Darmspiegelung


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orlando
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Darmspiegelung

Beitragvon orlando » Mo 4 Jul 2005 7:30

Wie häufig sollte ich eine Darmspiegelung machen lassen? Mein Vater starb letzten Monat an Darmkrebs.
LG Orlando

Mia
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Darmspiegelung

Beitragvon Mia » Mo 4 Jul 2005 19:40

Hallo Orlando

Meine Grossmutter mütterlicherseits ist auch an Darmkrebs gestorben. Seitdem macht meine Mutter alle 5 Jahre eine Darmspiegelung. Ich aber nicht, soll nicht gerade angenehm sein, diese Untersuchung.
LG, Mia

Lola
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nicht soo schlimm

Beitragvon Lola » Di 5 Jul 2005 16:50

Hallo Mia
Ich musste dieses Jahr auch eine Darmspiegelung machen lassen. Ich finde die Untersuchung selber eigentlich gar nicht so schlimm. Gruusig war das Abführmittel, das ich trinken musste und unangenehm ist, dass man 2 bis 3 Stunden auf der Toilette sitzen muss - am Abend und am Morgen. Ich würde dir unbedingt empfehlen, diese Untersuchung machen zu lassen, ist sicher weniger unangenehm, als wenn ein allfälliger Tumor zu spät entdeckt wird.
Grüsse
Lola

orlando
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Darmspiegelung

Beitragvon orlando » Mi 6 Jul 2005 10:14

Hallo Mia, hallo Lola

Danke für eure Antworten. Ich habe schon ein bisschen weiche Knie vor der Untersuchung. Zum einen, weil man immer wieder hört, dass es weh tut. Zum andern auch aus Angst die Ärzte könnten etwas finden. Aber gescheiter ist es schon, dass ich mich untersuchen lasse und ich habe mir deshalb für heute vorgenommen einen Termin zu vereinbaren.
Ich bin froh zu hören, Lola, dass es nicht so schlimm war!

Liebe Grüsse
Orlando

Lola
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Darmspiegelung

Beitragvon Lola » Mo 11 Jul 2005 17:14

Hallo Orlando

Ich finde es gut, dass du dir vorgenommen hast, einen Termin zu vereinbaren. Ich kann dir nochmals versichern, dass die Spiegelung selber überhaupt nicht weh tut. Mein Arzt hat mir vorher ein ganz leichtes Mittel zur Beruhigung gegeben, das hat natürlich auch geholfen. Du wirst sehen, Zahnarzt ist schlimmer.
Alles Gute
Lola

t-rex
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Darmspiegelung

Beitragvon t-rex » Mi 10 Aug 2005 10:09

also ich hätte da noch eine frage bezüglich darmspiegelung. warum meint ihr, Mia, Lola und Orlando, dass es gut ist regelmässig eine darmspiegelung zu machen? ist es weil ihr einen fall in eurer familie hattet und annehmen, dass ihr es auch in den genen haben könntet? oder ist es "nur" aus reiner vorsichtmassnahme?
ich frage mich auch was eine 5 jährige kontrolle bringt. sollte 1 jahr nach der kontrolle ein tumor ensteht, würden weitere 4 jahre vergehen, was sicherlich dann zu lange wäre.
und dann gibt es doch all die anderen krebsarten. wenn man sich da auch absichern wollte, müsste man doch regelmässig in die röhre, knochensinty ,PET und tumormarker etc. machen lassen, und womöglich würde man vorher an all diesen test erkranken als an krebs.

versteht mich nicht falsch, ich will nicht kritisieren, sondern versuche zu verstehen. ich selber habe/hatte(?) blasenkrebs und habe vor einem jahr die blase rausnehmen und durch eine ersatzblase ersetzen lassen. ich weiss also was für ängste bei solch einer krankheit enstehen und wie schwarz die zukunft jeweils aussehen kann. daher verstehe ich eure ängste schon gut.
wurden diese darmspiegelungen von den ärzten empfohlen oder habt ihr es selber verlangt?
grüess
Francis

orlando
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Beitragvon orlando » Fr 12 Aug 2005 13:50

Lieber Francis

Du hast recht, man kann sich natürlich nicht, weil man mit dem Thema Krebserkrankung in der Familie konfrontiert wurde, von Kopf bis Fuss untersuchen lassen. Es ist nur so, dass man beim Darmkrebs weiss, das er familiär gehäuft auftritt. Deswegen rät man den Angehörigen sich regelmässig untersuchen zu lassen weil ein gutartiger Polyp einfacher zu entfernen und therapieren ist als wenn es Krebszellen sind.
Die Darmpolypen wachsen sehr langsam, sind zu Beginn gutartig und werden erst später "krebsartig". Deswegen sollte man den Krebs frühzeitig verhindern können wenn man alle 5 Jahre eine Darmspiegelung macht. Wenn der Darmspezialist während der Darmspiegelung einen Polypen entdeckt, kann er ihn direkt während der Untersuchung rausschneiden.

Liebe Grüsse
orlando

Ingrid
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Beitragvon Ingrid » Di 16 Aug 2005 19:51

Hallo Francis

Wenn mir bewusst gewesen wäre, dass in meiner Famile Polypen akut sind, dann hätte ich bestimmt schon früher eine Darmspiegelung machen lassen. Leider kam der Arzt erst auf die Idee, als ich über ein Jahr an Eisen- und Magnesium Mangel litt. Zu spät, mein Polyp hatte 10 Jahre schon überschritten und war bösartig, obwohl ich erst 34 Jahre alt bin. Der Krebs war sogar schon im fortgeschrittenen Stadium, Metastasen auf der Leber.
So kann ich nur jedem raten eine frühzeitige Darmspiegelung zu machen, wenn Polypen in der Famile vorkommen.
Zudem konnte man in meinem Blut den sogenannten Tumormarker messen, der war schon auf einem Wert von 2700, wobei der Normalwert gerade mal bei 3 liegt.
In der Zwischenzeit bin ich operiert, habe noch eine Chemo vor mir und hoffe, dass ich geheilt bleibe.

Ingrid


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