Positive Erlebnisse!


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Ladina
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10 Jahre und mehr ausser CHEMO

Beitragvon Ladina » Sa 18 Aug 2012 17:00

Hoi zäme

So will ich diesen von meiner leider verstorbenen Freundin Nomade ins Leben gerufenen Thread - den Garten der positiven Erlebnisse- mit einer neuen Blume bereichern.

Am 12. Juli 2002 war mein letzter Chemotag. Ein Tag, den ich in den Folgejahren immer mit besonderer Ehrfurcht betrachtete. Ein Jahr ausser Chemo, 2 Jahre ohne Rückfall ausser Chemo, drei Jahre....

Heuer sind es 10 Jahre geworden. 10 Jahre ausser Chemo und nichts neues ernsthaftes gewachsen! Ein wunderbarer Erfolg für mich, schier unglaublich, wenn man meine Geschichte kennt.

Vielleicht macht es dem einen oder anderen Mut, dies zu lesen oder die Freude mit mir zu teilen.

Möge es noch weitere Blumen in diesem positiven Garten geben.

Liebe Grüsse an alle

Ladina

Jens B
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Ich gratuliere Dir liebe Ladina zum erfolgreichen Kampf!

Beitragvon Jens B » Do 8 Nov 2012 18:10

Hallo liebe Ladina!

Ich finde es sehr lieb von Dir, dass Du den Thread von Nomade weiterführst und Ihr somit ehrenvoll gedenkst!
Glaube mir, dass würde sie auch sehr freuen & sie wäre Dir dankbar für diese Würdigung an sie!

Aber vor allem möchte ich Dir ganz herzlich zu Deinem tollen Ergebnis (10 Jahre ohne "Ernsthafteres") gratulieren!
Ich freue mich riesig für Dich!!! Möge es stets so weitergehen!

Aber ja, natürlich macht Dein Beitrag Mut für uns andere, weiter zu kämpfen! D A N K E S C H Ö N !

Also weiterhin alles Gute!
Mit besten Wünschen

Jens B

Jens B
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Auch ich habe bereits 9 Jahre geschafft!

Beitragvon Jens B » Do 8 Nov 2012 18:41

Hallo!

Auch ich möchte nun meinen bisherigen Kampfgewinn & "Sieg" bekanntgeben.
Wer auch meine Krankheitsgeschichte kennt, weiß genau wovon ich rede. ;-)
Trotzdem nochmal kurz oder für diejenigen, die noch nichts von mir wissen.
Ich wurde also am 16.01.2003 das 1. mal (von 2 x) an einem Hirntumor operiert.
Ich lebe zwar noch mit einem Resttumor, aber immerhin sind es auch schon stolze reichliche 9 Jahre! :-)
Im Januar 2013 fange ich also schon das 10. Jahr an.
Zurzeit machen mir aber dummerweise arge Verspannungen in der HWS (Halswirbelsäule) & LWS (Lendenwirbelsäule), plötzliche Schwindelattacken, des Öfteren unkontrollierte Balancestörungen, vereinzelt mäßige bis mittelstarke Kopfschmerzen, zuweilen heftiges Sodbrennen und vor allem sehr belastende Doppelbilder stark zu schaffen! :-(
Übrigens wurde bzw. wird meinen Beschwerden nachgegangen! Doch man findet glücklicherweise (?) nichts.
Ist das nun ein gutes Zeichen oder ein schlechtes?
Ich wünsche Ihnen auch so viele Erfolgsjahre wie sie unsere liebe Ladina hat und meine!

Beste liebe Grüße, Ihr
Jens B.

PS: (Explizit für Ladina!) Ich hoffe mit diesem Beitrag auch einen Strauß frischer, wunderschöner Blumen ins Fenster stellen zu können, um so einen duftenden Gruß an Sie & Euch alle zu senden! Denn dieser soll uns allen Kraft geben und den zähen Kampf mit einem Sieg zu krönen.
Also alles erdenklich Gute & toi, toi, toi !!!

Ladina
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neue Blumen für Nomades Garten

Beitragvon Ladina » So 4 Jan 2015 1:22

Neue Blumen für diesen Thread, der wie ein Garten von Nomade (Dora Thaller) angelegt worden ist in der Hoffnung, dass stets neue Blumen hier wachsen.

Trotz der Krebserkrankung gibt es, wohl für uns alle, immer wieder schöne Erfahrungen, die einem selbst oder auch anderen Mut machen können.
Oder die Erfahrung, dass man ein Jahr ohne Therapie hinter sich hat und es einem gut geht - auch das ist so eine Blume
oder der Umstand, dass man echte Freunde an seiner Seite hat
einen tollen Ausflug geschafft hat
sich einen Traum erfüllen konnte

Es wäre so schön, wenn hier wieder neue Blumen in diesen Thread wachsen, ganz im Sinne meiner Freundin Nomade, die ihn ins Leben gerufen hat, bevor sie selber die Flügel ausgebreitet und mit ihren Raben davon geflogen ist.

Wer weiss, ob sie es mitbekommt, wenn hier in ihrem Garten neue Blumen spriessen, wenn Menschen mit oder nach Krebs sich auch wieder an Gutem freuen können.

Persönlich pflanze ich die Blume der Dankbarkeit, dass ich nunmehr wiederum 1 1/2 Jahre nach einem Tumor in der Lunge lebe und sehr gut lebe.

Dass ich im vergangenen Jahr wieder Energie genug hatte (nach einer recht heftigen Chemo) dennoch Traumziele zu erreichen, alle in der Schweiz, jedoch verbunden mit etwas Anstrengung, einigen vergossenen Schweisstropfen und manchmal auch Mut - ich habe die Schluchten von Nozon wieder erwandert, die Jaunbachschlucht, den Schluchtenweg von Sevelen SG, die Gorges du Pichoux BE und die Gole della Breggia. Ich habe spezielle Blumen gefunden, die nicht überall wachsen: die kahle Wachsblume z.B. , die Törbjer Tulpe.
Mein Augenlicht ist mir erhalten geblieben, die Glaskörperflecken wurden weniger,
die Lähmungen habe ich überwunden
meine vereiterten Zehen bin ich nun los
und immer noch sind mir wichtige Menschen an meiner Seite geblieben

Ich freue mich, wenn auch andere diesen Thread wieder beleben mit positiven Gedanken und Erfahrungen und grüsse alle herzlich und mit guten Wünschen für 2015

Ladina

unifaeggi
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Wort zum Donnerstag

Beitragvon unifaeggi » Do 10 Mär 2016 14:18

Hallo zusammen

Vor zwei Wochen startete ich mit einem "Wort zum Donnerstag." Ich blogge dann immer über ein Thema. Diese Woche ist ein Thema dran, dass ganz gut hier her passt.

https://raphaelbircher.wordpress.com/20 ... enwirkung/

Falls ihr mögt könnt ihr ja wieder mal an einem Donnerstag vorbei schauen. Vielleicht führe ich das "Wort zum Donnerstag" ja länger.

Ich wünsche Euch einen ganz schönen Tag.

Gruss Raphael

Ladina
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Re: Positive Erlebnisse!

Beitragvon Ladina » Sa 13 Jan 2018 22:21

16 Jahre nach Besichtigung der Palliativ-Station - noch am Leben

Vor ca. 16 Jahren ging es mir gesundheitlich so schlecht, dass der Übertritt in ein Hospiz oder eine Palliativstation in greifbare Nähe kam. Darum besichtigte ich im August 2001 eine entsprechende Station - siehe Gedicht Stationen unter:
https://www.krebsforum.ch/forum/topicde?f=32&t=166

Ich war damals sicher, dass ich noch im frühen Folgejahr vermutlich dort landen würde.

Aber dann besserte sich mein Zustand auf ganz unerwartete Weise, es ging immer mehr bergauf. Es kam auch noch mal zu Rückschlägen, aber ich konnte mich immer wieder erholen. Seit Mai 2013 bin ich offiziell krebsfrei. Der Gendefekt bleibt, aber es gibt keine aktiven Marker -nichts, was beunruhigen müsste.

Heute habe ich das Provisorium der Palliativstation des Hospiz St. Gallen besichtigt im Rahmen des Tages der offenen Tür. Ich habe mich dieser Station genähert, obwohl das Sterben im Moment für mich nicht nah ist - zumindest scheint es nicht so.
16 Jahre danach - nach dem ersten Mal -noch immer da zu sein, GERN da zu sein, FREUDE am Leben zu haben, TUMORFREI zu sein, GEBORGEN zu sein IM LEBEN.
Ein Traum, der WIRKLICHKEIT geworden ist.

DANKE
tausendmal an alle, die dabei mitgeholfen haben

Ladina -
auf dass Nomades Blumengarten weiterblühen wird

Jens B
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Re: Positive Erlebnisse!

Beitragvon Jens B » Mo 15 Jan 2018 11:43

Liebe Ladina!

Dankeschön für Deinen Bericht, es ist lieb das Du uns an Deiner Freude und den tiefen Gefühlen teilhaben lässt! Diese können wir Gleich- oder ähnlich Betroffene, so glaube ich, bestens nachempfinden!
Ich wünsche Dir weiterhin solche Glücksmomente im Leben!

Es ist Glück im Unglück wie man so sagt. Aber natürlich auch der eigene Kampf und starke Wille, der einen vorantreibt! Es ist genau so, wenn ein starker Raucher aufhören will, "am Glimmstängel zu lutschen"! Es können alle dazu raten und regelrecht dazu drängen. Aber man muss wirklich SELBER fest, total eisern und absolut konsequent daraufhin arbeiten! Sonst schafft man es nicht.
(Übrigens, zum Glück habe ich nicht das Laster.) ;-)

Es ist sehr lieb das Du an Nomade denkst!
Ich möchte mich anschließen und puste virtuelle Blümchen in den Himmel.

Alles Gute für Dich liebe Ladina!
Bleibe weiter so optimistisch, stark und ertrage das auferlegte schwere Schicksal erhobenen Hauptes.
In Gedanken bin ich bei Dir und erlaube mir, Dich freundschaftlich zu umarmen!

Viele liebe Grüße aus Sachsen, sendet herzlich
Jens B.

Jens B
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Re: Positive Erlebnisse!

Beitragvon Jens B » Di 16 Jan 2018 17:18

Liebe Freunde, Leidensgefährten und Leser!

Genau wie "Nomade" einst diesen Thread hier eröffnete, so soll dieses Forum nicht nur "Klagebank" sein. Denn auch positive Sachen sollen erwähnt werden!
Deshalb möchte auch ich was Freudiges sagen!
Denn auf den heutigen Tag genau, wurde ich an einem großen Hirntumor operiert! Also am 16. Januar 2003.
Nun habe ich also schon 15 Jahre widererwarten überlebt!
Dies war alles andere als zu erwarten! Ganz im Gegenteil! Denn 4 ungünstige Faktoren spielten eine triftige Rolle:

1. Es war eine Not-OP. Gewissermaßen in letzter Sekunde!
Hätten meine zu Hilfe gerufenen Eltern, die weiter weg wohnen, nicht so schnell und gut gehandelt, wäre ich wohl nicht mehr unter Euch.
Deshalb möchte ich ihnen auch hier an dieser Stelle mal meinen herzlichen Dank aussprechen!!!

2. War die OP extrem, weil sie sehr lange dauerte! Etliche Stunden!
Meinen größten Respekt und tiefste Hochachtung für die Ärzte, die sich so lange höchst konzentrieren müssen! Genau solche Leute müssten die Bestverdienenden im ganzen Land sein!

3. Befand sich der Hirntumor an einer total ungünstigen Stelle!

4. Zu allem Unglück war der Tumor schon SEHR groß!

*** Also seit diesem Tag begehe ich meine “Zweite Geburt“! ***

Es ist ein großes Wunder, dass ich überhaupt noch lebe!
Da ich lange im Rollstuhl saß, ist es schier unglaublich, dass ich heute wieder völlig “frei laufen“ kann und nicht einmal Gehstöcke benötige!
Auch ist es wunderschön für mich, dass ich vor allem geistig fast wieder am “Ursprungszustand“ angelangt bin! Denn dies war am Anfang und in längerer Zeit nach der Operation mitnichten der Fall! Absolut nicht!!!
Deshalb entstand der unbedingte Wunsch von mir, etwas von meinem Martyrium aufzuschreiben. Wie zum Beispiel unhaltbare Zustände im Krankenhaus und sogar auf der Notstation! Mir war / ist zwar bewusst, dass diese mitunter gravierenden Fehler, nicht mit Absicht gemacht wurden. Aber sie müssen unbedingt den Zuständigen mitgeteilt werden, um in Zukunft vermieden zu werden. Denn anderen Patienten soll das zusätzliche Elend erspart bleiben!
~~~ Also aus diesem Grund heraus entstand mein kleines Taschenbuch: "Meine Erlebnisse nach der Gehirnoperation". ~~~ (Siehe auch http://www.jens-bade.de)
Damit wollte ich auch gewissen Personen danken und meinen Sohn für die Zukunft meine schweren Erlebnisse festhalten. Denn ich wusste – und weiß bis dato nicht – wie es mit mir weitergeht?
Doch auch für mich ist es wichtig, mich immer wieder an den äußerst schlechten Zustand zu erinnern. Denn damit sehe ich auch im (etwaigen) Alter meine Fortschritte!
Auch hoffe ich sehr, dass mein Niedergeschriebenes anderen etwas Hoffnung macht! Vielleicht wird mir ja noch ein bisschen weitere Zeit geschenkt?

Herzlichst ihr Jens B

unifaeggi
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Re: Positive Erlebnisse!

Beitragvon unifaeggi » Mo 21 Jan 2019 8:31

Hallo zusammen

Hach, wie finde ich das toll, dass Nomades Thread noch am leben ist! Ja, bei mir ist das ganze schon 13 Jahre her... und der Krebs hat sich nicht wieder gemeldet.

Auch ich habe mich noch während der Remission aus diesem Forum zurückgezogen. Das Thema verliert an Bedeutung und man denkt nur noch selten daran. So nach dem Motto, Ach ja, Krebs hatte ich auch mal.

Doch ich werde mich sicher noch mal hier melden. Spätestens wenn ich auf meinem Blog mit der Krebsstory beginne. Aktuell arbeite ich an einer art Autobiographischem werk, aber nicht in Buchform, sondern in einem Blog. Jetzt gerade bin ich am Stützradkrimi. Der Teil behandelt die Geschichte, wie ich mit 19 Jahren entgegen aller Prognosen meine Stützräder vom Fahrrad nahm und ohne davon fuhr. Nach einem Zwischenteil wird dann die Krebsstory kommen, und diese werde ich natürlich hier im Forum posten.

Wer wissen will, was ich jetzt so mache, schaut auf meinem Blog vorbei: https://www.raphaelbircher.blog

Gruss Raphael

Wokingham
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Re: Positive Erlebnisse!

Beitragvon Wokingham » So 27 Jan 2019 14:55

Ich habe diese Woche den Deal mit meinen behandelnden Ärzten abgeschlossen. Bei der Bekanntgabe meines Nierentumors (vor fünf Monaten) haben wir vereinbart, dass ich nach der Operation und anschliessenden "Genesung" (bzw. dem normalen Arbeiten) eine Führung durch meinen Arbeitsplatz organisiere. Diese fand nun statt und für mich ist das ein sehr positives Erlebnis, weil ich einerseits die Abmachung einhalten konnte und anderseits für mich so eine gewisse Normalität eintritt. Dass die Ärzte und das Pflegepersonal (zusammen sicher 20 Personen) ebenfalls etwas Positives und Interessantes vom Anlass mitnahmen, hoffe ich einfach...!


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