch weitere Therapieoptionen bei Krebsvorstufen, z.B. eine Crème. Achten Sie darauf, das Sonnenschutzmittel nicht auf offene Stellen aufzutragen. Offene Stellen sind mit einem Pflaster abzudecken.



Frage von Claude:
Guten Tag
Mein Vater, 57 Jahre, hat Hautkrebs. Ist dies vererbbar und kann ich mich davor schützen? Danke für eine Antwort! Claude

Antwort von Prof. Dummer:
Guten Tag,
Nicht alle Hautkrebsarten sind vererbbar. Bei der Entstehung des malignen Melanoms (schwarzer Hautkrebs) können erbliche Faktoren eine Rolle spielen. In der Schweiz erkranken pro Jahr etwa 1600 Menschen an einem Melanom, 5-10 Prozent aufgrund eines familiär erhöhten Risikos.
Wenn Hautkrebs in Ihrer Familie vorkommt (insbesondere bei Eltern, Geschwistern, oder Kindern), tragen Sie ein leicht erhöhtes Risiko.
Daher sollten Sie Ihre Muttermale beobachten und einmal jährlich bei einem Dermatologen oder einer Dermatologin kontrollieren lassen. Denn: Je früher ein Tumor entdeckt wird, umso besser sind die Behandlungsmöglichkeiten.
Zusätzlich ist es wichtig, sich konsequent vor UV-Strahlen zu schützen um das Hautkrebsrisiko zu senken. Tips dazu finden Sie in der Broschüre
Sonnenschutz der Krebsliga Schweiz
Eine Anleitung wie Sie Ihre Muttermale selber beobachten können finden Sie unter:
Hautkrebs –Risiken und Früherkennung


Frage von Beate:
Gestern hat mir mein Bruder am Telefon erzählt, er habe Hautkrebs. Sein Arzt hat ihm dagegen eine Salbe gegeben. Ich frage mich, ob eine Salbe gegen Hautkrebs hilft oder ob mein Bruder nicht besser zu einem andern Arzt gehen würde. Was meinen Sie? Gruss, Beate

Antwort von Prof. Dummer:
Guten Tag Beate,
Bei bestimmten Hautkrebsarten werden Therapien in Form von Salbe empfohlen: Z.B. als eine lokal angewendete Chemotherapie. Oder als ein sog. Immunmodulator, welcher ebenfalls als Salbe an der betroffenen Stelle das körpereigene Abwehrsystem gegen die Tumorzellen stimuliert. Auch bei der Photodynamische Therapie eines Hauttumors wird eine Salbe verwendet.

Sollte auch Ihr Bruder verunsichert sein und Fragen zur Therapie und zur Tumorart haben, spricht er am besten nochmals mit seinem behandelnden Arzt und lässt sich alles in Ruhe von ihm erklären. Sollten Zweifel zurückbleiben, steht Ihrem Bruder auch die Möglichkeit offen, eine Zweitmeinung einzuholen.



Frage von gurusse:
Hallo,
Von einer Apothekerin habe ich folgendes gehört: Man wird genau gleich schnell braun bei Sonneneinstrahlung unabängig vom benützen einer Sonnencreme mit Faktor 10,30,50 oder gar keiner. Der einzige Unterschied sei nur dass man länger in der Sonnen bleiben kann ohne rot zu werden. Wenn das stimmt kann ich mich immer mit einem 50 einreiben und werde genauso schnell braun wie ohne Sonnencreme. Stimmt dies? Danke für die Antwort, freundliche Grüsse, gurusse.

Antwort von Prof. Dummer:
Guten Tag gurusse,
Grundsätzlich sind Sonnenschutzprodukte nicht dazu, um länger an der Sonne bleiben zu können, sondern um die Haut in der Zeit, in welcher man in der Sonne ist, vor Schäden zu schützen. Eine Bräunung der Haut bedeutet bereits eine leichte Schädigung der Haut.

Das passiert auch mit hohem Lichtschutzfaktor, aber verzögert.

Ein Schutzfaktor 20 heisst, dass noch 1/20 oder 5% der UV-Strahlen auf die Haut kommen; Schutzfaktor 30 bedeutet 1/30 oder 3.3%. Je nach Hauttyp ist die Eigenschutzzeit der Haut unterschiedlich lang, entsprechend auch die Dauer der Wirkung von Sonnenschutzmitteln.
Die Bräunung der Haut entsteht hauptsächlich durch die im (Sonnen-)Licht enthaltende UV-B-Strahlung. Dabei wird von in der Oberhaut befindlichen Zellen (Melanozyten) Melanin gebildet, das die Haut zum Schutz des Zellkerns vor Schäden an der DNA bildet.
Eine Bräunung tritt ein wenn diese Schutzzeit überschritten ist. Nochmals später tritt der Sonnenbrand ein, also die Rötung der Haut.

Weitere Informationen zu Hauttyp und Sonnenschutz finden Sie in der Gratisbroschüre
Sonnenschutz


Frage von Gemma K.:
Sehr geehrter Prof. Dummer,
Vor einiger Zeit las man in den Zeitungen, dass Sonnencremes hormonaktive Substanzen beinhalten. Stimmt dies? Und ist dies nicht gerade für kleine Kinder gefährlich? Besten Dank und freundliche Grüsse Gemma K.

Antwort von Prof. Dummer:
Guten Tag Gemma K.
In Laborversuchen haben einzelne chemische UV-Filter eine hormonähnliche Wirkung gezeigt. Diese Filter werden heute weitgehend nicht mehr verwendet. Negative Auswirkungen dieser Filter auf Menschen und Umwelt konnten bisher nicht nachgewiesen werden.
Nach heutigem Wissensstand ist der Nutzen von Sonnenschutzmitteln weitaus grösser als mögliche Risiken. Dermatologinnen und Dermatologen, das Bundesamt für Gesundheit und die Krebsliga empfehlen weiterhin die konsequente Anwendung von Sonnenschutzmitteln, um Sonnenbrände zu vermeiden.

Im Gegensatz zu Erwachsenen sind die Eigenschutzmechanismen der Haut bei Kindern noch nicht vollständig ausgebildet. Deshalb braucht der Sonnenschutz bei unseren Kleinen besondere Aufmerksamkeit.
Um Unverträglichkeiten zu vermeiden braucht es bei Kindern spezielle Sonnenschutzmittel: Es sollte einen hohen Lichtschutzfaktor aufweisen, wasserfest sein, vorwiegend Mikropigmente als UV-Filter und weder Duftstoffe, Alkohol noch Konservierungsstoffe enthalten. Weitere Infos finden Sie in der Gratisbroschüre der Krebsliga
Sonnenschutz (ab Seite 12)


Frage von weger:
Guten Tag
zahlt die Krankenkasse einen Check-up der Haut auch wenn kein Verdacht auf Hautkrebs da ist ? Als Bauer habe ich viel draussen gearbeitet und meine Haut leider nicht immer optimal geschützt. Freundlich grüsst, weger.

Antwort von Prof. Dummer:
Guten Tag weger,
Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.
Tips wie Sie Ihre Haut in Zukunft schützen können, finden Sie in der Broschüre
Sonnenschutz


Frage von chrissy:
nach der OP (malignes Melanom) am Rücken und Entfernung des Sentinelknotens und die linken Lymphdrüsen im Achselbereich spritze ich 3mal die Woche Interferon. 2Stunden vorher soll ich immer Parkemed 500 einnehmen. Kann ich die Tabletten nicht weglassen wenn ich keine Nebenwirkungen habe? Ich habe Bedenken dass ich damit andere Organe schädige.

Antwort von Prof. Dummer:
Guten Tag Chrissy,
Interferon kann als Nebenwirkung grippeähnliche Symptome auslösen. Um dem vorzubeugen erhalten Sie die Parkemed 500 Tbl. Ich kann verstehen, dass Sie sich Fragen ob dieses Medikament überhaupt nötig ist, wenn Sie offensichtlich keine Nebenwirkungen spüren. Die Therapie, so wie sie Ihnen verschrieben ist, ist heute Standard. Dennoch kann ein Absetzen der Begleitmedikation nach Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt versucht werden. Besprechen Sie sich auf jeden Fall mit Ihrem Arzt oder Ärztin wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie Parkemed 500 nicht vertragen.



Frage von Chris75:
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. med. Dummer,
bei einigen Punkten zum Thema "Sonnenschutz für Kleinkinder" bin ich unsicher und sehr froh, dass ich Ihnen meine Fragen stellen darf: In der Broschüre "Sonnenschutz für Säuglinge,..." steht, dass Kinder nur einen Sonnenschutz brauchen, wenn der UV-Index über 2 liegt. Gilt das auch für Kleinkinder von 1 bis 3? Und auch für den Fall, dass sie in der direkten Sonne spielen? Da es hier in Lugano am späten Nachmittag noch sehr heiss ist, der UV-Index aber zur Zeit ab 17 Uhr unter 2 ist, wüsste ich gerne, wieviel Schutz dann für Kleinkinder noch nötig ist, um sie nicht unnötig schwitzen zu lassen. Ist kurze Kleidung ohne Creme etc möglich oder wieweit kann man den Sonnenschutz lockern? Wie gefährlich ist dann noch die direkte Sonne? Und wie gefährlich sind die IR-Strahlen? Könnten die Kinder nackt ins Planschbecken oder am frühen Abend an den Strand? Ist ein UV-A-Schutz nötig, wenn man sich mittags an einem Nordfenster aufhält? Vielen Dank im Voraus.

Antwort von Prof. Reinhard Dummer:
Sehr geehrte Chris75,
Der UV-Index ist ein internationales Mass und misst die Intensität der UV-Strahlen auf einer Skala von 1-12. Je höher der UV-Index, desto mehr Sonnenschutz ist erforderlich. Bei einem UV-Index von 1-2 sind bei einer erwachsenen Person keine besonderen Schutzmassnahmen nötig.

Unsere Haut ist durch die Bildung von Melanin in der Lage, sich während einer bestimmten Zeit vor UV-Strahlen zu schützen. Die Dauer dieser Eigenschutzzeit hängt vom jeweiligen Hauttyp ab.

Dies gilt jedoch nicht für Kinder, vor allem nicht für Kleinkinder. Die Haut von Kindern ist wesentlich empfindlicher als die Erwachsener und nur wenig in der Lage, Melanin zu bilden. Erst ab dem 4. Lebensjahr beginnt sich eine Hornschicht mit Schutzfunktion zu entwickeln. Darum sollten sich Kleinkinder, wenn immer möglich im Schatten aufhalten, auch bei niedrigem UV-Index. Säuglinge und Kleinkinder bis zu 1 Jahr gehören nicht in die Sonne.

Kinder geben sich ganz ihrem Spiel und ihrer Beschäftigung hin und schwitzen auch ohne Kleider. Bieten Sie Ihren Kindern viel Flüssigkeit in Form von verdünnten Fruchtsäften, Wasser oder ungezuckerten Tee an.
Ein breitrandiger Sonnenhut, Sonnenbrille, UV-Schutz-Textilien oder Kleider in kräftigen Farben schützen die zarte Haut Ihrer Kinder vor den schädlichen UV-Strahlen. Cremen Sie ungeschützte Körperstellen mit einem Sonnenschutzmittel mit einem hohem Lichtschutzfaktor ein. Kinderhaut ist sehr empfindlich. Darum sollten Sonnenschutzmittel für Kinder weder Duftstoffe, noch Konservierungsmittel oder Alkohol enthalten und am Besten mit einem mineralischen Filter ausgerüstet sein. Fürs Baden im Planschbecken oder am Abend am Strand finden Sie im Handel lustige Badeanzüge mit integriertem UV-Schutz.
Mehr Informationen und Tips finden Sie im
Faltblatt des BAG oder in der Broschüre Sonnenschutz der Krebsliga Schweiz.

Die Sonnenstrahlen setzen sich aus sichtbaren und unsichtbaren, sowie aus spürbaren und nicht spürbaren Strahlen zusammen. Das sichtbare Licht sorgt für Helle und Farbe. Die Infrarotstrahlen (IR-Strahlen) wärmen Haut und Muskeln. Die schädlichen UV-Strahlen sind weder sichtbar noch spürbar.
Natürliche IR Strahlen werden als angenehm empfunden. Sie dringen nur wenig ins Gewebe ein und sind nicht schädlich.
Glas bietet keinen vollständigen UV-Schutz. Vor allem UV-A-Strahlen, welche die Hautalterung und Allergien fördern, durchdringen Glasscheiben. UV-B-Strahlen, welche für den Sonnenbrand und die Bräunung der Haut verantwortlich sind, werden durch Glas stark gefiltert und abgeschwächt. Wenn die Sonne durch Ihr Nordfenster scheint, kann es durchaus sinnvoll sein, Ihre Kinder und sich selber vor den Sonnenstrahlen zu schützen.



Frage von Martina:
Im Artikel über das Melanom wird erwähnt, „dass die Haut nichts vergisst“ und die Zellen jeden Sonnenbrand in ihrem Gedächtnis speichern würden. Könnten Sie dazu die wissenschaftliche Erklärung liefern?

Antwort von Prof. Dummer:
Beim Sonnenbrand handelt es sich um eine akute Verbrennung der Haut, die durch eine zu hohe UVB-Dosis hervorgerufen wird. Die schädlichen UV-Strahlen dringen in die Zellwände ein, wo sie bleibende Schädigungen verursachen. Jeder Sonnenbrand hinterlässt somit Spuren, weshalb man auch sagt, dass die Haut ein Gedächtnis hat.



Frage von Maria Sakhr:
Guten Tag,
Ich bin, bislang vergeblich, auf der Suche nach einer sehr guten Sonnecreme für meine beiden Kinder im Alter von 7 und 10 Jahren. Sie sollte einen hohen Schutzfaktor – nicht tiefer als 30 – aufweisen, nicht zu viele chemische Filter enthalten und sich leicht auftragen lassen (wenn sich das Kind z. B. auf einem Schulausflug wieder eincremen muss). Man hat mir Daylong (praktisch, da man sie am Morgen vor der Schule auftragen kann) sowie Produkte von La Roche Posay empfohlen. Nun bin ich etwas verunsichert und wäre froh um Ihren Rat.

Antwort von Prof. Dummer:
Kinderhaut ist deutlich dünner als die Haut Erwachsener. Sie reagiert auch empfindlicher und ist durchlässiger für UV-Strahlen. Aus diesem Grund ist die Wahl der richtigen Sonnecreme besonders wichtig. Trotzdem sind der Aufenthalt am Schatten und eine angemessene Bekleidung die wirksamsten Massnahmen, um die Kinder vor UV-Strahlen zu schützen. Die Qualität des Sonnenschutzes bei Textilien hängt ab vom verwendeten Material, der Gewebedichte und der Farbe. Empfohlen werden Kleider in kräftigen Farben. Ausführlichere Informationen zum textilen Sonnenschutz findet man in der Broschüre auf Seite 15 unter
Sonnenschutz

Die Verwendung eines speziell auf die Bedürfnisse der Kinderhaut abgestimmten Sonnenschutzmittels ist sinnvoll. Es sollte einen hohen Schutzfaktor aufweisen, wasserfest sein, nicht mit Zusätzen von Duftstoffen, Alkohol und Konservierungsstoffen versehen sein und physikalische Filter enthalten, damit die Hautverträglichkeit gewährleistet ist. Ich schliesse mich den Empfehlungen der Krebsliga an und schlage kein bestimmtes Sonnenschutzprodukt vor. Ich rate Ihnen jedoch, ein Produkt mit einem Lichtschutzschutzfaktor (LSF) von mindestens 30 zu verwenden und auf einen hohen UVA- und UVB-Schutz zu achten. In der Apotheke erhalten sie Informationen zu den Produkten verschiedener Marken, die diese Kriterien erfüllen. Aber: Sonnencremes – auch mit einem hohen Lichtschutzfaktor – sind kein Freipass für exzessive Sonnenbäder.


Frage von Dr. Guy Moreau:
Geschätzter Kollege,
Bei meinem Sohn, Jahrgang 1970, mit rotem Haar und blauen Augen, wurde 2000 ein Halsmelanom rechts vom Typ SSM, CLARK III, BRESLOW 1,45 MM diagnostiziert, das am 17.07.2000 chirurgisch entfernt wurde. Der Befund weiterer Untersuchungen am Universitätsspital von Dijon war negativ. Es folgten halbjährliche Kontrollen. Eine hartnäckige Sinusitis machte einen HNO-Eingriff notwendig, bei dem ein Melanom gefunden wurde. Eine MRI- und CT-Untersuchung ergab mehrere Metastasen. Ich habe mit Prof. Luc Thomas von Lyon Kontakt aufgenommen, der mich an Sie weiterverwiesen hat, da Sie offenbar in Kürze eine Phase-1-Studie mit neuen Molekülen durchführen werden. Auf Ihren Wunsch steht Ihnen mein Sohn für diese Studie selbstverständlich gerne zur Verfügung. Besten Dank im Voraus für Ihre Bemühungen und freundliche Grüsse

Antwort von Prof. Dummer:
Geschätzter Kollege,
Es tut mir ausserordentlich Leid, dass Ihr Sohn an einem Melanom erkrankt ist. Tatsächlich ist für diesen Pathologietyp im Stadium 2 eine multizentrische Studie an verschiedenen Universitätsinstituten im Gange, bei der eine Behandlung mit Temezolomid kombiniert mit Bevacizumab durchgeführt wird. Eine umfassendere Antwort, die sich eingehender mit Ihrem Fall befasst, würde jedoch den Rahmen dieses Forums sprengen. Falls Sie oder Ihr Sohn es aber wünschen, können Sie sich mit der
Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich in Verbindung setzen.
Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn für die Zukunft alles Gute.

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