2013 – Krebstelefonteam


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2013 – Krebstelefonteam

Beitragvon admin » Di 30 Jul 2013 13:55

Sie fragen - das Krebstelefon antwortete:


Diese Antworten sind eine allgemeine Stellungnahme. Sie können nicht die persönliche Beratung durch eine qualifizierte medizinische Fachperson ersetzen. Soweit in einem Beitrag bestimmte Ärzte, Ärztinnen, Behandlungseinrichtungen oder Produkte genannt werden, dient dies nicht der Werbung oder stellt eine Empfehlung dar, sondern ist lediglich als Hinweis auf weitere Informationsquellen zu verstehen.

Einige Fragen und Antworten wurden in eine andere Landessprache übersetzt. Sollten Fragen oder Unklarheiten auftreten, wenden Sie sich bitte an die Fachberaterinnen vom Krebstelefon. Kostenlose Telefonnummer 0800 11 88 11 oder per E-Mail an helpline@krebsliga.ch



Frage von ursi:
Ende Jan. 2013 wurde bei mir eine laparoskopische totale mesorektale Exzision durchgeführt (Adenokarzinom des proximalen Rektums, pT3, pN1a (1/26), LO, V+, G2, RO. Seither habe ich ein Stoma; Ende Feb bis 12.8.13 erfolgt(e) eine adjuvante Chemotherapie mit Oxaliplatin und Xeloda. Ich möchte das Stoma anschliessend zurück verlegen, was laut dem Chirurgen bei "positiven" Befunden, innert 3 - 4 Tagen nach Abschluss der Chemotherapie möglich sein sollte. Mit welchen Beschwerden muss ich nach der Rückerlegung rechnen? Wird mir ein "normales" Leben nachher möglich sein? Wie lange dauert in etwa die Erholungszeit, bis wieder an eine Arbeitsaufnahme zu denken ist? Kann ich die Rückverlegung, d.h. allfällige gesundheitliche Folgen positiv, selber beeinflussen?

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Ursi
Es ist gut, dass Sie sich schon jetzt Gedanken zur Rückverlegung Ihres Stomas machen, und sich fragen, was Sie selber dazu tun können.
Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Rückverlegung des Stomas ist ein intakter und funktionierender Schliessmuskel. Dieser wurde während der Zeit des Stomas nicht mehr gebraucht und war möglicherweise inaktiv. Daher ist es wichtig, dass Sie diesen Schliessmuskel schon vor der Operation wieder trainieren. Dabei kann Sie ein Physiotherapeut oder eine Physiotherapeutin unterstützen.

Es kann richtig sein, Ernährungsgewohnheiten, die Ihnen während der Stomazeit geholfen haben, auch nach der Rückverlegung beizubehalten. Vermeiden Sie blähende Speisen. Wenden Sie sich bei Schwierigkeiten oder Problemen an eine Ernährungsberaterin oder einen Ernährungsberater.

Die Zeit nach der Rückverlegung des Stomas kann sehr individuell verlaufen. Manche Patienten leiden in der ersten Zeit unter Verstopfung, andere unter Durchfall oder häufiger Darmentleerung. Dies hängt auch davon ab, wie viel Dickdarm durch die Operation entfernt worden ist. Wenn ein grosser Teil des Dickdarms entfernt wurde, kann der Stuhl nicht mehr genügend eingedickt werden, was zu flüssigem und häufigem Stuhlgang führt.
Um Entzündungen rund um den Schliessmuskel und am After zu vermeiden, ist es empfehlenswert ein weiches Toilettenpapier oder Feuchttüchlein, ohne Parfum, ev. sogar für Säuglinge, zu verwenden.
In der ersten Zeit können Slipeinlagen zusätzliche Sicherheit bringen.
Wie lange die Erholungszeit voraussichtlich dauern wird, und wann Sie damit rechnen können, Ihre Arbeit wieder aufzunehmen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Lassen Sie sich von Ihrem Chirurgen beraten.
Ziel einer Stomarückverlegung ist, die Integrität des Patienten oder der Patientin wieder herzustellen und ihm oder ihr wieder ein möglichst normales Leben zu ermöglichen.



Frage von Bine:
Ich bekomme eine Strahlen- plus Chemotherapie im Kopf-Halsbereich. Meine Frage: Durch die Behandlung könnten meine Zähne in Mitleidenschaft gezogen werden (eine Zahnärztliche Untersuchung wurde bereits durchgeführt). Frage: Ohne Zahnärztliche Versicherung werden die Kosten von der Allg. Versicherung übernommen?

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Bine
Strahlen- und Chemotherapie können im Kieferbereich zu Schäden am Zahnfleisch und somit zu Parodontose führen. Dies kann eine zahnärztliche Behandlung notwendig machen. Wenn der Nachweis erbracht ist, dass die Zahnschäden eine Folge der Krebsbehandlung sind, muss die Grundversicherung der Krankenkasse die Kosten für die Zahnbehandlung übernehmen. Falls die Zahnbehandlung als Folge einer Speicheldrüsenerkrankung erfolgt, wird sie ebenfalls von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen.
–Sie haben richtig gehandelt und Ihre Zähne noch vor Therapiebeginn von einem Zahnarzt kontrollieren lassen. So wurde der Zustand Ihrer Zähne noch vor der Therapie bestimmt. Dadurch können Sie eventuell bereits bestehende Schäden vorbeugend reparieren.
Weitere Informationen über die Leistungen der Krankenkassen finden Sie in unserer Broschüre
Krebs – was leisten die Sozialversicherungen


Frage von andbern:
Bei meinem Schwager (46) – er lebt in Zentralasien – wurde ein Hirntumor diagnostiziert. Umfangreiches Material inkl. Tomographie-Bilder sind elektronisch verfügbar. Leider wollen / können die lokalen Arzte keine Operation durchführen, da die Infrastruktur ungenügend sei. Ev. erachten sie das Risiko als zu hoch. Sie verweisen auf Operationsmöglichkeiten im Ausland. Mit dieser Anfrage möchten wir herausfinden, ob eine Operation in der Schweiz möglich und sinnvoll wäre. Ggf. können sie mir in einer ersten kurzen Stellungnahme mitteilen – ob unsere Idee einer Operation in der Schweiz überhaupt durchführbar wäre, – welche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen wären – ob es hierzu Anlaufstellen oder Erfahrungsberichte – welche (sehr groben) Kosten entstehen können und – was wir als nächstes konkret zu klären hätten.

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag andbern
Verschiedene Schweizer Spitäler bieten ausländischen Patienten ein Servicepaket an.
Sie erstellen eine Zweitmeinung und/oder einen Behandlungsplan, sowie einen Kostenvoranschlag für mögliche Behandlungen in ihrem Spital. Ausländische Patienten, die keine Versicherung haben, müssen die Behandlung selber bezahlen. Meistens verlangen die behandelnden Spitäler eine Vorauszahlung oder eine Kostengutsprache einer Bank.
Rufen Sie uns an damit wir über ein geeignetes Vorgehen diskutieren können. Die Telefonnummer und die Öffnungszeiten finden Sie unter
Krebstelefon.


Frage von argentina:
Durch Bestrahlungen nach einer Brustkrebsoperation ist die Haut (unsichtbar) geschädigt und die Operationsnarbe zieht sich immer wieder zusammen und drückt auf das Implantat. Was halten Sie von Eigenfett-Unterspritzungen der Narbe? Oder eventuell einen ganzen Brustaufbau mit Eigenfett?

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag argentina
Die Frage, ob eine Eigenfett-Unterspritzung das Problem mit der Operationsnarbe lösen kann, wird Ihnen nur der Spezialist, ein plastischer Chirurg, beantworten können. Das Gleiche gilt für einen Wiederaufbau mit Eigenfett. Dies ist ein mikrochirurgischer Eingriff. In der Fachsprache nennt man dies DIEP-Lappen (Deep Inferior Epigastric Perforator Lappen) Verfahren. Mehr zur Operationstechnik und möglichen Risiken finden Sie in unserer Broschüre

Eine neue Brust? Chirurgischer Wiederaufbau nach Brustkrebs ab Seite 17.


Frage von Meenzermeedche:
Hallo, ich wohne in Mainz /Deutschland und habe einen Beitrag im deutschen Fernsehen gesehen von einem Schweizer Krebsforscherehepaar, das ein Krebsmittel gefunden hat das absolut 100% Hilfe verspricht aber von keinem Pharmakonzern finanziert wird. Können Sie mir sagen wie ich Kontakt aufnehmen kann? Ich habe metastasierenden Brustkrebs, (Erstdiagnose 2008), dann 2011 1 Knochenmetastase im re. Beckenknochen, jetzt Aug. 2013 in der Lunge und am Aortabogen. Die nächste Woche muss mit einer Biopsie diese Diagnose der vorab gemachten CT Aufnahmen, noch bestätigt werden. Da dieses neue Auftreten von Metastasen in der Lunge keine tolle Zukunftsprognose darstellt bitte ich um neuste Erkenntnisse, Forschungsergebnisse, Komplementär-medizinsche, Sport und andere Hoffnungsträgernachrichten

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Meenzermeedche
Das Schweizer Krebsforscher Ehepaar und dessen Krebsmittel ist der Krebsliga Schweiz nicht bekannt. Oberste Vorsicht ist bei solchen Aussagen angebracht. Sie wecken Hoffnungen, versprechen sehr viel und dahinter steckt oft leider nichts. Gäbe es dieses Krebsmittel, das 100 % Hilfe verspricht, würde es entsprechende Finanzierung finden und wir hätten davon gehört.
Neueste Erkenntnisse, was z. Bsp. an Studien in Deutschland läuft, oder Forschungsergebnisse können Sie
hier gezielt nachfragen. Der Krebsinformationsdienst Deutschland kann auch weiterhelfen.
In der Broschüre
Brustkrebs II , die in Zusammenarbeit der Deutschen Krebshilfe mit anderen Institutionen entstand, finden Sie Informationen zum fortgeschrittenen Brustkrebs und dessen Behandlung.
Sie fragen nach Komplementärmedizin: In der Schweiz gibt es diverse Anlaufstellen für komplementäre Medizin, so zum Beispiel das
Kikom (Kollegiale Instanz für Komplementärmedizin) in Bern, das Zentrum für Integrative Medizin in St. Gallen und das Institut für Naturheilkunde am Unispital in Zürich. Sie können sich dort beraten lassen. Eine Information Ihres behandelnden Onkologen betrachte ich als sinnvoll, damit er allfällige Wechselwirkungen mit Ihrer medikamentösen Tumortherapie beurteilen kann.
Kennen Sie die Broschüren der Krebsliga? Der
Ratgeber Alternativ? Komplementär? gibt allgemeine Informationen über Risiken und Nutzen diverser Methoden. Ebenfalls hilfreiche und weiterführende Informationen gibt der Ratgeber über komplementäre Verfahren der Uni-Klinik Freiburg.
Was Sport anbelangt, wird nach neuesten Erkenntnissen empfohlen, 20-30 Minuten pro Tag eine leichte bis moderate Körperaktivität nachzugehen. Wichtig ist, dass Ihr Kreislauf auf Touren kommt. Ein leichtes Schwitzen zeigt an, dass Sie die richtige Intensität erreicht haben.
In der
Broschüre und auf der Internetseite „Bewegung und Sport bei Krebs“ finden Sie viele interessante Informationen.


Frage von Rosarot:
Meine Tochter ist 15. Ihre Mutter ist mit 28 und Ihre Grossmutter väterlicherseits ist mit 26 an Brustkrebs erkrankt und beide sind mit 37 bzw. 27 Jahren gestorben. Wie sieht eine sinnvolle Vorsorge für die Tochter aus?

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Rosarot
Wenn ich Ihre Anfrage richtig verstehe, sind Sie nicht die leibliche Mutter und vermuten, dass bei Ihrer 15-jährigen Adoptivtochter eine Veranlagung für hereditären Brustkrebs vorliegt. Unter den familiären Umständen, die Sie schildern, erscheint eine genetische Beratung durchaus sinnvoll.
Hier finden Sie Adressen von regionalen Fachstellen. Die Anmeldung an eine solche Fachstelle hat nicht automatisch genetische Untersuchungen zur Folge. Die Indikation für genetische Untersuchungen wird im Rahmen eines vertieften Anamnesegesprächs sorgfältig geprüft. Ausserdem wird die betroffene Person ausführlich über deren Auswirkungen aufgeklärt, damit sie eine bewusste Entscheidung treffen kann. Ideal wäre es, wenn die Frauenärztin Ihrer Tochter dieses Vorgehen unterstützen würde. Unabdingbar ist, dass sie über das Ergebnis allfälliger genetischen Untersuchungen informiert wird und die empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen sicherstellt.


Frage von Ireen:
Vor sechs Jahren erkrankte ich an Brustkrebs, vier jahre später an Eierstockkrebs. Habe mich von allem wieder gut erholt. Meine Frage: ich habe eine 30jährige Tochter und Sie fragt sich natürlich ob dies alles vererbbar ist. Ich habe keine Ahnung ob ich diese Gene in mir habe, bin auch die erste in unserer Familie welche an dieser Krebsart erkrankte. Wäre es für meine Tochter sinnvoll diesen Gentest durchführen zu lassen. Vielen Dank und es grüessli

Antwort vom Krebstelefonteam:
Unter den Umständen, die Sie beschreiben, erscheint eine genetische Beratung für Ihre Tochter durchaus sinnvoll. Hier finden Sie Adressen von regionalen Fachstellen.

Die Anmeldung bei einer solchen Fachstelle hat nicht automatisch genetische Untersuchungen zur Folge. Die Indikation für genetische Untersuchungen wird im Rahmen eines vertieften Anamnesegesprächs sorgfältig geprüft. Ausserdem wird die betroffene Person ausführlich über deren Auswirkungen aufgeklärt, damit sie eine bewusste Entscheidung treffen kann.

Ideal wäre es, wenn Ihre Frauenärztin Ihre Krankengeschichte ebenfalls der Fachstelle für genetische Beratungen übermitteln würde. Ausserdem wäre es ratsam, die Gynäkologin Ihrer Tochter über ihr Vorhaben in Kenntnis zu setzen. Unabdingbar ist, dass sie über das Ergebnis allfälliger genetischer Untersuchungen informiert wird, damit sie die empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen veranlassen kann.
Als Vorbereitung auf das Arztgespräch empfehle ich Ihnen die Lektüre der Broschüre der Krebsliga
Familiäre Krebsrisiken.


Frage von shanaja:
Vor 3.5 Jahren wurde meine rechte Brust amputiert, Chemotherapie und dann Aromatasehemmer, Femara. Zum Glück habe ich das Femara bis jetzt sehr gut vertragen. Im April dieses Jahres stellte man bei der Knochendichtemessung fest, dass das Femara die Knochendichte doch stark verringert hat. Die Werte sind aber immer noch im normalen Bereich. Als Prophylaxe wurde mir das Depot Prolia ( Bisphosphonat) empfohlen. Bis heute konnte ich mich nicht dafür oder dagegen entscheiden. Onkologe ist dafür - Hausarzt und Frauenärztin eher dagegen eingestellt. Ich habe vor allem Angst vor den Nebenwirkungen, und davor, dass das Medikament ein Depot ist. Falls ich es nicht vertrage wirkt es bei Absetzung noch bis zwei Jahre nach. Ich fühle mich unsicher, und in der Entscheidung allein gelassen. Weiss jemand einen kompetenten Arzt, der mich beraten könnte? vielen Dank

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag shanaja
Ihre Verunsicherung ist verständlich, da die vielen, auf dem Beipackzettel aufgeführten, möglichen Nebenwirkungen oftmals Angst machen.
Eine der am meisten gefürchteten Nebenwirkungen dieser Art Medikamente ist die Kiefernekrose, die jedoch selten auftritt. Vor einer Behandlung mit Prolia sollte daher unbedingt eine zahnärztliche Kontrolle durchgeführt und mögliche bereits bestehende Infektionen oder Zahnschäden behandelt werden. Es ist wichtig, auch während der Behandlung auf eine gute Mundhygiene zu achten.
Bei bestimmten Patienten oder Patientinnen besteht auf Grund der Vorbehandlung, der Erkrankung oder des allgemeinen Gesundheitszustandes ein erhöhtes Risiko für einzelne Nebenwirkungen. Besprechen Sie Ihr persönliches Risiko nochmals mit Ihrem Onkologen und erkundigen Sie sich nach einem alternativen Medikament aus der gleichen Gruppe, mit weniger lang anhaltender Depotwirkung.



Frage von kadoc:
Sehr geehrte Damen
bin Krebspatient mit "Multiplen Myelom" und möchte wissen ob es in der Alternativmedizin neue Erkenntnisse und Therapiemöglichkeiten gibt. Derzeit trinke ich Flor Essence Tee und Noni Saft. Habe auch schon Horvi Produkte verwendet. Habe seit 2009 zig Chemotherapien und eine Stammzellentherapie- mit mäßigem bis keinen Erfolg erhalten. Neuerliche Chemo steht mir bevor weil Werte wesentlich erhöht sind. Möchte mir diese aber, wenn irgendwie möglich, ersparen.
Mit freundlichen Grüßen
kadoc

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag kadoc
Sie suchen nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten für Ihr Multiples Myelom, um sich nach Möglichkeit eine weitere Chemotherapie zu ersparen. Nach heutigem Wissenstand gibt es keine sichere Alternative zur chemotherapeutischen Behandlung Ihrer Erkrankung. Hingegen können komplementär medizinische Angebote ev. wissenschaftlich medizinische Therapien unterstützen, möglicherweise Nebenwirkungen lindern und das Wohlbefinden verbessern.
Während Ihrer Krankheit haben Sie bereits verschiedene Angebote aus der Komplementärmedizin angewendet und Ihre Erfahrungen damit gemacht. Für weitere Informationen können Sie sich über Ihren Arzt an eines der folgenden Institute weiterweisen lassen:
Ans
Institut für Naturheilkunde, das dem Universitätsspital Zürich angeschlossen ist,
an die
Kollegiale Instanz für Komplementärmedizin (Kikom) der medizinischen Fakultät der Universität Bern und
ans
Zentrum für Integrative Medizin des Kantonsspitals St. Gallen.


Frage von Julie:
Gibt es Selbsthilfegruppen für Mesothelium aufgrund von Asbest in der Nordwestschweiz?

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Julie,
Trotz intensiver Recherche konnten wir leider keine Selbsthilfegruppe für Mesotheliompatienten in der Schweiz oder gar in Ihrer Region finden. Wenden Sie sich bitte an Ihre
kantonale Krebsliga . Es wäre durchaus möglich, dass diese Ihnen Adressen anderer Mesotheliompatientinnen und -patienten vermitteln könnte. Dies selbstverständlich nur mit Einwilligung der Betroffen.

In Deutschland gibt es den Bundesverband der
Asbestose Selbsthilfegruppen e.V. .
Wenn Sie selber eine Selbsthilfegruppe gründen möchten, können Sie sich an die
Selbsthilfe Schweiz dem Dachverband für regionale Selbsthilfe wenden. Unter Selbsthilfezentren finden Sie die Kontaktstellen.
Auch
Proraris , die Allianz seltener Krankheiten kann Ihnen eventuell behilflich sein.


Frage von AMJM
Mein Mann (CLL seit 9 Jahren) hat starken Nachtschweiss, gibt es Tips zur Bettwäsche?

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag AMJM
Nachtschweiss ist bei CLL ein häufiges Symptom, er kann sehr unterschiedlich auftreten. Von einem diskreten Schweissfilm auf der Haut bis hin zur Durchnässung der Bettwäsche. Starker Nachtschweiss kann den Schlafprozess sehr stören, da der Patient durch das Schwitzen oder durch das anschliessende Kältegefühl aufwacht.

Die Bettwäsche sollte, wenn möglich, nicht aus synthetischen Fasern bestehen. Gewebe aus Baumwolle, Leinen oder Satin können den Schweiss besser aufnehmen. Dies gilt auch für den Schlafanzug, dieser sollte ausserdem nicht zu eng und anliegend sein.

Weitere Praktische Tipps gegen Nachtschweiss:

• Über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit aufnehmen
• Ab Abend wenig bis keinen Alkohol trinken
• Koffeinhaltige Getränke vermeiden
• Abends scharf gewürzte und fette Speisen vermeiden
• Frische Nacht-und Bettwäsche zum Wechseln bereitlegen
• Auf eine angemessene Zimmertemperatur achten. Ideal sind 18 Grad
• Versuchsweise eine Tasse Salbeitee vor dem Schlafen trinken

Schlafexperten empfehlen ein Unterbett als sinnvolle Ergänzung zur Optimierung des Schlafklimas. Ein hochwertiges Unterbett verhindert, dass zu viel Feuchtigkeit in die Matratze gelangt, es leitet Wärme und Feuchtigkeit ab und führt diese wieder der Luft zu. Auch hier fördern Naturstoffe den Feuchtigkeitstransfer. In einem Matratzenfachgeschäft kann man Sie kompetent beraten.

Möglicherweise finden Sie auf der
Internet-Austauschplattform für Krebspatienten und ihre Angehörigen Kontakt zu Personen, die ebenfalls mit diesem Problem konfrontiert sind und Ihnen weitere hilfreiche Ratschläge geben können.


Frage von Chris82
Guten Tag
Ich (31,noch keine Kinder) hatte die vergangenen 2 Jahre durch das HPV-Virus schlechte PAP-Werte. 3x PAP III und im letzten Mai kam bei einer Biopsie sogar PAP IV (High Risk) heraus. Mein Gyn riet mir deshalb, noch dieses Jahr eine Konisation durchzuführen. Die letzten drei Monate habe ich nun intensiv versucht, mit alternativen Heilmethoden (Homöopathie, Akunpunktur, chinesische Kräuter, Schüssler-Salze) gegen den schlechten PAP anzukämpfen. Heute war ein weiterer Untersuch beim Gyn und das definitive Resultat der Biopsie werde ich in ca. zwei Wochen erhalten. Er hat allerdings bereits gemeint, dass es wahrscheinlich nicht besser geworden ist, da ein Zellteil das Jod abweist. Es muss sich demnach um kranke Zellen handeln. Könnte es aber auch sein, dass ein PAP II oder III das Jod abweist?? Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass sich meine Werte verbessert haben.. Ansonsten muss ich wohl eine Konisation durchführen lassen. Wieviel kostet so eine Konisation?
Danke!

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Chris82
Vorerst auf Ihre Frage zu den Kosten der Konisation: die Grundversicherung der Krankenkasse übernimmt die Kosten eines solchen Eingriffes, allerdings abzüglich des von Ihnen gewählten Selbstbehalts und der Jahresfranchise.
Die Krebsliga Schweiz bietet
hier Informationen über die Thematik rund um den HP-Virus. Vielleicht finden Sie dort noch mehr Informationen, die Ihnen in Ihrer Entscheidungsfindung weiterhelfen können.
Bei der gynäkologischen Untersuchung (Kolposkopie) wird der Muttermund mit einer Lupe betrachtet. Um die Oberfläche besser beurteilen zu können, wird das Verfahren mit Essigsäure und Jod verwendet. Dabei wird der Muttermund vorerst mit Essigsäure betupft und anschliessend mit Jod. Dabei geht der Gynäkologe davon aus, dass sich gesundes Gewebe dunkel verfärbt und krankhafte Bezirke sich hell darstellen. Grundlage ist die chemische Reaktion von Glykogen, das in gesundem Gewebe enthalten und deshalb eine Dunkelverfärbung bewirkt und eine dementsprechend helle Darstellung bei krankhaftem Gewebe, das wenig Glykogen enthält. Dieser Test ersetzt aber nicht die zytologische Untersuchung mittels Abstrich und gibt auch keine Auskunft über den Grad des PAP.
Neben der Konisation stehen je nach individueller Situation auch noch andere Therapieverfahren zur Verfügung wie Laservaporisation (Verdampfung des Gewebes) und Loop-Exzision (Gewebe wird mit einer kleinen elektrischen Schlinge entfernt). Besprechen Sie mit Ihrem Gynäkologen, welche Methode für Sie geeignet ist, wenn denn ein Eingriff unumgänglich sein sollte.



Frage von iiamanurse
In meiner Familie ist jemand mit Brustkrebs.. ich selbst frage mich einerseits wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es vererbbar ist? andererseits möchte ich fragen wie ich mit meiner Angst vor ihrem Tod umgehen soll?

Antwort vom Krebstelefonteam:
Die Wahrscheinlichkeit, dass Brustkrebs vererbbar ist, liegt bei 5-10 %. Für eine genauere Abschätzung Ihres persönlichen Risikos, irgendwann in Ihrem Leben an Brustkrebs zu erkranken, können Sie sich an eine Fachstelle für genetische Beratungen wenden.

Es ist normal und verständlich, dass Sie Angst haben, die betroffene Person zu verlieren. Ihre regionale Krebsliga oder das Behandlungsteam Ihrer an Brustkrebs erkrankten Verwandten können Sie an eine Fachperson verweisen, die Sie bei der Bewältigung Ihrer Angst vor dem Tod Ihrer nahestehenden Person unterstützen kann.

Zur Vorbereitung empfehle ich Ihnen, folgende Broschüren der Krebsliga zu lesen:
Krebs trifft auch die Nächsten und Familiäre Krebsrisiken

Die Fachberaterinnen des Krebstelefons stehen Ihnen von Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr ebenfalls gerne beratend und unterstützend zur Seite: 0800 11 88 11.


Frage von P. Pasquier:
Kann Tamoxifen eine Depression hervorrufen?

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag P. Pasquier
Depression ist auf der Liste der unerwünschten Nebenwirkungen, die bei der Einnahme von Tamoxifen auftreten können, nicht aufgeführt.
Dieser Wirkstoff wird bei Brustkrebs zur adjuvanten oder palliativen Therapie verordnet.


Frage von Barbara:
Guten Tag
Im Oktober 2012 habe ich erfahren, dass ich Lungenkrebs habe. Nach der Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie entwickelt sich der Krebs weiter. Kurz gesagt: Ich kann nicht mehr. Ich habe 23 Kilo zugenommen und mein Körper hat sich so stark verändert, dass ich mich nicht wiedererkenne. Ich möchte wissen, ob ich eines Tages wieder ein Leben wie zuvor führen kann oder zumindest ein aktives Leben. Wegen meiner Lungenkapazität sitze ich ständig auf dem Sofa. Bisher bin ich immer alleine zurechtgekommen, aber ich glaube, dass ich Hilfe brauche. Es ist schwierig für mich, Hilfe zu verlangen, deshalb mache ich es schriftlich.

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Barbara
Mit Ihrer Schwierigkeit, um Hilfe zu bitten, sind Sie nicht allein. Die meisten Menschen leiden enorm unter dem krankheitsbedingten Verlust ihrer Selbstständigkeit. Immerhin haben Sie den ersten Schritt gewagt und das ist sehr positiv. Machen Sie jetzt den zweiten Schritt: Melden Sie sich telefonisch bei Ihrer
kantonalen Krebsliga, um die regionalen Unterstützungsangebote für Krebsbetroffene kennenzulernen. Es ist sehr wichtig, dass Sie Möglichkeiten zum Austausch haben.
Zudem empfehle ich Ihnen die beiden Broschüren der Krebsliga
Rundum müde und Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert .

Suchen Sie mit anderen, von Lungenkrebs betroffenen Menschen
das Gespräch.

Die Fachberaterinnen des Krebstelefons (Gratisnummer 0800 11 88 11) beraten Sie von Montag bis Freitag, 9–19 Uhr.


Frage von Italiano
Guten Tag Frau Doktor
Autodidaktisch habe ich einen Forschungsansatz entwickelt, um die Ursachen und die Behandlung von Krebs zu verstehen, und ich bitte um Ihre Antwort in Bezug auf den arteriellen pO2. Sehr geehrte Frau Doktor, ich bin sicher, dass die Ursachen von Krebs nicht die genetischen Mutationen sind, die als Folge der onkologischen Erkrankung auftreten, sondern dass die wahre Ursache von Krebs der Mangel an freiem und paramagnetischem Sauerstoff im Blut ist, was anhand des verminderten arteriellen pO2 feststellbar ist. Der Mangel an freiem paramagnetischem Sauerstoff im Blut wird durch eine ungenügende physisch-kardiorespiratorische Aktivität verursacht.
Sehr geehrte Frau Doktor, meine Frage ist insbesondere folgende: Überprüfen die Onkologen bei Krebspatienten üblicherweise den arteriellen pO2 mittels Blutgasanalyse? Bitte erlauben Sie mir den Hinweis, dass diese Blutuntersuchung äusserst wichtig ist, weil es bei der Feststellung eines unterhalb der Norm liegenden pO2 genügt, diesen zu erhöhen, um die wirksamste Krebsbehandlung zu erhalten.

Mit freundlichen Grüssen
P. F.

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Italiano
Die Antwort auf Ihre Frage lautet: Nein.



Frage von mila
Soeben bin ich 50 Jahre alt geworden. Ich bin von einem multifokalen papilliformen Urothelkarzinom T1-G3 (also von hohem Malignitätsgrad) betroffen, und nach zwei endoskopischen Eingriffen (TUR-V und Re-TUR-V im Abstand von etwas mehr als einem Monat) habe ich einen ersten Zyklus mit sechs BCG-Instillationen begonnen. Ich möchte gerne Informationen über die Rezidivrate und die konkrete Notwendigkeit, sofort eine Zystektomie durchzuführen, falls die Instillationen ein Rezidiv nicht aufhalten würden
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Mila
Bitte stellen Sie Ihre Frage dem Urologen oder dem Onkologen, der Sie behandelt und somit über die Einzelheiten Bescheid weiss, die erforderlich sind, um Ihr derzeitiges individuelles Rückfallrisiko beurteilen und Ihnen im Fall eines Rezidivs die bestgeeignete therapeutische Option vorschlagen zu können.



Frage von PSD
Bedeutet eine mässige Erhöhung des Markers CA 15,3 zwingend einen Rezidiv des Tumors? Der CA-15,3-Wert meiner Mutter lag im März 2013 bei 60, zwei Wochen später bei 37 und anfangs September bei 70; wir sind sehr beunruhigt. Eine Ultraschalluntersuchung von Leber, Milz und Bauch ergab allerdings nichts Ungewöhnliches, und es werden noch eingehendere Untersuchungen durchgeführt.
Vielen Dank.

Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag PSD
Der «Normalwert» von CA 15-3 liegt zwischen 25 und 30 U/ml. Es ist schwierig zu sagen, weshalb der CA-15-3-Wert bei Ihrer Mutter derart schwankt.

Auch bei anderen Erkrankungen als Krebs kann der CA-15-3-Wert erhöht sein. Dazu zählen: Endometriose, entzündliche Beckenerkrankungen, gutartige Brust- oder Eierstockerkrankungen, Lebererkrankungen wie Zirrhose und Hepatitis.

Bei Ihrer Mutter dient die CA-15-3-Messung zur Überprüfung, ob der Tumor nach/während der Behandlung wiederum auftritt (Rezidiv). Der erhöhte CA-15-3-Wert könnte deshalb bedeuten, dass er weiterwächst oder wiederum aufgetreten ist (Metastase). Eine leichte Erhöhung muss nicht gravierend sein. Der Arzt hält vielmehr die Tendenz zur Erhöhung im Verlauf der Zeit fest. Weil der CA-15-3-Wert mehrere Monate vor dem Auftreten klinischer Zeichen von Metastasen ansteigt, ist es sehr wichtig, dass sich Ihre Mutter regelmässigen Kontrollen unterzieht (CA-15-3-Wert und Untersuchungen zur Entdeckung möglicher Metastasen oder eines lokalen Rezidivs).

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