2021 - Darmkrebs und Früherkennung


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2021 - Darmkrebs und Früherkennung

Beitragvon admin » Mi 10 Feb 2021 15:34

Bis Ende März 2021 beantworten unsere Experten im Forum Ihre Fragen zu Darmkrebs und dessen Früherkennung.
Auf der Startseite des Forums finden Sie mehr Informationen sowie den Link zum Formular.

Die Antworten sind eine allgemeine Stellungnahme. Sie können nicht die persönliche Beratung durch eine qualifizierte medizinische Fachperson ersetzen. Soweit in einem Beitrag bestimmte Ärzte, Ärztinnen, Behandlungseinrichtungen oder Produkte genannt werden, dient dies nicht der Werbung oder stellt eine Empfehlung dar, sondern ist lediglich als Hinweis auf weitere Informationsquellen zu verstehen.

Einige Fragen und Antworten wurden in eine andere Landessprache übersetzt. Sollten Fragen oder Unklarheiten auftreten, wenden Sie sich bitte an die Fachberaterinnen vom Krebstelefon. Kostenlose Telefonnummer 0800 11 88 11 oder per E-Mail an helpline@krebsliga.ch.

Freundliche Grüsse
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Darmkrebs: Tumor und Fistel gleichzeitig entfernen?

Beitragvon admin » Mo 15 Feb 2021 16:21

Frage von Valérie
Guten Tag, bei meiner 66-jährigen Schwester wurde im September letzten Jahres Darmkrebs diagnostiziert. Der Tumor ist ziemlich groß, und vor einer Operation war eine 6-monatige Chemotherapie vorgesehen. Das Problem ist, dass es seit Beginn der Chemo eine zusätzliche Komplikation gibt, da der Tumor fistuliert hat. Eine Operation ist nun kurzfristig vorgesehen, aber warum dann nicht gleich den Tumor mit operieren? Ich möchte hinzufügen, dass meine Schwester aufgrund der Lage und Größe des Tumors (ca. 8 cm) seit 3 Monaten eine faserfreie Diät einhalten muss, was sie sehr schwächt. Wir denken daran, eine 2. Meinung einzuholen, um sicher zu sein, dass es keine andere Lösung gibt als zu warten, aber die Wartezeit bis zu einem Termin ist lang.

Antwort von Prof. Dr. med. Urs Marbet
Guten Tag
Die behandelnden Ärzte Ihrer Schwester haben ihr aufgrund der Lage und Grösse des Tumors vor der Operation eine Chemotherapie empfohlen. Diese so genannte neo-adjuvante Chemotherapie hat zum Ziel, die Masse des Tumors zu verkleinern, so dass möglichst schonend operiert werden kann.

Eine Fistel ist ein feiner Gang, der irgendwo enden kann. Teilweise infiltriert diese ein anderes Organ wie die Harnblase, teils endet sie blind im Bauch oder kann durch die Haut nach aussen führen. Tumorfisteln können während Chemotherapien auftreten. Zeitweise sind schwerwiegende Komplikationen möglich, so dass eine rasche chirurgische Intervention nötig werden kann, teilweise kann auch zugewartet werden. Nicht selten kann mit der Fistel auch gleichzeitig der Tumor wegoperiert werden. Dies muss bei jedem einzelnen individuell beurteilt werden.

Haben Sie daran gedacht, Ihre Frage dem behandelnden Arzt / der behandelnden Ärztin zu stellen? Er / sie kennt die Situation ihrer Schwester im Detail, kann Ihnen seine /ihre Überlegungen und den Grund erklären, warum er / sie ein Vorgehen in zwei Etappen empfiehlt. Wenn sie mit seiner Antwort nicht klar kommen, kommt natürlich auch eine Zweitmeinung in Frage.

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Koloskopie bei einer Stenose am Darmausgang

Beitragvon admin » Mo 22 Feb 2021 11:58

Frage von Anna:
Vorbereitung zu Koloskopie jedes Mal schrecklicher: Wegen geschädigtem Analkanal (schwere Stenose/Fibrose nach Radiochemo) wurde die Vorbereitung zur Koloskopie für mich immer schlimmer. Ich vermisse eine Warnung bezüglich dieser Vorbereitung für Personen mit Enddarmverengung, warum wird die Vorbereitung so verharmlost? Letztes Mal war es ganz schlimm: Es gab einen Flüssigkeits-Rückstau in den Bauch, der schwangerschaftsmässig anschwoll und die Unrtersuchung konnte erst 2 Tage später als geplant gemacht werden. Andere Untersuchungen ohne die schreckliche Vorbereitung sind für mich kein Problem, aber vor dieser Vorbereitung fürchte ich mich oft schon Tage vorher. Jetzt hatte ich wieder eine Ballondilatation, etwas Erleichterung.

Antwort von Herrn Dr. med. Wilhelmi:
Hallo Anna,
es tut mir leid dass die Vorbereitung zur Darmspiegelung für Sie so schwierig ist. Normalerweise ist dies nicht der Fall und der durch die Abführlösung entstehende Durchfall ist mühsam aber nicht schmerzhaft. Sie berichten dass eine Verengung (Stenose) am Darmausgang bei Ihnen besteht, dies ist wahrscheinlich die Ursache für das erschwerte Abführen. Eventuell besteht auch ein eher langsamer Darm (Obstipation)? Es kann versucht werden solche Verengungen im Enddarm mit einem Ballon aufzudehnen, dies ist offensichtlich schon durchgeführt worden bei Ihnen. Evtl. könnte diese Behandlung auch wiederholt werden. Generell würde ich vorschlagen ein längeres und vorsichtigeres Abführen über 2-3 Tage durchzuführen und über diese Zeit mildere Abführmittel einzusetzen und auf eine flüssige Kost zu wechseln. Auch kann man versuchen eine Abführlösung mit weniger Trinkmenge (z.B. Picoprep) einzusetzen. Am Darmausgang kann es helfen mit leicht betäubenden Salben (z.B. Emla) und Vaseline die Reizung und die Schmerzen zu reduzieren.
Ich hoffe Ihnen hiermit etwas geholfen zu haben und wünsche Ihnen alles Gute!
Dr.med. Martin Wilhelmi


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