Interessengruppe Spätschäden Chemotherapie

Moderatoren: Irma, Cornelia


Moderations-Bereich
Alex_de
Beiträge: 3
Registriert: Fr 28 Jun 2019 9:18

Interessengruppe Spätschäden Chemotherapie

Beitragvon Alex_de » Sa 29 Jun 2019 17:35

Gibt es eigentlich Foren und / oder reale Gruppen, die sich mit dem Thema Spätfolgen bestimmter Chemotherapien befassen? Bei mir hat sich offensichtlich in der Folge der Chemotherapie ein fortschreitender Hörschaden eingestellt, dem ich zuerst keine Aufmerksamkeit geschenkt habe und der mich zunehmend nervt. Ich bin mittelgradig schwerhörig mit immer schlechter werdenden Audiogrammen. Ich merke zunehmend, dass ich Unterhaltungen in Gruppen nicht mehr richtig folgen kann.

Opa
Beiträge: 13
Registriert: Sa 13 Apr 2019 23:13

Re: Interessengruppe Spätschäden Chemotherapie

Beitragvon Opa » So 30 Jun 2019 7:19

Gute Idee, da es sich um ein ungeloestes Problem handelt, das angegangen werden sollte.

Kuerzlich wurden am Schweizer Fernsehen SRF 1 in einer der Gesundheitssendungen die Ueberlebenden eines Kinderkrebses thematisiert, die als Erwachsene unter zum Teil massiven Spaetfolgen des Krebses oder seiner Behandlung leiden, und - wenn ueberhaupt - nur spaet wirksame Behandlung finden. Ein befragter Onkologe erklaerte, dass Nichtonkologen fuer eine Behandlung unzureichend qualifiziert sind, und die geeignete Behandlungskapazitaet fuer eine solche Nochsorge erst noch geschaffen werden muesste.

Die Erkenntnis, dass der Mensch nicht nur mechanisch, sondern auch elektrisch, chemisch und gar auch biologisch funktioniert, und dafuer nicht nur fotogen ganze Knochen und Organe genuegen, setzt sich trotz Anerkennung durch die Welgesundheitsorganisation in verbindlichen Staatsvertraegen bei den politischen, juristischen und wirtschaftlichen Lenkern der Medizin nur langsam durch. Die Onkologie konzentriert sich auf ihre wichtigste Hauptaufgabe der Rettung von Leben; sie sollte dringend quantitativ auf die Weiterbehandlung auch nach der Rettung des Lebens zur Sicherung nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Schmerzfreiheit und des Wohlbefindens ausgebaut werden....

Alex_de
Beiträge: 3
Registriert: Fr 28 Jun 2019 9:18

Re: Interessengruppe Spätschäden Chemotherapie

Beitragvon Alex_de » So 30 Jun 2019 8:07

Vor allem der letzte Teil Deiner Antwort betrifft Gedanken, die ich mir auch schon gemacht habe. Es ist keine Frage, dass es ethisch ist, Menschen zu helfen, die ohne Behandlung sterben würden. Fast überall auf der Welt hält sich die Medizin an bestimmte ethische Standards und in fast allen Ländern der Welt wird ausgehend von den Vorleistungen der arabischen Welt das Gesundheitswesen staatlich kontrolliert. In der Schweiz und in Deutschland gibt es Ethikkommissionen. Unabhängig davon habe ich lange über meine Erfahrungen auf der Krebsstation in einer deutschen Universitätsklinik nachgedacht. Und ich habe lange Zeit über den Weg meiner "Heilung" nachgedacht, die ja nur in soweit eine Heilung war, dass ich nicht gestorben bin, bzw. der Krebs mich nicht noch mehr verstümmelt hat. Mehr als die Hälfte der Leute mit denen ich im Krankenhaus war, sind trotz der Operationen gestorben.

Opa
Beiträge: 13
Registriert: Sa 13 Apr 2019 23:13

Re: Interessengruppe Spätschäden Chemotherapie

Beitragvon Opa » Fr 5 Jul 2019 14:14

Nicht nur die aerztliche Ethik, sondern auch immer mehr die anderer Berufsstaende, wird leider von der Politik je laenger je mehr demontiert. Wenn es in der Kriegsmedizin noch verstaendlich ist, dass nebst dem maximalen Nutzen fuer Gesundheit, Schmerzbefreiung und Wohlbefinden der Patienten auch nicht medizinische Interessen wie die Priorisierung von wahrscheinlich wieder kriegstauglich herrichtbaren Opfern einfliessen muessen, sollte dies keinesfalls im Frieden fuer die Interessen der Privatspital-, Versicherungs- und Farmaaktionaere so sein. In der privaten Konkurrenz zu den staatlichen Spitaelern wird gar schon offen dafuer geworben, dass Erst- und Zweitklassenpatienen im Rahmen von Kontraindikation und unaufschiebbarem Notfall den Zeitpunkt einer Operation frei waehlen koennen, derweil dieser Zeitpunkt fuer Drittklasspatienten vom Arzt in diesem Rahmen bestimmt wird; vor allem nach den Interessen des Systems und ohne Ruecksicht auf das medizinische, geschweige denn andere Interessen des Patienten. im Frieden muessen wenigstens die medizinischen Interessen aller Patienten gleich behandelt werden. Privilegierte Patienten duerften nur bei der Hotellerie bevorzugt werden. Wobei auch Drittklasspatienten auf eine der Heilung foerderliche Unterkunft, statt ein zu einem Zweierzimmer vollgestellten Einerzimmer gepfercht zu werden. Im Frieden ist die medizinische Betreuung ohne Druck der Aerzte in ein unwuerdiges und kontraproduktives Akkordsystem - das unnoetige Operationen und Behandlung zuhauf produziert - zu organisieren, und dann hat die Politik fuer die Finanzierung des Bestellten zu sorgen statt Aerzte und ihr Hilfspersonal mit politkrimineller Buedgetschneiderei an der optimalen Pflege und Betreuung aller Patienten zu hindern....


Zurück zu „Chemotherapie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast