2019 - Krebstelefonteam

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2019 - Krebstelefonteam

Beitragvon admin » Di 25 Jun 2019 6:56

Haben Sie Fragen an die Mitarbeiterinnen des Krebstelefons?


An dieser Stelle beantworten wir Ihre schriftlichen Fragen bis zum 1. September 2019.

Auf der
Startseite des Forums finden Sie mehr Informationen sowie den Link zum Formular.

Die Antworten sind eine allgemeine Stellungnahme. Sie können nicht die persönliche Beratung durch eine qualifizierte medizinische Fachperson ersetzen. Soweit in einem Beitrag bestimmte Ärzte, Ärztinnen, Behandlungseinrichtungen oder Produkte genannt werden, dient dies nicht der Werbung oder stellt eine Empfehlung dar, sondern ist lediglich als Hinweis auf weitere Informationsquellen zu verstehen.

Einige Fragen und Antworten wurden in eine andere Landessprache übersetzt. Sollten Fragen oder Unklarheiten auftreten, wenden Sie sich bitte an die Fachberaterinnen vom Krebstelefon. Kostenlose Telefonnummer 0800 11 88 11 oder per E-Mail an helpline@krebsliga.ch


Wir freuen uns auf Ihre Fragen und grüssen Sie freundlich
die Moderatorinnen

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Sexueller Kontakt nach Krebstherapie: Ein Risiko?

Beitragvon admin » Mo 8 Jul 2019 8:54

Frage von JMA:
Sehr geehrte Damen und Herren

Habe eine nette Dame kennengelernt die Brustkrebs gehabt hat. Da wir nur ein mal getroffen haben und ich keine Ahnung davon habe, möchte ich zuerst Fragen ob das für mich gefährlich ist oder ob es irgendwelche Risiko Faktor besteht wenn Mann dann später intim miteinander ist??

Für Ihre Antwort danke ich Ihnen Bestens.

Freundliche Grüsse

Antwort von Cornelia Orelli, Fachberaterin Krebstelefon:
Hallo JMA

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich lade Sie dazu ein, die Frage von Nick und die Antwort der Sexualberaterin, Frau Simone Dudle zu lesen. Viele Ihrer Fragen, Befürchtungen und Unsicherheiten in Bezug auf die Sexualität könnten sich damit klären: viewtopic.php?f=69&p=18704#p18704

Für den Fall, dass eine mögliche Ansteckungsgefahr zu Ihren Befürchtungen gehört, möchte ich ergänzend hinzufügen, dass Krebs nicht ansteckend ist.

Die Angst vor einer Ansteckung mit Krebs scheint sich hartnäckig als Mythos zu halten. Es ist gut, dass diese Angst angesprochen wird und damit verhindert werden kann, dass sich krebsbetroffene Menschen plötzlich isoliert fühlen, weil Angehörige und Freunde wegen der Infektionsangst auf Distanz gehen. Dafür gibt es keinen Grund: Eine Krebserkrankung ist nicht ansteckend.

Die Angst vor einer Ansteckung sprechen die wenigsten Menschen aus. Deshalb kommt es nicht selten zu Situationen, in denen krebskranke Menschen, zum Beispiel am Arbeitsplatz, ausgegrenzt werden.

Eine Krebserkrankung ist keine Infektionskrankheit. Krebszellen können sich im Gegensatz zu Viren und Bakterien nicht von einem Menschen auf den anderen übertragen und sich dort weiter vermehren. Also birgt weder eine Berührung, noch eine Umarmung, auch nicht ein Kuss oder Sex ein Ansteckungsrisiko.

Tumorzellen können ausserhalb des Körpers der erkrankten Person nicht überleben und haben auch keine Strategien entwickelt, in einem anderen Organismus zu überleben und sich dort zu vermehren. Es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die das Gegenteil aufzeigen.

Schliesslich möchte ich noch etwas zum Thema Verhütung erwähnen: Unabhängig davon, ob während der medikamentösen Tumortherapien die Menstruation ausbleibt oder nicht, sollten Paare verhüten. Dasselbe gilt auch während einer Strahlentherapie. Eine Schwangerschaft sollte erst geplant werden, wenn sich eine Frau von der Krankheit und den Therapien genügend erholt hat.

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Grosse Angst

Beitragvon admin » Mo 15 Jul 2019 15:40

Frage von AAA81:

Vor kurzem wurde bei mir ein invasives G2/G3-Adenokarzinom am Gebärmutterhals festgestellt. Ich bin sehr besorgt, da ich nicht weiss, was mich erwartet. Ich warte vergeblich auf einen Anruf, um zu erfahren, wie es weiter geht. Ich habe wirklich grosse Angst. Könnten Sie mir bitte weiterhelfen? Vielleicht mit einem Rat oder tröstenden Worten?

Antwort von Cornelia Orelli, Fachberaterin Krebstelefon:

Sehr geehrte AAA81
Eine Krebsdiagnose reisst Betroffenen zunächst immer den Boden unter den Füssen weg. Manche vergleichen es mit einem Tsunami. Das Warten auf genauere Informationen und die vielen Ungewissheiten, die einem durch den Kopf gehen, steigern das Gefühl der Angst zusätzlich. Dies ist völlig normal und es ist verständlich, dass Sie darunter sehr leiden. In einer solchen Situation kann es hilfreich sein, mit einer Person ausserhalb des Familien- und Freundeskreises zu reden. Wenn Sie in der Schweiz leben, können Sie das Krebstelefon der Krebsliga Schweiz anrufen: 0800 11 88 11.
Wenn Sie in Italien leben, können Sie die
Help-line des italienischen Verbandes für Krebspatienten, ihre Familien und Freunde (AIMaC) kontaktieren: 840 50 35 79.
Dort erhalten Sie sicherlich qualifizierte Antworten auf Ihre Fragen.

Allgemeine Informationen über Gebärmutterhalskrebs (auch Zervixkarzinom) finden Sie in folgenden Broschüren:
Broschüre Aimac
Institut Europen d’Oncologie (nur in Italienisch)

Shop Krebsliga Schweiz

Ich wünsche Ihnen, dass Sie schon bald die Unterstützung bekommen, die Sie jetzt benötigen.

Freundliche Grüsse

Cornelia
Moderatorin


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