2024 - Hautkrebs und Sonnenschutz


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2024 - Hautkrebs und Sonnenschutz

Beitragvon admin » Mo 13 Mai 2024 9:30

Bis zum 24. Juni 2024 beantworten unsere drei Expert:innen im Forum Ihre Fragen zu Hautkrebs und Sonnenschutz:

Monika Burkhalter, Leitung Prävention & Früherkennung Krebsliga Zürich, MAS Prävention & Gesundheitsförderung, Dipl. Pflegefachfrau HF. Sie leitet die Sonnenschutzkampagne «Ja nicht rot werden» der Krebsliga Zürich.
Olivier Gaide. Prof. Dr. med. Olivier Gaide, ausserordentlicher Professor, Abteilung Dermatologie und Venerologie, Universitätsspital Lausanne, CHUV
Christian Surber, Prof. Dr. phil. nat. Senior Fellow Scientist der Universitätsspitäler Basel und Zürich, Dermatologische Kliniken.

Auf der Startseite des Forums finden Sie mehr Informationen sowie den Link zum Formular.

Die Antworten sind eine allgemeine Stellungnahme. Sie können nicht die persönliche Beratung durch eine qualifizierte medizinische Fachperson ersetzen. Soweit in einem Beitrag bestimmte Ärzte, Ärztinnen, Behandlungseinrichtungen oder Produkte genannt werden, dient dies nicht der Werbung oder stellt eine Empfehlung dar, sondern ist lediglich als Hinweis auf weitere Informationsquellen zu verstehen.

Einige Fragen und Antworten wurden in eine andere Landessprache übersetzt. Sollten Fragen oder Unklarheiten auftreten, wenden Sie sich bitte an die Fachberaterinnen vom Krebstelefon. Kostenlose Telefonnummer 0800 11 88 11 oder per E-Mail an helpline@krebsliga.ch.

Freundliche Grüsse

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Sonnenschutz für Kinder

Beitragvon admin » Do 16 Mai 2024 12:39

Sonnenschutz für Kinder

Frage von MiLe

Guten Tag

Seit ich Kinder habe, bin ich sehr verunsichert in Sachen Thema Sonne.
Ich creme meine Kinder (3 und 6) lieber einmal zu viel ein als einmal zu wenig.
Nun gibt es aber Stimmen die sagen, dass gewisse Inhaltsstoffe in Sonnencremes (vorallem in chemischen) schädlich für die Haut sind und zuviel Sonnencreme die Vitamin D Aufnahme hemmt.
Wie ist ihre Empfehlung? Und was ist mit dem Vitamin D?
Ich creme zb in den Wintermonaten wenn die Sonne scheint (in den Bergen sowieso immer) oder ab April/Mai ca. ab 10.00 Uhr wenn es wolkig ist mit zwischendurch Sonne ein. In letzter Zeit schaue ich auch oft den UV-Index im Wetterapp - weiss aber nicht wie zuverlässig der ist.

Antwort von Dr. Christian Surber
Guten Tag MiLe
Kinder bewegen sich gerne und freuen sich über Aufenthalte im Freien. Das aller wichtigste ist, dass sie sich nicht wenig bekleidet in den Zeiten zwischen 10-15 direkter Sonnenexposition aussetzen. Sollte dies nicht möglich sein, sind dichtgewobene Kleidung, Hut und Sonnenbrille angezeigt. Nicht oder schwierig bekleidbare Hautstellen wie Gesicht einschliesslich Ohren, Hände einschliesslich Arme und Füsse (Fussrücken) sind mit Sonnencreme einzucremen.
Sonnenschutzfilter, die in unseren Sonnencremen zum Einsatz kommen, sind behördlich zugelassen (vergleichbar mit Arzneimitteln) und gelten als sicher. Es ist nachvollziehbar, dass Sie beunruhigt sind ob den Pressemeldungen betreffend Sonnenschutzmittel und deren Nebenwirkungen. Die Presse beschränkt sich leider nur auf die («Schreckens»-)Meldung und ordnet nie ein. Das führt immer zur Beunruhigung. Vor dem Hintergrund der häufigen Anwendung dieser Produkte ist die Zahl der gemeldeten unerwünschten Wirkungen sehr klein. Grundsätzlich kann jedes Produkt, das Sie auf die Haut auftragen eine unerwünschte Wirkung haben. Das gilt für Hautpflegeprodukte, Kosmetika wie auch Arzneimittel. Sollte sich eine unerwünschte Wirkung zeigen, ist eine Ärztin oder ein Arzt zu konsultieren.
Der UV-Index ist ein gutes Mittel die zu erwartende Strahlenbelastung abzuschätzen. Allerdings kann sich die Situation orts-, wetterbedingt sehr schnell ändern. Gesunder Menschenverstand ist hier das einfachste. Blauer Himmel, Wasser-/Schnee-Reflexion sind Hinweise auf hohe Strahlenbelastung.
Bei Ihren Kindern ist die Vitamin D Produktion in der Haut voll entwickelt. Ungeschützte Exposition von Gesicht und Händen für 20-30 Minuten einige Male in der Woche ist ausreichend für die notwendige Vitamin D Produktion.

Das Wichtigste ist, dass Sie dafür sorgen, dass Ihre Kinder keinen Sonnenbrand bekommen. Das ist einfach, wenn Sie für die richtige Bekleidung/Hut (dicht gewoben) und Sonnenbrille sorgen,
die Zeit in direkter Sonnenexposition in der Zeit zwischen 10-15 Uhr beschränken. Die Sonnencreme ist ein gutes Mittel sich vor der Sonnenstrahlung zu schützen. Die beiden vorgenannten Methoden (Kleidung, Meidung direkter Bestrahlung) sind aber deutlich effektiver.
Beste Grüsse

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Sonnencreme Kinder Allergie Angststörung

Beitragvon admin » Fr 17 Mai 2024 16:56

Frage von MiLe:

Ich leide an einer Angststörung. Mein jüngeres Kind (3) hatte letztes Jahr auf diverse Sonnencremes reagiert. Wir haben dieses Jahr (mitte April) eine Sonnencreme morgens und nachmittags aufgetragen (Skinnies LSF 50) ink. Hut und Brille. Er war morgens - ca. 11.15 Uhr draussen und nachmittags von 14.00-16.00 Uhr. Er war aber immer wieder am Schatten oder kurz drinnen. Am Abend und nächsten Tag war er rot (Stirn,Backen&hinter Ohr - Arme & Hals nicht betroffen) und 2 Tage später hat es ihn gejuckt und er bekam kleine "büggeli (wie akne). Arzt meint es sei ziemlich sicher wieder eine allergische Reaktion - war aber nicht 100% sicher. Nun mache ich mir aber extreme Vorwürfe und frage mich was nun passiert wenn es doch ein Sonnenbrand war...

Antwort von Monika Burkhalter, Leitung Prävention und Früherkennung Krebsliga Zürich

Sie leiden an einer Angststörung und sind besonders um das Wohl Ihrer Kinder besorgt. Ihr jüngeres Kind hat empfindlich, möglicherweise allergisch mit einer Hautrötung auf die Sonnencreme reagiert. Sie können daher nicht ausschliessen, dass es sich bei der Rötung um einen Sonnenbrand gehandelt hat.

Aufgrund der von Ihnen beschriebenen Sonnenexposition mit gutem Sonnenschutz, ist ein Sonnenbrand bei Ihrem Kind eher unwahrscheinlich und bei der Rötung auch hinter den Ohren ist doch eher von einer allergischen Reaktion auszugehen.

Wichtig ist, die Kinderhaut vor wiederholten Sonnenbränden zu schützen und vor allem die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten zu verbringen. Sollte es doch einmal zu einem Sonnenbrand kommen, bedeutet dies nicht, dass Ihr Kind später an Hautkrebs erkranken wird.

Informationen zum Thema Sonnenschutz für Kinder finden Sie auf der Webseite der Krebsliga Schweiz.


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