2022 - Krebstelefonteam


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2022 - Krebstelefonteam

Beitragvon admin » Do 7 Jul 2022 14:24

Haben Sie Fragen an die Mitarbeiterinnen des Krebstelefons?

An dieser Stelle beantworten wir Ihre schriftlichen Fragen vom 12. Juli bis zum 30. August 2022.

Auf der Startseite des Forums finden Sie mehr Informationen sowie den Link zum Formular.

Diese Antworten sind eine allgemeine Stellungnahme. Sie können nicht die persönliche Beratung durch eine qualifizierte medizinische Fachperson ersetzen. Soweit in einem Beitrag bestimmte Ärzte, Ärztinnen, Behandlungseinrichtungen oder Produkte genannt werden, dient dies nicht der Werbung oder stellt eine Empfehlung dar, sondern ist lediglich als Hinweis auf weitere Informationsquellen zu verstehen.

Einige Fragen und Antworten wurden in eine andere Landessprache übersetzt. Sollten Fragen oder Unklarheiten auftreten, wenden Sie sich bitte an die Fachberaterinnen vom Krebstelefon. Kostenlose Telefonnummer 0800 11 88 11 oder per E-Mail an helpline@krebsliga.ch

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und grüssen Sie freundlich

die Moderatorinnen

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Trockene Haut

Beitragvon admin » Di 19 Jul 2022 14:12

Frage von K.C.:
Hallo,
Ich mache seit Juli 2020 eine Hormontherapie mit Letrozol. Ich bin 58 Jahre alt und meine Haut an den Beinen ist extrem trocken und nichts hilft dagegen. Ich bräuchte einen Rat, welche Cremes/Balsam/Öl ich verwenden sollte und welche Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel mir helfen könnten, meine Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Vielen Dank im Voraus und beste Grüße.

Antwort von Gabriella Pidoux, Fachberaterin Krebstelefon:
Hallo,
Nach der Einnahme von Letrozol haben Sie eine sehr trockene Haut an den Beinen.
Dieses Problem ist äußerst unangenehm und verursacht Schmerzen.
Ich möchte Ihnen einige Empfehlungen für sehr trockene Haut geben:
- Verwenden Sie beim Duschen eine milde Seife und frisches oder lauwarmes statt heißes Wasser.
- Tragen Sie häufig eine Feuchtigkeitspflege auf Ihre Haut auf. Tun Sie dies, wenn Ihre Haut noch ein wenig nass ist, so behält sie eine gewisse Feuchtigkeit.
- Trinken Sie viel Flüssigkeit (klicken Sie in der Ernährungspyramide auf Getränke und dann auf weitere Informationen).
- Vermeiden Sie extreme Hitze, Kälte und Wind, da sie die Haut austrocknen. Versuchen Sie, sich an einem kühlen Ort aufzuhalten, damit Sie nicht schwitzen und Ihre Haut noch mehr austrocknen.
- Lassen Sie sich von Ihrem Arzt (oder einem Dermatologen) eine spezielle Barrierecreme verschreiben. Eine Barrierecreme ist eine Art dickflüssige Creme, die die Haut schützt und Feuchtigkeit bindet.
- Verwenden Sie Salzkompressen. Nehmen Sie dazu ein mit Salzwasser (Salzlösung = ½ Teelöffel Salz + 2,5 dl destilliertes Wasser) getränktes Tuch und legen Sie es auf die Hautstelle, die trocken oder schmerzhaft ist.

Vielleicht wenden Sie diese Empfehlungen bereits an und sie sind nicht (ausreichend) wirksam. Wenn dies der Fall ist, könnte ein Besuch bei einem Dermatologen vielleicht eine Lösung für Ihr Problem bieten.

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Suche Austausch mit Brustkrebsbetroffenen

Beitragvon admin » Mo 25 Jul 2022 15:45

Frage von Schwedenfan
Liebes Forumteam
Habe am 9.Juni die Diagnose Brustkrebs erhalten. Am 16.06. wurde der Tumor brusterhaltend entfernt ( phatologischer Befund Tumor komplett entfernt, Lymphknoten nicht befallen). Seit Ende Juni nehme ich das Medikament Letrazol (Antihormontheraphie). Seit 10.Juli gehe ich zur Bestrahlung bis 11. August. Anschließend beginnt das OnkoRehaprogramm. Kurz nach der Einnahme von Letrazol begann bei mir eine extreme Müdigkeit, ansonsten habe ich bisher keine weiteren Nebenwirkungen bis auf eine Rötung der bestrahlten Brust. Ich suche nun Gleichgesinnte in der Region Aarau (werde im Brustzentrum Hirslanden Aarau behandelt), mit denen ich mich Austauschen kann. Vielleicht können Sie mir hier wertvolle Tipps geben.
LG

Antwort von Carine Neyens, Fachberaterin Krebstelefon
Sie suchen den Austausch mit Brustkrebsbetroffenen, die sich wie Sie in einer Antihormontherapie und einer adjuvanten Strahlentherapie befinden. Zurzeit leiden Sie unter einer extremen Müdigkeit. Abgesehen davon haben Sie keine Nebenwirkungen von Letrozol.

Obwohl versucht wird, gesundes Gewebe bei der Strahlenbehandlung möglichst zu schonen, können an der bestrahlten Körperstellen Hautreaktionen wie etwa Rötungen vorkommen. Die Haut, die der Bestrahlung ausgesetzt ist, braucht besondere Pflege. Tipps zur Pflege der bestrahlen Haut erhalten Sie bei Ihrer Breast Care Nurse. Allgemeine Pflegetipps finden Sie auch in unserer Broschüre Strahlentherapie Seite 37ff.

Bei Selbsthilfe Schweiz finden Sie Gruppen, Personen die den Austausch suchen, Organisationen und virtuelle Angebote. Geben Sie im Suchfenster: «Brustkrebs» für den Kanton Aargau ein. Zudem bietet Europa Donna mit Tavola Rosa eine Austauschmöglichkeit für betroffene Frauen in Aarau an. Die kantonale Krebsliga Aargau kann Sie über Angebote in Ihrer Region informieren.

Sie können sich schon vor dem Start Ihres Reha-Programms einer Krebssportgruppe anschliessen.
Eine Krebssportgruppe bietet einerseits eine Möglichkeit, Kontakte zu anderen Krebsbetroffenen zu knüpfen und gleichzeitig mögliche Nebenwirkungen vorzubeugen und zu minimieren. Kurse für körperliche Aktivität bei und nach Krebs werden in verschiedenen Regionen der Schweiz angeboten.

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Sportliche Aktivität bei Krebs – Was passt?

Beitragvon admin » Di 26 Jul 2022 12:42

Frage von Jonas
Guten Tag,
Ich schreibe Ihnen wegen meiner Freundin. Sie hat Krebs und ist in Behandlung. Früher war sie sportlich aktiv, jetzt sucht sie nach einer sportlichen Aktivität, die zu ihrer aktuellen körperlichen Verfassung passt. Gibt es so etwas? Vielen Dank für Ihre Antwort!
Jonas

Antwort von Rita Lang, Fachberaterin Krebstelefon
Hallo Jonas
Krebs und Krebstherapien können körperlich und psychisch belastend sein. Sport und allgemeiner körperliche Aktivität sind ein Weg, dieser Belastung entgegenzuwirken. Ihre Freundin sucht nach der aktuell passenden Aktivität.

Durch regelmässige Bewegung kann die körperliche Leistungsfähigkeit erhalten oder wiederaufgebaut werden. Menschen in einer Krebstherapie profitieren in dreifacher Hinsicht:
Körperliche Aktivität fördert das Wohlbefinden, kann Nebenwirkungen der Therapie reduzieren oder lindern und wirkt sich positiv auf die Lebenserwartung aus.

Ideal ist eine Kombination verschiedener Trainingsarten aus Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit.

Welches ist die richtige Aktivität für Ihre Freundin?
Das hängt stark von ihrem Befinden, ihrem Gesundheitszustand, der Diagnose und der Behandlung ab.
Massnahmen, die bei einer bestimmten Krebserkrankung nützlich sein können, sind bei einer anderen nicht empfohlen. Es gilt, mit dem Behandlungsteam abzuwägen, welcher Sport am besten zu ihrer aktuellen Situation passt.

Wir empfehlen ihr, sich von einem Physio- oder Sporttherapeuten aus der Onkologie beraten zu lassen, wenn sie unsicher ist, was, wie viel und wie oft sie ausüben darf, um ihre Gesundheit zu stärken.

Folgende Fragen helfen anschliessend bei der Planung:
  • Was will ich tun?
  • Wo will ich dies tun?
  • Wann will ich dies tun
  • Wer begleitet mich dabei?
Hierbei können Sie Ihre Freundin unterstützen.

Hilfreiche Tipps:

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Kolorektales Karzinom: Stadienenteilung

Beitragvon admin » Fr 12 Aug 2022 15:27

Frage von PAOLA760:
Guten Tag
Leider haben wir gestern erfahren, dass mein Vater an Darmkrebs erkrankt ist. Die Koloskopie hat ergeben, dass die Leber nicht davon betroffen ist. Heute müssen wir zum Lungen-CT. Ich wollte mich erkundigen, ob es möglich ist, dass sich Metastasen in der Lunge gebildet haben, obwohl die Leber keine Metastasen hat. Vielen Dank.

Antwort von Cornelia Orelli, Beraterin Krebsinformations- und Beratungsdienst, Krebsliga Schweiz:
Guten Tag. Darmkrebs kann auch in der Lunge Metastasen bilden, ohne dass die Leber von der Krankheit betroffen ist. In dieser Phase bleibt allerdings zu hoffen, dass sich der Krebs auf den Darm beschränkt.
Teilen Sie uns gerne das CT-Ergebnis mit. Wir stehen Ihnen für weitere Informationen und weitere Unterstützung gerne zur Verfügung. So erreichen Sie uns.

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Krankheitsfolgen

Beitragvon admin » Mi 24 Aug 2022 13:07

Frage von "Une amie":
Guten Tag,
Eine Freundin von mir leidet an den Folgen einer Krebserkrankung. Haben Sie eine Idee, wo sie Hilfe bekommen könnte?
Beste Grüsse

Antwort von Gabriella Pidoux, Fachberaterin Krebstelefon:
Hallo "Une amie",

Zunächst möchte ich Ihnen dazu gratulieren, dass Sie uns geschrieben haben, um für Ihre Freundin um Hilfe zu bitten! Ein solcher Schritt ist manchmal schwierig.
Sie sagen uns nicht, welche Folgen Ihre Freundin hat. Ich denke, es sind mehrere. Viele Betroffene leiden noch Jahre später unter den körperlichen und psychosozialen Folgen einer Krebserkrankung. Auf der Website der Krebsliga Schweiz unter "Leben mit und nach Krebs" findet Ihre Freundin Informationen zu diesem Thema.
Ich möchte sie auch darauf aufmerksam machen, dass es in der Romandie evivovaud.ch gibt.

Ich hoffe, dass Ihre Freundin mithilfe der Links, die ich Ihnen gegeben habe, die nötige Hilfe finden wird, um ihre Beschwerden zu lindern.

Beste Grüsse

Gabriella Pidoux

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Fulphila®, Risiko, alle Nebenwirkungen zu haben?

Beitragvon admin » Di 30 Aug 2022 11:32

Frage von Valérie
Guten Tag
Meine Schwester leidet an triple-negativem Brustkrebs mit infiltrierendem Karzinom. Zurzeit bekommt sie eine Chemotherapie und nimmt die Medikamente Epirubicin und Cyclophosphamid.
Darüber hinaus bekommt sie eine Immuntherapie mit Pembrolizumab.
Nun wurde ihr das Medikament FULPHILA Injektionslösung 6 mg/0,6 ml verschrieben.
Das soll sie innerhalb von 24 Stunden nach der Chemotherapie einnehmen, da sie einen Mangel an weissen Blutkörperchen hat. Als sie jedoch die Nebenwirkungen sah, hatte sie grosse Angst und traute sich nicht, es einzunehmen. Das Problem: Ihr Onkologe ist in den Ferien. Können Sie mir bitte sagen oder einschätzen, ob diese sehr beängstigenden Nebenwirkungen bei meiner Schwester auftreten können? Schädigung der winzigen Nierenfiltergefässe (Glomerulonephritis), Bluthusten (Hämoptyse), akute myeloische Leukämie, «Kapillarlecksyndrom», bei dem Blut austritt, usw. Vielen Dank im Voraus!

Antwort von Carine Neyens: Fachberaterin Krebstelefon
Hallo Valerie
Fulphila® wird verwendet, um die Dauer von Neutropenien (Verminderung der Anzahl von weissen Blutkörperchen im Blut) zu verkürzen, die eine Chemotherapie verursachen kann.
Weisse Blutkörperchen sind wichtig, da sie dem Körper helfen, Infektionen zu bekämpfen. Eine Nebenwirkung der Chemotherapie ist, dass sie die Anzahl dieser weissen Blutkörperchen im Körper verringern kann.

Der Arzt Ihrer Schwester hat Fulphila® verschrieben, um das Knochenmark zu stimulieren, damit es mehr weisse Blutkörperchen bildet. Diese helfen dem Körper, Infektionen zu bekämpfen. Die subkutane Injektion sollte etwa 24 Stunden nach der letzten Chemotherapiedosis am Ende eines jeden Chemozyklus erfolgen.

Ihre Schwester kennt die Nebenwirkungen von Fulphila® und traut sich aus diesem Grund nicht mehr, das Medikament einzunehmen. Sie kann ihren Hausarzt nicht konsultieren, weil er nicht anwesend ist.

In diesem Fall sollten Sie sich an das Ärzte- und Behandlungsteam wenden, das den Onkologen Ihrer Schwester vertritt; oder an das Pflegeteam, beispielsweise ihre Breast Care Nurse.

Das Krebstelefon ist kein medizinischer Dienst. Es liegt deshalb nicht in unserer Kompetenz, das Risiko der Nebenwirkungen von Medikamenten zu bewerten.

Arzneimittelhersteller sind verpflichtet, alle möglichen Nebenwirkungen von Arzneimitteln in den Begleitinformationen der Medikamente anzugeben. Das bedeutet nicht, dass alle Nebenwirkungen auftreten. Jede Person reagiert anders.

Ich empfehle Ihrer Schwester dringend, Ihr Behandlungsteam so schnell wie möglich über ihre Befürchtungen zu informieren und die Entscheidung, das Medikament nicht einzunehmen, noch einmal zu überdenken.


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