Dezember: Und was, wenn alles zuviel wird?

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Dezember: Und was, wenn alles zuviel wird?

Beitragvon admin » Do 10 Dez 2015 11:55

Frage des Monats:
Herr M. erzählt am Krebstelefon: Seit ich vor zwei Monaten die Diagnose Krebs erhalten habe, bin ich nicht mehr so sicher und selbstbewusst wie vorher. Ich mache mir fast nur noch Sorgen. Zudem fühle ich mich in meinem Alltag oft überfordert, und meine Familie muss unter meiner grossen Anspannung leiden.

Antwort von Erika Gardi, Teamleiterin Krebstelefon:
Es erstaunt niemanden, dass Sie sich in Ihrer Situation viele Gedanken um Ihre Zukunft machen. Um ihre Gesundwerdung, aber auch um die Zukunft Ihrer Familie. Und dass Sie manchmal den Eindruck haben, Ihnen fehle die Kraft, um all den Anforderungen gerecht zu werden, die an Sie gestellt werden oder die Sie an sich selber stellen. Mit der Diagnose Krebs muss man sich mit vielem auseinander setzten, was einem Unbekannt war. Erschwerend kommt hinzu, dass die Therapien den Körper ermüden. Das ist anstrengend. Haben Sie schon daran gedacht, sich jemanden zu suchen, der Sie dabei unterstützen kann alle Eindrücke und Gedanken zu verorten oder zu verarbeiten? Eine Begleitung durch eine Psychoonkologin oder einen Psychoonkologen kann eine Unterstützung bei der Bewältigung der veränderten Lebenssituation sein und mit dazu beitragen, dass Sie Ihr Vertrauen in Ihren Körper und Ihre Zuversicht gewinnen.
Das Fachgebiet der Psychoonkologie beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen der Krebserkrankung und den Auswirkungen auf das gesamte Leben. In einem Erstgespräch werden Ihre Bedürfnisse geklärt. Sie können sich themenbezogen beraten lassen oder sich mit existentiellen Themen auseinander setzen. Den Inhalt bestimmen Sie ganz nach Ihren Bedürfnissen. Ihre Kantonale Krebsliga kann Ihnen die Adressen von einer Psychoonkologin oder einem Psychoonkologen vermitteln.



Haben auch Sie Fragen: www.krebsliga.ch/krebstelefon

Diese Antworten sind eine allgemeine Stellungnahme. Sie können nicht die persönliche Beratung durch eine qualifizierte medizinische Fachperson ersetzen. Soweit in einem Beitrag bestimmte Ärzte, Ärztinnen, Behandlungseinrichtungen oder Produkte genannt werden, dient dies nicht der Werbung oder stellt eine Empfehlung dar, sondern ist lediglich als Hinweis auf weitere Informationsquellen zu verstehen.

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