Ich seh vor lauter Bäume den Wald nicht mehr...

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Katharina68
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Ich seh vor lauter Bäume den Wald nicht mehr...

Beitragvon Katharina68 » Fr 28 Apr 2017 9:34

Mein Mann hat einen bösartigen Tumor im Bauchspeicheldrüsenkopf. Die Ärzte haben mit ihm nun eine Chemotherapie gestartet um den Tumor zu verkleinern, mit dem Ziel diesen dann operativ ganz entfernen zu können. Die Ernährungsberaterin hat ihm geraten, sich proteinreich und kalorienreich zu ernähren, da er während der Chemotherapie möglichst stabil bleibt mit dem Gewicht. Eine Diät und Ernährungsumstellung wäre jetzt ein falscher Ansatz.

Wenn ich ins Internet gehe zu diesem Thema, wird überall auf die Ernährung hingewiesen und vorallem auf Rohkost und Gemüse/Früchte/Fisch.... Keine Teigwaren, keine Kartoffeln, keinen weissen Reis...

Was ist denn nun der richtige Weg? Wie kann ich dazu beitragen, um ihn bestmöglich zu unterstützen? Soll ich weiterhin, ausgeglichen gut bürgerlich kochen, wie wir es in der Kochschule gelernt haben oder umstellen auf Natur pur.... Und dann für die Kinder separat kochen?

Bis jetzt verträgt er die Chemotherapie gut, es haben sich noch keine Nebenwirkungen eingestellt. Ich hoffe, es ist bei den nächsten 5 Therapien auch noch so...

Doch wer hat Erfahrung in diesem Bereich und kann mir ehrlich gemeinte Tips und Ratschläge zur Ernährung während und auch nach der Chemo geben?

Liebe Grüsse

Katharina

aitangi
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Re: Ich seh vor lauter Bäume den Wald nicht mehr...

Beitragvon aitangi » Do 4 Mai 2017 12:41

Hallo Katharina

Das was die Ernährungsberaterin gesagt hat ist wichtig. Dein Mann sollte während der Chemotherapie unbedingt sein Gewicht stabil halten. Bei vielen Krebspatienten die sich, aufgrund der Therapien, Appetitverlust usw. nicht mehr gut oder genügend ernähren können, kann der gesamte Stoffwechsel durcheinandergeraten.
Hier im Forum findest Du einen Eintrag in dem eine Ernährungsberaterin genau erklärt, warum es wichtig ist während der Therapie nicht Gewicht zu verlieren. http://www.krebsforum.ch/forum3_de/view ... 990#p17162

Gemeinsames Essen ist auch ein Ausdruck von Lebensqualität, daher fände ich es schade wenn Du für Dich und die Kinder separat kochen würdest. Wenn Du für Dich und die Kinder nicht so energiereich kochen willst, kannst Du immer noch die Portion von Deinem Mann mit Rahm oder Butter aufpeppen.

Weiter Informationen findest Du ebenfalls in der Broschüre «Ernährung bei Krebs» der Krebsliga Schweiz.
https://shop.krebsliga.ch/broschueren-i ... bei-krebs/

Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute.

Aitangi (Pflegefachfrau Onkologie)

Irma
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Re: Ich seh vor lauter Bäume den Wald nicht mehr...

Beitragvon Irma » Do 4 Mai 2017 14:24

Liebe Katharina68
Sie haben vollkommen Recht, die Ernährung ist ein Riesenthema im Internet und all die vielen Meinungen und guten Ratschläge können stark verunsichern. Die vielen Ratschläge sind sicher gut gemeint, sie kommen jedoch zum grössten Teil von Laien, die sich durch ihre Lebenserfahrung kompetent fühlen, andere Personen zu beraten, die sich jedoch nicht in der Situation Ihres Mannes befinden.

Die Ernährungsberaterin ist die Spezialistin punkto Ernährung und ist auch mit dem Krankheitsbild Ihres Mannes vertraut. Sie weiss, wie wichtig es ist, zum jetzigen Zeitpunkt auf Diäten zu verzichten, die eine Gewichtsreduktion zur Folge haben könnte.
Ein Gewichtsverlust würde die Chemotherapie gefährden. Sie könnte sogar eine Dosisreduktion zur Folge haben, was die Wirksamkeit herabsetzen würde. Dies könnte wiederum die geplante Operation gefährden.

Lassen Sie sich also bitte nicht von all den vielen Meinungen im Internet verunsichern und vertrauen Sie auf die Empfehlungen der Ernährungsberaterin.

Ich hoffe sehr, Ihr Mann verträgt die Chemotherapie weiterhin so gut. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und grüsse Sie freundlich

Irma, Moderatorin

Katharina68
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Re: Ich seh vor lauter Bäume den Wald nicht mehr...

Beitragvon Katharina68 » Do 8 Jun 2017 23:38

Ich danke euch herzlich für die Rückmeldungen. Wir haben einen Weg gefunden, und es hat sich etwas normalisiert.
Die Ernährung haben wir etwas angepasst und es passt für alle. Ich bin froh, ist der Appetit bei meinem Mann noch nicht abhanden gekommen.
Ausser die Tage mit und gerade nach der Chemotherapie, sind reduziert, doch es erholt sich bald wieder.
Seit einigen Tagen hat er mit zusätzlicher Methadontherapie begonnen und werden vom Hausarzt unterstützt und von Frau Dr. Friesen begleitet. Er verträgt es bis jetzt sehr gut. Es bleibt die Ungewissheit und die Hoffnung, dass der Tumor darauf anspricht und "sich vom Acker macht".

Liebe Grüsse, Eure Katharina

Hvielemi
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Re: Ich seh vor lauter Bäume den Wald nicht mehr...

Beitragvon Hvielemi » Fr 7 Jul 2017 21:52

Liebe Katharina

Auch sieben Jahre und viele Therapien nach der Krebs Erstdiagnose bleibe ich bei
meinem Ernährungs-Credo:
Bunt und abwechslungsreich muss es sein. Diäten und grössere Umstellungen sind eher
belastend als hilfreich. (Das ist natürlich anders, wenn eine Diät medizinisch indiziert ist).

Bitte berichte weiter über die Methadon-Therapie nach Friesen.

Danke
Hvielemi

anana_s
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Re: Ich seh vor lauter Bäume den Wald nicht mehr...

Beitragvon anana_s » Mi 16 Aug 2017 14:50

Liebe Katharina

ich habe eben deine beiden Beiträge gelesen, den ersten mit der Frage nach der Ernährung und dem zweiten, wo du erzählst, dass es deinem Mann recht gut geht, bzw. der die Chemotherapie einigermassen gut erträgt.

Deine Zeilen und deine Wortwahl vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr zu sehen, hat mich berührt und ich frage mich, wie es dir, wie es deinem Mann und deiner Familie geht. Vielleicht magst du schreiben, und wenn nicht, ist es auch in Ordnung.

Alles Gute
Anana_s

Butheas77
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Re: Ich seh vor lauter Bäume den Wald nicht mehr...

Beitragvon Butheas77 » Sa 8 Sep 2018 6:36

Sie können auch im Internet recherchieren. Das wird dir auch sehr helfen.

Jeannine34
Beiträge: 2
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Re: Ich seh vor lauter Bäume den Wald nicht mehr...

Beitragvon Jeannine34 » Fr 1 Mär 2019 12:30

Ich danke euch herzlich für die Rückmeldungen. Wir haben einen Weg gefunden, und es hat sich etwas normalisiert.
Die Ernährung haben wir etwas angepasst und es passt für alle. Ich bin froh, ist der Appetit bei meinem Mann noch nicht abhanden gekommen.
Ausser die Tage mit und gerade nach der Chemotherapie, sind reduziert, doch es erholt sich bald wieder.
Seit einigen Tagen hat er mit zusätzlicher Methadontherapie begonnen und werden vom Hausarzt unterstützt und von Frau Dr. Friesen begleitet. Er verträgt es bis jetzt sehr gut. Es bleibt die Ungewissheit und die Hoffnung, dass der Tumor darauf anspricht und "sich vom Acker macht".

Liebe Grüsse, Eure Katharina

Liebe Katharina , wie bist du den an metadontherapie von frau dr.Friesen rangekommen??
Meine Mutter hat im Juni 19 Diagnose bauchspeicheldrüsen krebs bekommen nicht Operrierbar plus Befall dter lunge+leber mit max.restlebenszeit von 4-6monaten 😭...

Sofort habe ich mich im netz schlau gemacht und fand diese infos über Methadon gegen Krebs und erzählte sofort meiner mutter davon .Sie wie Ich waren sofort "begeistert" und glaubten den Aussagen von frau Frieden sofort.
Beim nächste Besuch bei ihrem Hausarzt , fragten wir danach und uns wurde dies sofort ausgeredet , abgeraten mit den Worten das sie nur eine weitere person sei die AUFMERKSAMKEIT SUECHE ODER MIT DER ANGST ZU STERBEN GELT VON MENSCHEN ERGAUNERN WILL...

AUCH DER BEHANDELNDE ONKOLOGE HAT NOCH NIE ETWAS Davon gehört wie er BEHAUBTET... er das Internet und seine informationen zum thema krebs , mehr verwirrend und falsche hoffnungen schüürt...


Uuuf heilandsack dachte ich sofort und somit war das thema für meine mutter erledigt...

Für mich aber bis heute nicht, das leben meiner mutter ligt in der hand eines WILDFREMDEN und Ich akzeptiere einfach nicht eine DIAGNOSE eines onkologen der sofort alle 10 tage 5 std chemo im spital +2tage weiter zuhause über den port ohne nach alternativen zusuchen ....

Ich bin für jede nicht schulmedizinische alternative offen und werde das auch tun !!!

NÜTZT'S NÜT , SO SCHADT ZMINGST O NID :-)

GRÜSSE JEANNINE34

drdavid
Beiträge: 5
Registriert: Fr 1 Mär 2019 20:31

Re: Ich seh vor lauter Bäume den Wald nicht mehr...

Beitragvon drdavid » Sa 2 Mär 2019 23:18

Liebe Jeannine

Eine durchschnittliche Chemotherapie kostet um die 200 000 Franken. Eine ganze Pharma-Industrie lebt von diesem Krankheitssektor. Die Schulmedizin ist etabliert und besitzt die Insignien der Unverzichtbarkeit.
Es ist ein Pleonasmus zu erwähnen, dass Medikamente nicht die Heilung selbst bewirken, sondern zur Heilung verhelfen.

Der innere Arzt im Körper erhält Instrumentarien zur Wiederherstellung des Gesundzustand.
In diesem Bereich hat es viele selbsternannte Heiler, Scharlatane und unheilvolle Geldgierige, die das Heilsersuchen zu missbrauchen wissen.
**
Es wird seit langem vermutet, dass es einen Zusammenhang von Autoimmunerkrankungen mit einem erhöhten Krebsrisiko gibt, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen bekämpft, .(dkfz)

Der Weg einer integrativ kontemplativen Intervention ist ganzheitlich und stützt sich auf das Axiom, dass Körper, Seele und Geist Beeinflussungen bewirken, die mit grösster Effizienz den Gesundzustand zu erhalten und wiederherzustellen wissen.

Dieser Weg schliesst Schulmedizin mit ein, in Verbindung mit Psychoneuroimmunologie und dem intervenierenden Wesentlichen.

Liebe Grüsse
DrDavid


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