Rechte Niere entfernt und nun Geschwulst an linker Nebenniere


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Wokingham
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Rechte Niere entfernt und nun Geschwulst an linker Nebenniere

Beitragvon Wokingham » So 2 Feb 2020 12:25

Ich habe hier schon mal geschrieben vor meiner Operation zur Entfernung der rechten Niere (September 2018). Die erste Nachkontrolle im Frühjahr 2019 war positiv. Nun wurde leider vor knapp drei Wochen bei einer CT und anschliessendem MRT eine kleine Geschwulst an der linken Nebenniere festgestellt. Es ist nicht 100% sicher, ob sie gutartig ist. Nun soll ich drei Monate warten und erneut ein MRT machen lassen. Ich kann ja verstehen, dass die Geschwulst zu klein (9 - 10mm) für eine Biopsie ist, aber die Wartezeit erscheint mir im Moment als sehr mühsam. Ich möchte ja gerne "normal" weiterleben und mich nicht wahnsinnig machen (bin ein optimistischer Mensch), aber nachdem ich gedacht habe, dass so weit alles in Ordnung ist, kam die Entdeckung des Geschwürs als Schock.
Hatte schon jemand eine ähnliche Erfahrung? Wie habt ihr diese Zeit gut überstanden? Ich denke bei mir an Mentaltraining und positive Ablenkung in der Freizeit, habe aber noch nicht angefangen damit.
Danke für unterstützende Antworten.

Wokingham
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Re: Rechte Niere entfernt und nun Geschwulst an linker Nebenniere

Beitragvon Wokingham » Mi 29 Apr 2020 20:44

Leider ist hier immer noch wenig los. So kann man sich nicht gut austauschen.
Ich muss nächste Woche ins Spital und den Tumor auf der linken Nebenniere entfernen lassen. Ich hoffe, dass alles gut geht und ich nachher ein bisschen Ruhe vor weiteren bösen Überraschungen haben werde.

Wokingham
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Re: Rechte Niere entfernt und nun Geschwulst an linker Nebenniere

Beitragvon Wokingham » Sa 23 Mai 2020 17:05

Ich sage es nicht gerne zum wiederholten Mal, aber hier ist echt wenig los - und es gibt kaum Antworten, was ich sehr schade finde.
Mittlerweile bin ich seit mehr als zwei Wochenn wieder aus dem Spital raus und fühle mich sehr wohl. Die Operation verlief sehr gut (wie erhofft): Sie haben den Tumor biopsiert und dann ablatiert. Glücklicherweise wurde der gesamte Tumor zerstört und "nur" ein Teil der Nebenniere in Mitleidenschaft gezogen. Der Tumor war tatsächlich bösartig (wie erwartet) und hatte die gleiche Zusammensetzung wie der grosse Tumor an der rechten Niere.
Was mir seither natürlich nicht mehr aus dem Kopf geht: Wie viele Male wird mir das noch passieren, dass etwas im CT "entdeckt" wird? Allzu oft hoffentlich nicht, denn ich habe nur noch eine Niere und je etwa zwei Drittel von jeder Nebenniere. Optimistisch bleiben ist mein Lebensziel - aber es gibt schon Momente, wo einem leichte Zweifel kommen, ob das reicht.

Rita
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Optimistisch bleiben nach zweitem Tumor

Beitragvon Rita » Di 26 Mai 2020 16:46

Guten Tag Wokingham

Sie haben wiederholt offen über Ihre Erfahrungen mit Ihrer Nierenkrebs-Erkrankung berichtet und bisher kein Echo von anderen Betroffenen erhalten.
Deshalb erlaube ich mir als Teil des Moderations-Teams Ihnen zu antworten.

Im September 2018 wurde Ihre rechte Niere entfernt. Nach einigen erfreulichen Nachkontrollen folgte dann der Schock: Ein neuer Geschwulst auf der linken Nebenniere. Die zweite Operation und dem damit verbundenen Spitalaufenthalt haben Sie bereits hinter sich. Beide Male konnten der Tumor vollständig entfernt werden. Ich lese aus Ihrem Bericht verschiedene Aspekte: Erleichterung über die erfolgreiche Behandlung und Sorge, was noch kommen mag. Das ist in dieser Situation völlig nachvollziehbar. Auch andere Menschen schildern unterschiedlichste Gefühle nach einer wiederholten Krebsbehandlung. Die Gefühle und Gedanken widersprechen sich nur scheinbar – sie sind Teil einer Krebsdiagnose, unabhängig von der Lokalisierung des Tumors.

Wie gehen Andere mit dieser Verunsicherung um? Ich hoffe, Sie erhalten doch noch Antworten von weiteren Forumsnutzenden.
Sie schreiben selbst: Optimistisch bleiben ist Ihr Lebensziel. Die Kunst liegt vielleicht darin, den Optimismus auf das zu richten, was gerade vor einem steht – auch ohne zu wissen, wo es noch hingeht.

Das Institut für komplementäre und integrative Medizin des Universitätsspitals Zürich hat zu Beginn der Corona-Pandemie eine Seite mit Tipps zur Selbstsorge aus der Mind Body Medicine veröffentlicht. Darin geht es um einen gesunden Lebensstil, der die Immunabwehr unterstützt. Dies ist nicht nur in Corona-Zeiten gültig, sondern darüber hinaus :-). Vielleicht finden Sie darunter Anregungen um Ihre positive Lebenseinstellung zu nähren.

Ich würde mich freuen zu lesen womit Sie positive Erfahrungen machen, was Ihnen Kraft gibt jeden Tag neu anzupacken.

Mit den besten Wünschen und freundlichen Grüssen
Rita
Moderatorin Krebsforum


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