2024 - Krebstelefonteam


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2024 - Krebstelefonteam

Beitragvon admin » Mi 12 Jun 2024 11:06

Haben Sie Fragen an die Mitarbeitenden des Krebstelefons?

An dieser Stelle beantworten wir Ihre schriftlichen Fragen vom 25. Juni bis zum 1. September 2024.

Auf der Startseite des Forums finden Sie mehr Informationen sowie den Link zum Formular.

Die Antworten sind eine allgemeine Stellungnahme. Sie können nicht die persönliche Beratung durch eine qualifizierte medizinische Fachperson ersetzen. Soweit in einem Beitrag bestimmte Ärzte, Ärztinnen, Behandlungseinrichtungen oder Produkte genannt werden, dient dies nicht der Werbung oder stellt eine Empfehlung dar, sondern ist lediglich als Hinweis auf weitere Informationsquellen zu verstehen.

Einige Fragen und Antworten wurden in eine andere Landessprache übersetzt. Sollten Fragen oder Unklarheiten auftreten, wenden Sie sich bitte an die Fachberaterinnen vom Krebstelefon. Kostenlose Telefonnummer 0800 11 88 11 oder per E-Mail an helpline@krebsliga.ch.

Freundliche Grüsse
Das Moderations-Team

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Stoma - selbsttragende Kappen von Coloplast

Beitragvon admin » Fr 28 Jun 2024 16:35

Frage von Giorgo

Guten Morgen, ich lebe seit 2011 mit einem Stoma, ich habe immer abwechselnd SenSura Mio Beutel und abwechselnd Conseal 1435 (selbsttragende Kappen) von Coloplast verwendet. Ich bin immer gut zurechtgekommen bis Coloplast die Kappen eingestellt hat, ich suche eine Alternative, wissen Sie ob es die gibt?
Ich danke Ihnen.

Antwort von Carla Stäubli, Fachberaterin Krebstelefon

Guten Abend

Sie haben Fragen zu Ihrem Stoma und entsprechenden Material.
Sie sind auf der Suche nach Alternativen zu den Coloplast-Kappen, da diese nicht mehr erhältlich sind.

Auf der Website der SVS ASS - Beratungsstellen finden Sie Stomatherapeut:innen aus der ganzen Schweiz die möglicherweise Alternativen kennen. Auf dieser Seite finden Sie auch eine Hotline, wo Sie sich für eine telefonische Beratung melden können.

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Stockholm 3 Test (Prostata)

Beitragvon admin » Fr 5 Jul 2024 15:21

Frage von Baerursus
Prostata Kontrolle
Zu mir: Ich bin 73 und habe erhöhte PSA-Werte, zwischendurch auch mal gegen 4! Zusätzlich bin ich familiär vorbelastet.
Stockholm 3 Test: Wo kann man diesen Test im Kanton Bern machen? Muss man dazu einen Bluttest einsenden? Kann nur ein Urologe diesen Test in Auftrag geben und auswerten oder ist das auch über eine Hausarztpraxis möglich? Wieviel kostet dieser? Wieviel bezahlen die Krankenkassen über die Grundversicherung?


Antwort von Carine Neyens, Fachberaterin Krebstelefon
Der Stockholm3-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs ist für Männer im Alter von 45-74 Jahren geeignet, die noch keine Prostatakrebsdiagnose hatten und deren PSA-Wert zwischen 1,5 und 20 ng/ml liegt
In Ihrem Fall scheint der Test aufgrund Ihres Alters, der erhöhten PSA-Werte und der familiären Vorbelastung angemessen zu sein.
Uns ist nicht bekannt, ob im Kanton Bern der Stockholm3 Test von einer spezifischen Urologie-Klinik oder in einer urologischen Praxis angeboten wird. Der Test selbst erfordert lediglich eine einfache Blutentnahme. Die Blutprobe wird dann zur Analyse an ein spezialisiertes Labor geschickt. Fragen Sie bei Ihrem Hausarzt oder bei Ihrem Urologen im Kanton Bern nach, ob sie den Test ausserkantonal in Auftrag geben und die Ergebnisse auswerten lassen können. Zurzeit wird der Stockholm3-Test von folgenden Kliniken und medizinischen Einrichtungen in der Schweiz angeboten: Universitätsspital Zürich (USZ), Universitätsspital Basel, Claraspital Basel und die urologische Praxiskette Uroviva.

Die Kosten für den Stockholm3-Test belaufen sich auf etwa 500 CHF. Bezüglich der Kostenübernahme durch die Krankenkassen gibt es widersprüchliche Informationen. Einige Quellen geben an, dass die Krankenkassen die Kosten in der Regel übernehmen. Andere Quellen besagen jedoch, dass der Test kein Teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen ist und daher selbst bezahlt werden muss.
Ich empfehle Ihnen, mit Ihrer hausärztlichen oder urologischen Praxis zu sprechen, um die Durchführung des Tests und die möglichen nächsten Schritte zu besprechen. Sie können auch direkt bei Ihrer Krankenkasse nachfragen, ob sie die Kosten für den Test übernehmen würde.

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Wie gehe ich mit der Angst um?

Beitragvon admin » Di 9 Jul 2024 13:38

Frage von ilovemymom
Vor 15 Jahren erhielt meine Mama die Diagnose Brustkrebs, ich war damals 16. Sie machte Chemo, liess sich operieren und bezwang den Krebs ein erstes Mal. Im Dezember 2021 der nächste Schock: Ovarialkarzinom im fortgeschrittenen Stadium mit Metastasen im Bauchraum. Nochmals Chemo, nochmals OP, wieder gewonnen. Inzwischen steht fest, dass sie die BRCA1-Mutation hat, weswegen sie jetzt zwei Jahre lang Lynparza als Erhaltungstherapie einnehmen konnte. Diese ist jetzt ausgelaufen.
Sie wird jetzt im Halbjahresrhythmus zur Kontrolle gebeten. Ich würde sie jedoch am liebsten jede Woche in ein CT stecken. Die Angst ist mit voller Wucht zurück. Wie gehe ich damit um? Ich will sie mit meiner Angst nicht zusätzlich belasten...


Antwort von Katja Streiff, Fachberaterin Krebstelefon
Sie haben eine enge Beziehung zu Ihrer Mutter und sie ist eine wichtige Bezugsperson für Sie. Ihre Mutter ist an Krebs erkrankt und betroffen sind auch Sie. Unsere Broschüre Ich begleite eine an Krebs erkrankte Person gibt Ihnen erste Impulse, wie Sie mit Ihren eigenen Gefühlen umgehen können.

Es gibt keine Patentrezepte für den Umgang mit solchen belastenden Situationen und den damit verbundenen Ängsten. Was die einen als unterstützend empfinden, kann für andere unbedeutend oder sogar hinderlich sein.
Wir, die Fachberater: innen des Informations- und Beratungsdienstes der Krebsliga Schweiz sind gerne für Sie da. Gemeinsam können wir herausfinden, was Ihnen helfen könnte.
Zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Sie können mit uns über Ihre Ängste und Unsicherheiten und über Ihr ganz persönliches Erleben der Krankheit sprechen. Wir unterstützen Sie in dieser schwierigen Lebenssituation.
Krebstelefon 0800 11 88 11
Chat Cancerline

Als Angehörige können Sie zusätzlich psychoonkologische Unterstützung in Anspruch nehmen. Wenden Sie sich an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt und fragen Sie sie/ihn, ob sie/er Ihnen eine psychoonkologische Therapie verschreiben kann. Adressen von Psycho-Onkolog:Innen in Ihrer Nähe vermittelt Ihnen Ihre kantonale/regionale Krebsliga. Auf unserer Webseite unter der Rubrik Psychoonkologische Unterstützung finden Sie mehr Informationen dazu. In der Datenbank LAPOS auf derselben Seite unten, können Sie direkt nach psychoonkologischen Praxen in Ihrer Wohnregion suchen. Sie können auch in der Klinik, in der Ihre Mutter behandelt wird, nachfragen, ob es dort einen psychoonkologischen Dienst gibt.
Manchmal kann ein Austausch mit anderen Angehörigen hilfreich sein. Auf der Seite von Selbsthilfeschweiz können Sie Selbsthilfegruppen in Ihrer Region finden. Mit der Suchfunktion können die Selbsthilfegruppen nach Wohnregion und Krankheitsbild gesucht werden.

Eine weitere Möglichkeit für einen direkten Austausch bietet die Peer-Plattform der Krebsliga Schweiz. Diese richtet sich an Krebsbetroffene und deren Angehörige und bietet Ihnen die Möglichkeit, sich mit anderen Angehörigen von Krebsbetroffenen auszutauschen. Den gewünschten Kommunikationskanal wählen Sie und der/die Peer selbst: per Mail, Telefon, online oder bei einem persönlichen Treffen. Unter Peers finden können Sie nach Peers suchen.

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Brustkrebs - was passiert wenn ich gar keine Medikamente mehr einnehme?

Beitragvon admin » Fr 12 Jul 2024 16:33

Frage von Sünneli 001
was wenn ich Letrozol absetzte und gar keine Medis mehr nehme?Ich bin 86 jährig,als Nebenwirkung bei mir kommt sehr rasant Arthrose,Schulter,jetzt noch die Finger.Rechts massive Dauerschmerzen,links nur halbsoviel.Ich wollte immer eigenständig bleiben,das wird in Kürze nicht mehr möglich sein.Wie könnte Brustkrebs verlaufen?OP September 2023,Anfangsstadium,keine Chemotherapie,keine Bestrahlungen.


Antwort von Carla Stäubli, Fachberaterin Krebstelefon
Sie haben die Diagnose Brustkrebs und nehmen zurzeit das Medikament Letrozol ein. Als Nebenwirkung beschreiben Sie Arthrose und Dauerschmerzen in den Schultern und in den Fingern. Gelenkbeschwerden gelten als häufige Nebenwirkung dieses Präparates (siehe auch Compendium / Letrozol / Patienteninformation).

Das Medikament Letrozol ist ein Aromastasehemmer. Um das weibliche Hormon Östrogen zu produzieren, benötigt der Körper ein Eiweiss namens «Aromastase». Östrogen wird in den Eierstöcken, aber auch in der Leber, im Fett- und Muskelgewebe produziert. Nach den Wechseljahren produzieren die Eierstöcke kein Östrogen mehr, an den übrigen beschriebenen Orten im Körper läuft die Produktion von Östrogen jedoch weiter. Durch Letrozol wird die Aromastase blockiert und die Östrogenproduktion verhindert. So wird das Wachstum Ihres hormonabhängigen Tumors gebremst.

Wenn Sie Ihre Tabletten absetzen, wird in Ihrem Körper wieder Östrogen produziert. Dies ermöglicht ein erneutes Wachstum des Tumors. Die antihormonelle Therapie kann das Risiko eines Rückfalls (Rezidivs) in der operierten Brust senken. Auch die Entstehung von Metastasen oder eines zweiten Tumors in der anderen Brust wird dadurch weniger wahrscheinlich. Wie schnell dieses Tumorwachstum nach Absetzen des Präparates passiert, kann ich Ihnen nicht sagen. Dies ist individuell zu betrachten und von verschiedenen Faktoren abhängig wie Krankheitsverlauf, Stadium, Alter etc.

Sprechen Sie mit Ihrem Onkologen, Ihrer Onkologin oder mit Ihrem Hausarzt, Ihrer Hausärztin über Ihre Beschwerden und Nebenwirkungen. Die Ärzte können Ihnen ein Präparat gegen Ihre Schmerzen verordnen und Ihnen aufzeigen, ob und welche Therapien in Ihrem Fall möglich sind. Weitere Informationen zu Antihormoneller Therapie finden Sie in unserer Broschüre Brustkrebs ab Seite 50. Auch die Rheumaliga Schweiz bietet umfassende Informationen zum Thema Arthrose, welche für Sie von Interesse sein könnten.


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